Preview - ReCore : Der Mega-Man-Macher schlägt zurück!

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Die E3 war die Messe der starken Frauen: Lara Croft aus Tomb Raider, Aloy aus Horizon: Zero Dawn - und Jule aus dem frisch angekündigten Xbox-One-Abenteuer Recore. Im Ankündigungstrailer schlägt sie sich im Wüstensand mit Roboterspinnen herum und wird dabei von einem putzigen Roboterhund unterstützt. Was wirklich hinter Recore steckt, verrieten Game Director Mark Pacini und Keiji Inafune hinter verschlossenen Türen!

Was ist Recore? Bei der Vorstellung des exklusiv für Xbox One erscheinenden Spiels von Keiji Inafune wusste niemand so genau, worum es in Recore eigentlich gehen wird. Mark Pacini beantwortet diese Frage gleich zu Beginn des Gesprächs: „Recore ist zunächst ein schnelles Third-Person-Action-Adventure. Es ist kein Open-World-Spiel, aber trotzdem riesig. Es legt viel Wert auf schnelle Kämpfe, bietet aber auch viele Möglichkeiten zum Erkunden der weitläufigen Levels.“

Eine ganz besondere Rolle kommt Jule, der mysteriösen Heldin des Trailers, zu. In einer postapokalyptischen Welt ist sie die (möglicherweise) letzte Überlebende. Was genau passierte, ist bislang noch unbekannt. In dem Ankündigungsfilmchen aber steht ihr ein Roboterhund namens Mac zur Seite. Doch die äußere Form ihres Partners ist nebensächlich. „Macs Herz und Seele stecken in dem blauen Kern. Natürlich verändert sich sein Verhalten, abhängig davon, in welche Maschine man ihn einsetzt. Als Hund benimmt er sich auch entsprechend. Als Affe dagegen grunzt er vielleicht in tiefen Lauten und agiert aggressiver“, beschreibt Mark Pacini die Spielmechanik.

ReCore - E3 2015 Announcement Trailer
Mit ReCore hat Keiji Inafune ein Xbox-One-Exklusivspiel angekündigt.

Ob man den Robokameraden selbst kontrolliert oder ob es gar einen Online-Koop-Modus geben wird, lässt Pacini dagegen unbeantwortet. Stattdessen führt er die Kampfmechanik mit Jule weiter aus: „Sie besitzt zunächst einmal eine Flinte und schießt mit ihr auf die Feinde. Wichtiger ist allerdings ihr Greifarm, mit dem sie die roten Energiekerne entreißen und aufnehmen kann. Den Grund dafür verraten wir zu einem späteren Zeitpunkt.“ Das Wetter soll in Recore einen spürbaren Einfluss auf den Spielablauf haben. Sandstürme fegen über die Abschnitte hinweg und öffnen oder schließen Zugänge in geheime Bereiche oder verändern gar die komplette Struktur der Karten.

Kameradschaft zwischen Mensch und Maschine

Für Chefentwickler Keiji Inafune geht es besonders um die emotionale Verbindung zwischen Jule und ihrem Roboterfreund. „Recore hat für uns viele Bedeutungen. Der Kern kann für so etwas wie das Herz oder die Seele stehen. Das Re wiederum für eine Art der Erneuerung“, philosophiert der Mega-Man-Macher. Die Geschichte dreht sich um Jule, ihr Überleben und ihr Schicksal.

Der blaue Kern ihres Roboterkameraden scheint ein zentrales Element innerhalb der Geschichte und so etwas wie die Seele und die Energie der Spielwelt zu sein. Diese Vermutung bestätigte Inafune zwar nicht, meinte jedoch, dass die Richtung nicht falsch sei. Fest steht aber, dass der blaue Energiekern in verschiedene Roboter eingesetzt wird und diese Jule bei Kämpfen und Rätseln helfen werden.

Fazit

Olaf Bleich - Portraitvon Olaf Bleich
Unbekannte Schönheit

Zugegeben, allzu viele handfeste Informationen haben sich Keiji Inafune und Mark Pacini im Interview nicht aus der Nase ziehen lassen. Trotzdem fasziniert mich Recore. Die Kameradschaft zwischen Mensch und Roboter, die sich durch Sandstürme verändernde Umgebung und die Mischung aus Action und Rätseln macht mich neugierig. Recore strahlt etwas Geheimnisvolles und Emotionales aus. Die Beziehung zwischen Jule und ihren Robotern scheint mehr als nur ein Zweckbündnis zu sein. Recore trifft mit seinem eigenwilligen Grafikstil und dem futuristischen Szenaro mitten ins Schwarze. Hier könnte etwas Großes heranwachsen. Ich kann es kaum erwarten, bis die Entwickler mehr von Recore offenbaren.

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