Test - Racing Simulation 3 : Racing Simulation 3

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Lizenzen sind im Sportspiel-Bereich das A und O. Das beweisen seit Jahren diverse Genrevertreter. Und so werden Millionen ausgegeben, nur um am Puls der Zeit zu sein. Ubi Soft versucht es im Formel 1-Titel 'Racing Simulation 3' allerdings ohne Lizenzen - ob das gut geht?

Da Ubi Soft, wie bereits erwähnt, nicht mit der FIA-Lizenz aufwartet, bekommt ihr statt der aktuellen Daten nur Phantasieteams, -fahrer und -strecken geboten. Wem das nichts ausmacht, wird sich auch mit dem Vorhandenen zufrieden geben können. Freunde aktueller Daten können jedoch dank des eingebauten Editors nachträglich sämtliche Fahrer- und Teamnamen den Boliden zuweisen oder selbst ein Team erstellen. Bevor ihr euch also ins Renngeschehen stürzt, könnt ihr zwischen drei großen Spielmodi wählen: Dem 'Einzelrennen', in dem ihr ohne Qualifikationen und Training direkt losfahren dürft; einem 'Komplettrennen', inklusive der obligatorischen Qualis, sowie der 'Meisterschaft', wie ihr sie aus dem F1-Alltag kennt.

Gib Gas!
Schon nach kurzer Eingewöhnungsphase werdet ihr feststellen, dass sich die Rennwagen nicht nur in puncto Optik voneinander unterscheiden, sondern auch im Handling. Auch die Strecken, die ihrem realen Vorbild nachempfunden wurden, lassen sich unterschiedlich bewältigen. Dementsprechend ist es sinnvoll, wenn ihr vor einem Rennen das Setup eures Boliden überprüft. Dabei sind eurer Experimentierfreude kaum Grenzen gesetzt. Anpressdruck, Federung und Frontspoiler lassen sich ebenso einstellen wie Reifentyp, Benzingemisch oder Bremskraft. Wem das jedoch zu viel Mühe bereitet, der kann sich die Einstellungen empfehlen lassen. Im Rennen selbst lassen sich die Wagen gut durch die zum Teil extremen Kurven steuern und reagieren auch sonst punktgenau.

Monaco, A1 oder Melbourne
Grafisch greifen die Entwickler von UBI Soft auf das zwei Jahre alte 'F1 Racing Championship' zurück. Das ist leider auch permanent zu spüren. Die Strecken wirken allesamt ziemlich detailarm, Kantenglättung ist ein Fremdwort und die recht farblosen Texturen sind nicht auf aktuellem PS2-Niveau. Auch die Spiegelungen auf dem Lack der Wagen und die Wettereffekte können mit vergleichbaren Titeln nicht mithalten. Trotz aller optischen Differenzen liegt die Framerate konstant hoch, so dass ein wirkliches Renngefühl aufkommt. Das wird zusätzlich noch durch die drei wählbaren Kameraperspektiven unterstützt. Wollt ihr nicht alleine gegen die zum Teil recht gute KI spielen, könnt ihr gegen einen Freund im Multiplayer antreten.

Fazit

von Marc Heiland
Wenn ihr auf die aktuellen Daten verzichten könnt, bekommt ihr mit 'Racing Simulation 3' einen optisch und akustisch durchschnittlichen Titel geboten, der jedoch durch ein recht gutes Rennfeeling und die passable KI einigermaßen überzeugen kann.

Überblick

Pro

  • Rennfeeling pur dank konstanter Framerate
  • Editor für das Erstellen eigener Teams und Fahrer
  • präzise Steuerung

Contra

  • veraltete Grafik
  • keine offizielle Lizenz
  • dürftiger Sound

Wertung

  • PS2
    69
    %

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