Special - Razer Raiju vs. NACON Revolution Pro : PS4-Elite-Controller im Vergleichstest

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Für die Xbox One ist der Elite Controller bereits ein alter Hut, für die PS4 gab es bisher allerdings kein passendes Gegenstück. Nun wurden gleich zwei Controller veröffentlicht, die um die Gunst der PS4-Spieler mit tieferem Geldbeutel buhlen, nämlich der NACON Revolution Pro für knapp 110 Euro sowie der Razer Raiju für satte 170 Euro. Zwar richten sich beide Controller in erster Linie an Pro-Gamer, doch der Erfolg des Elite Controllers von Microsoft hat gezeigt, dass auch Normalzocker gern etwas Griffigeres als das ohnehin schon gute Original zum Daddeln nutzen wollen. Wir haben die beiden Gamepads einem Vergleichstest unterzogen.

Lieferumfang und Verarbeitung

Beginnen wir mit dem NACON Revolution Pro Controller, der für 109,95 Euro angeboten, aber zumindest aktuell noch nicht flächendeckend zu haben ist. Der Controller kommt in einer stabilen schwarzen Klappschachtel daher – nebst einem Stoffbeutel für Transport und Aufbewahrung liegt auch ein Reinigungstuch bei. Angeschlossen wird er mit einem drei Meter langen, textilummantelten USB-Kabel, dessen Ende mit dem Controller fest verschraubt werden kann. Das wirkt zwar ausgesprochen solide, wird aber spätestens dann zum Problem, wenn das Kabel defekt ist und ausgetauscht werden muss.

Die Haptik hinterlässt sofort einen guten Eindruck dank der seidigen Soft-Touch-Oberfläche. Von der Form her ähnelt er sehr dem Xbox-One-Controller. Das Gewicht kann durch sechs beiliegende Metallgewichte, die in die Griffstücke eingesetzt werden, dem eigenen Geschmack angepasst werden. Die Verarbeitung wirkt insgesamt hochwertig und dem Preis entsprechend. Es klappert nichts, es wackelt nichts, der Controller liegt gut in der Hand.

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Der Razer Raiju ist mit seinen 169,95 Euro deutlich teurer. Auch er orientiert sich von der Form her sehr am Xbox-One-Controller. Der Anschluss erfolgt ebenso wie beim NACON-Gegenstück mittels eines drei Meter langen, textilummantelten Kabels, das aber lediglich eingesteckt und nicht verschraubt wird. Das Gewicht des Controllers kann nicht verändert werden, aber auch der Raiju liegt sofort gut in der Hand. Optisch wirkt er zwar aufgrund der Kunststoffoberfläche weniger wertig, die griffigen, genoppten Gummis an den Griffen sorgen aber für äußerst sicheren Halt. Wie lange diese Gummiflächen halten, ist allerdings etwas fraglich. Immerhin muss man nicht mehr wie beim Razer Wildcat schlecht passende Gummiteile selbst aufkleben.

Schön ist, dass der Controller direkt mit einem Hardcase mit Stoffbezug ausgeliefert wird. Somit wird sichergestellt, dass dem Raiju beim Transport nichts passieren kann. Die Passform der Gehäuseteile ist ohne Fehl und Tadel, allerdings klappern die Aktionstasten ein wenig, weswegen der NACON-Controller auf den ersten Blick etwas wertiger wirkt.

Keiner der Controller kann ohne Kabel betrieben werden. Das Argument: Es handle sich um Profi-Controller und Kabelanschluss bedeutet schlicht minimale Latenzen. Dennoch hätten wir uns gefreut, die Controller zumindest optional ohne Kabel betreiben zu können. Hinsichtlich Lieferumfang und Verarbeitung leisten sich die beiden Controller somit – ungeachtet des Preises – ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ohne dass sich einer der beiden einen wirklichen Vorsprung erarbeiten kann.

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