Test - Quake 4 : Quake 4

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Waffen gibt es reichlich, insgesamt stehen euch zehn Vernichtungswerkzeuge zur Verfügung, die teilweise einen Zusatz-Modus oder andere Upgrades spendiert bekommen. Das Waffenarsenal ist gut ausgewogen und bietet einiges an Abwechslung, von der Pistole über Maschinengewehr, Granatwerfer und Rocket Launcher bis hin zur originellen Antimaterie-Wumme oder Railgun. Einige der Waffen werden mit erhöhter Feuerkraft oder einem Zoom-Modus und anderen Goodies nachgerüstet. Meist reichen Schrotflinte und MG locker aus für Standardsituationen, nur selten muss man wirklich auf die schweren Kaliber zurückgreifen. Die üblichen Accessoires, wie Munition, Medipacks und Rüstung, liegen wie gewohnt in den Levels verteilt und werden eigentlich nie richtig knapp, für irgendeinen Ballermann habt ihr immer noch ein paar Ladungen im Lauf. Erwähnenswert ist die Lampe am Maschinengewehr, die in den dunkleren Passagen der Levels für ordentliche Beleuchtung sorgt.

Ab und an dürft ihr auch mal ans Steuer eines Vehikels hüpfen, namentlich eines Hovertanks und eines Mechs, wobei diese Sequenzen unterm Strich ein wenig uninspiriert wirken. Die Mech-Variante macht eigentlich eine Menge Spaß, während die Hovertank-Geschichte doch etwas unter plumper Steuerung leidet. Öfter als am Steuer findet ihr euch im Rail-Shooter Stil als Mitfahrer am Geschütz wieder, was zwar ebenfalls eine nette Ballerei ergibt und für Abwechslung sorgt, unterm Strich aber irgendwo antiquiert wirkt und zusammen mit den gerade mal zwei fahrbaren Vehikeln etwas das Gefühl von 'Wir brauchen Fahrzeuge, egal wie.' aufkommen lässt.

Multiplayer-Modus mit Retro-Charme

Nach den rund acht bis zehn Stunden des Einzelspieler-Modus lockt der Multiplayer-Modus den Frag-willigen Spieler. Geboten wird eine Hand voll Maps, zum Teil angelehnt an Maps aus 'Quake 3 Arena' in den Spiel-Modi '(Team-)Deathmatch', '(Arena-)CTF' und 'Tourney'. Letzterer stellt quasi ein Mini-Turnier im 1on1-Stil dar, in dem die Spieler parallel rundenweise antreten und sich via KO-System für die nächste Runde qualifizieren. Während in der PC-Version wenigstens 16 Spieler antreten konnten, ist der Multiplayer-Modus auf der Xbox 360 auf magere acht Spieler beschränkt via System Link oder Xbox Live, was dem Frag-Fest einiges an Reiz nimmt, speziell in den Team-Modi. Die Maps sind jedoch unterm Strich ohnehin recht klein geraten und wirken auch mit der kleineren Spielerzahl nicht allzu leer. Das Gameplay gibt sich sehr traditionell und bewegt sich in einem Bereich, den Spiele wie 'Unreal Tournament' und 'Quake 3 Arena' schon vor Jahren geboten haben – so viel zum Thema Innovation auf einer NextGen-Konsole.

Im Großen und Ganzen scheint es, als hätte man den sechs Jahre alten Multiplayer-Modus aus dem Vorgänger genommen, etwas aufpoliert in Bezug auf die neue Engine, und in 'Quake 4' implementiert. Klar, das Gameplay bewegt sich damit immer noch auf ordentlichem Niveau, von einem Titel dieser Größenordnung hätte man sich aber einiges mehr erhofft, zumal die für ihren Zweck gut designten Maps im Vergleich zu den Singleplayer-Levels visuell langweilig und einfallslos wirken. Wobei der Retro-Charme des Multiplayer-Modus aber auch fast schon wieder positiv ist und irgendwo die guten alten 'Q3A'-Zeiten wieder wach werden lässt. Unschön ist allerdings, dass die Multiplayer-Modi der deutschen und der US-Version nicht kompatibel sind.

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