Test - Razer Basilisk : Die Maus mit dem gewissen Extra

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Erst kürzlich stellte Razer mit der Lancehead eine neue Gaming-Maus vor und schon kommt ein weiteres Exemplar aus dem Nagetierstall. Die Basilisk richtet sich zu einem Preis von 69,90 Euro vor allem an Shooter-Spieler und hat dafür neben gewohnten Qualitäten einige Besonderheiten spendiert bekommen. Wir haben den smarten Nager im Test genauer beschnuppert, so ganz ohne feuchten Pelzgeruch.

Auf den ersten Blick sieht die Razer Basilisk gar nicht so besonders aus. Es handelt sich um eine asymmetrische Rechtshändermaus, die sich ergonomisch sehr angenehm in die Hand schmiegt. Eine Daumenablage sorgt dafür, dass die Maus nicht durch besagten Griffel auf dem Mauspad ausgebremst wird. Das wäre schade, denn die guten Gleitflächen lassen die Basilisk agil über die Fläche flutschen. Gummierte Seiten gewährleisten einen festen Griff, während die leicht raue, mattschwarze Oberfläche des nur 107 Gramm leichten Nagers gut in der Hand liegt. Der Anschluss erfolgt über ein erfreulich flexibles, mit Textil ummanteltes USB-Kabel mit vernünftiger Länge.

Die Basilisk verfügt über die üblichen zwei Maustasten mit Razer Mechanical Mouse Switches, die leichtgängig agieren und gute Druckpunkte haben. Ebenfalls dabei ist ein klickbares Mausrad, das eine Besonderheit zu bieten hat. An der Unterseite der Basilisk befindet sich nämlich ein Drehregler, mit dem ihr den Widerstand des Mausrads stufenlos einstellen könnt. Eine sehr feine Idee, die ausgesprochen gut funktioniert. Ebenfalls an der Unterseite ist ein Profilschalter. Auf der Basilisk können bis zu vier Profile gespeichert werden, die sich damit abrufen lassen. Eine farbige LED zeigt euch an, welches Profil gerade aktiv ist.

Hinter dem Mausrad sind die üblichen beiden dpi-Schalter platziert. An der linken Seite ruht euer Daumen auf zwei gut erreichbaren Tasten mit angenehmen Druckpunkten. Als kleines Extra gibt es einen zusätzlichen Daumenschalter. Der ist nicht nur abnehmbar, sondern auch gleich in drei Längenvarianten vertreten. Diese Zusatztaste ist frei belegbar, eignet sich vor allem aber dazu, durch Gedrückthalten eine andere dpi-Einstellung zu nutzen, was extrem praktisch ist für das genauere Zielen mit einer Sniper in einem Shooter. Etwas blöd ist, dass es keine Aufbewahrungsmöglichkeit für die Schalter gibt. Das Risiko, dass die kleinen Plastikteile verloren gehen, ist dadurch gar nicht mal so gering.

Das Innenleben der Maus weist ansonsten keine großen Überraschungen auf. Als Sensor wird der optische 5G-Sensor mit bis zu 16.000 dpi verwendet, der schon bei einigen Razer-Mäusen zum Einsatz kam. Ein starker und präziser Sensor, der vielleicht nicht ganz an den PMW3366 herankommt, sich aber keine nennenswerten Schwächen erlaubt. Die dpi-Zahl kann natürlich per Software eingestellt werden, ebenso wie die bis zu fünf Stufen der dpi-Schalter. Die Polling Rate von 1.000 Hz sorgt indes für schnelle und latenzarme Bedienung.

Beim Zocken zeigte die Basilisk jedenfalls keine Schwächen. Der Zusatzschalter ist zwar anfangs gewöhnungsbedürftig und bei der langen Version drückt man schnell mal aus Versehen die fordere Daumentaste mit, aber nach einer Weile kommt man gut damit klar. Speziell mit den beiden kürzeren Schaltern ist die Funktion durchaus eine Bereicherung.

Die Basilisk kann mit der aktuellen Betaversion der neuen Razer-Synapse-Software programmiert werden. Alle Tasten sind frei belegbar, wie schon erwähnt lassen sich bis zu vier Profile auf der Maus speichern. Die Razer-Chroma-Beleuchtung von Mausrad und Logo kann ebenfalls damit eingestellt werden. Habt ihr eine kompatible Razer-Tastatur, dürft ihr über einen Tastaturhotkey mittels der HyperShift-Funktion sogar eine Doppelbelegung der Maustasten aktivieren.

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