Test - R-Type Final : R-Type Final

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Der Generationswechsel ist vollzogen: Wo man früher den Fliegern des Bydo-Imperiums auswich und Mario noch von links nach rechts steuerte, schleicht man heute auf den Spuren internationaler Terroristen und klaut zu Nena 99 Edelflitzer. Da freuen sich Videospiel-Veteranen, wenn zumindest von Zeit zu Zeit ein Klassiker längst vergessener Tage entstaubt wird. Die japanische Traditionsschmiede Irem feuert noch ein letztes Mal die Kanonen der 'R-Type'-Raumjäger zum Salut und versorgt Fans der Serie mit einem würdigen Abschluss.
 

Auf zum letzten Tanz
Anhänger der Serie müssen stark sein: Glaubt man den Irem-Oberen wird es definitiv keinen weiteren Teil der Kultserie geben. Und so heißt es, als Pilot der Operation 'Last Dance' ein letztes Mal gegen das finstere Bydo-Imperium zu kämpfen. Wenngleich auch in 'R-Type' seit jeher die Hintergrundgeschichte eine sehr untergeordnete Rolle gespielt hat, haben sich die Entwickler zumindest die Mühe gemacht, einen simplen Grundrahmen um ihren Reaktionstest zu basteln. Ihr erfahrt in 'R-Type Final' einmal mehr, wie es zum Konflikt mit dem waffenstarrenden Bydonern gekommen ist, und wer will, kann im Optionsmenü zu jedem entdeckten Gegner eine umfangreiche Hintergrundgeschichte nachlesen.

Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es auch bei 'R-Type Final' eher ums Ausweichen und Zurückschießen geht. In dem Sidescroller fliegt ihr durch insgesamt sieben Abschnitte, welche sich je nach Abschneiden in der vorangegangenen Mission nochmals durch unterschiedliche Routen unterscheiden. Kenner des PSone-Vorgängers 'Delta' entdecken dabei nur wenig Neues. Euer Gleiter lässt sich in alle vier Richtungen steuern – die dritte Dimension kommt einzig einigen Kameraschwenks zugute – und je ein Dauerfeuerknopf sowie eine 'Charge-Attacke' dienen anfangs der Gegenwehr. Die 'Charge-Attacke' ist dabei nichts anderes als ein besonders starker Angriff, welcher in bis zu drei Stufen aufgeladen werden muss.

Schützende Satelliten
Die Besonderheit der 'R-Type'-Serie war seit jeher der unzerstörbare Satellit, den ihr schon recht bald via Power-Up auflesen könnt. Diese Rundkugel, die sich wahlweise hinter oder vor eurem Gleiter befestigen lässt, dient drei Aufgaben: Angesichts des teils heftigen, gegnerischen Feuers lassen sich damit zunächst feindliche Geschosse abhalten. Das so abgewehrte Feindesfeuer lädt dabei einen besonders vernichtenden Rundumschlag auf. Zudem lässt sich euer Satellit mittels drei verschiedener Power-Ups nachrüsten, die für eine jeweils andere Waffe stehen. Je nach aufgelesenem Waffenkristall feuert der Satellit reflektierende Laserstrahlen oder nimmt Wände mittels Napalm-Angriff auseinander. Ganz gewiefte Spieler nutzen jedoch den Satelliten selbst als Angriffswaffe. Da die Rundkugel nicht fest mit eurem Raumschiff verankert ist, lässt sie sich auf Knopfdruck auf Gegner schleudern, respektiv kommt nach einem Druck auf die entsprechende Taste wieder zurück.

Reicht euch dies an Schlagkraft nicht aus, könnt ihr euren R-Type noch mit Raketen nachrüsten lassen und erhaltet nach und nach zwei weitere Mini-Satelliten, die zumindest marginalen Schutz gegenüber Attacken von oben und unten bieten. Und ist gar einmal das Feindfeuer selbst für eure Satelliten zuviel, könnt ihr mittels vier verschiedener Geschwindigkeitsstufen Reißaus nehmen. Wem dies jetzt zu kompliziert klingt, kann sich freuen: Serienneulinge bekommen dies alles in einem mustergültigen 'Tutorial' näher gebracht.

Meine Garage, meine Galerie, meine Angestellten
Nehmt ihr dieses Grundkonzept nun mal 99, erhaltet ihr 'R-Type Final'. Bot schon der Vorgänger 'Delta' mehr als nur einen Raumjäger, hat Irem euren Hanger für den Serienabschluss noch mal spürbar aufgestockt. Müsst ihr anfangs mit nur drei Gleitern auskommen, gesellen sich im späteren Spielverlauf bis zu 96 weitere Raumschiffe dazu, die sich zudem im Detail den eigenen Wünschen anpassen lassen. Die Prämisse mit den drei Waffengattungen und den Satelliten bleibt zwar bei jedem Flieger gleich, jedoch unterscheidet sich eure Armada von Fluggeräten stark genug voneinander, um je nach Raumschiff ein anderes Spielgefühl zu vermitteln. Während so beispielsweise die Waffen eines Fliegers besonders effizient gegen die Anfängerjäger des Bydo-Imperiums geeignet sind, schießt ihr mit einem schwereren Raumschiff selbst harte Endgegner mit nur ein oder zwei Schüssen ab.

 

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