Test - Resident Evil 3 : Resident Evil 3

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Kurz vor dem Release von 'Resident Evil - Code: Veronica' für Segas Dreamcast brachte Capcom 'Resident Evil Nemesis' für die PSone auf den Markt. Nun könnt ihr endlich die PC-Variante in den Läden vorfinden, die vor allem im Bereich Grafik einiges mehr zu bieten hat, als die PSone-Version des Knüllers. Der dritte Teil knüpft direkt an den ersten an und ist mehr oder weniger zeitgleich zum Vorgänger angesiedelt, hat aber eher wenig mit diesem zu tun.

Wer von euch kann sich nicht noch an die Geschehnisse in dem großen Anwesen außerhalb von Racoon City und an Jill Valentine, der ihr unter anderen dazu verholfen habt, aus eben diesem zu flüchten, erinnern? 'Resident Evil Nemesis' spielt ungefähr eineinhalb Monate nach diesen Ereignissen.

Diesmal habt ihr keine Wahl zwischen zwei verschiedenen Charakteren, so wie es in den Vorgängern der Fall war, sondern schlüpft von Anfang an in die Rolle von Jill Valentine. Diese will nach dem Vorfall im ersten Teil nun nichts mehr von ‚Umbrella', zu Zombies mutierten Menschen oder gewaltigen Biowaffen hören, und hat deswegen ihren Dienst quittiert und sich in Racoon City zurückgezogen, in der vagen Hoffnung, sich von den Aufregungen der letzten Wochen erholen zu können. Anfangs scheint auch noch alles gut zu gehen, doch Jill freut sich zu früh. Wieder passieren grausame Morde in der kleinen Stadt, wieder verschwinden Menschen. Noch bevor man etwas dagegen machen kann, ist ganz Racoon von Zombies verseucht und der T-Virus breitet sich in der gesamten Stadt aus. Selbst das R.P.D. (Racoon City Police Department) kann mit aller Waffengewalt nichts gegen die Übermacht der lebendigen Leichen machen und fällt dieser zum Opfer.


Resident Evil 3
Jill bereitet sich auf ihre Flucht vor.

Ähnlichkeiten und Veränderungen
Solche Szenen könnt ihr in dem Intro betrachten, mit dem 'Resident Evil Nemesis' eingeleitet wird, gefolgt von eurem actionreichen Auftritt. Das ehemalige S.T.A.R.S-Mitglied kann gerade noch der Explosion eines Hauses entkommen und wird auf die Straße geschleudert. Nichtkenner der Vorgänger, aber auch eingefleischte ‚Resident Evil'-Fans, werden sehr plötzlich mitten ins Geschehen geschleudert. Ihr erfahrt lediglich aus dem Intro, dass es aus der Stadt zu flüchten gilt.

In den ersten Spielminuten werdet ihr herausfinden, dass die Steuerung praktisch identisch mit der des ersten und zweiten Teils ist. Neueinsteigern wird diese anfangs vielleicht etwas ungewohnt vorkommen, aber das gibt sich in kürzester Zeit, wenn sie durch die zombieverseuchten Straßen von Racoon City laufen. Eine kleine Neuerung wird 'Resident Evil'-Fans hierbei sofort ins Auge stechen. Während ihr bei den Vorgängern noch auf eine Taste drücken musstet, um Stufen hinauf- oder hinabzugehen, so wurde dies beim dritten Teil der Erfolgsserie abgeschafft. Des weiteren läuft euer Charakter auch nicht mehr automatisch die Stufen hinauf, sondern ihr habt jederzeit völlige Befehlsgewalt über ihn. Allerdings braucht ihr nicht zu glauben, dass ihr ganz einfach auf den Stufen verharren und einen Untoten nach dem anderen ohne weiteres abknallen könnt. Den wandelnden Leichen wurde es nämlich auch ermöglicht, Treppen hinab-, beziehungsweise hinaufzusteigen.

Resident Evil 3
Das Police Department kommt uns bekannt vor.

Gerade diese Feature ist das Interessante an 'Resident Evil Nemesis'. Wie man aus dem Titel entnehmen kann, dreht es sich im gesamten Spiel um ein einziges Monster, nämlich besagtem Nemesis. Was Nemesis ist und woher er kommt werdet ihr eigentlich die gesamte Spielzeit über nicht erfahren, lediglich, dass es sich um eine von Umbrellas beinahe unbesiegbaren Biowaffen handeln muss. Nemesis ist insofern gefährlich, dass er euch theoretisch gesehen überall hinfolgen kann. Er kann sich sogar durch mehrere Bereiche bewegen, so dass es kaum ausreichen wird, einfach nur schnell durch eine Tür zu flüchten, um ihn abzuhängen. Aufgrund dessen kann Nemesis äußerst schnell zu einer gefährlichen Bedrohung werden, insbesondere durch den Raketenwerfer, den er gelegentlich auf seinen Schultern trägt. Der eigentlich einzige Vorteil, den ihr Nemesis gegenüber habt ist, dass die Musik immer deaktiviert wird und durch sehr dumpfe Bassschläge ausgetauscht wird, sobald er sich in der Nähe befindet. Die beste Alternative, ihn euch von den Fersen zu halten, ist aber immer noch die Flucht. Ihr könnt Nemesis natürlich immer bekämpfen, sobald er erscheint, aber das wird sich sehr schnell als Munitionskiller erweisen, da der Nemesis meistens sofort wieder aufsteht, sobald ihr ihn einmal niedergerungen habt und euch weiterhin verfolgt.


Resident Evil 3
Das wird knapp...

A+B=C
Wo wir gerade beim Thema Munition sind: Wie in den Vorgängern, könnt ihr auch im dritten Teil wieder in ganz Racoon City überlebenswichtige Munition finden, allerdings nicht mehr ganz so viel. Dafür werdet ihr des öfteren verschiedene Arten an Waffenpulver finden. Mit einem besonderem Tool, das euch von Anfang an mitgegeben wird, könnt ihr das Pulver in wertvolle Munition umwandeln. Das tolle daran ist, dass es drei Arten dieses Pulvers gibt und je nach Mischung können unterschiedlich starke Munitionstypen erzeugt werden, von den einfachsten Pistolenpatronen bis hin zu den stärksten Magnumgeschossen. Allerdings solltet ihr nicht zu verschwenderisch mit dem Waffenpulver umgehen, besonders mit dem besseren, da dieses im Spiel eher selten vorkommen.

Ohne diese Art der Munitionsgewinnung werdet ihr so gut wie keine Chance gegen die Horden von Zombies haben. Waren es in den Prequels auch schon zahlreiche Untote, so ist deren Zahl wieder gestiegen, was so manchen Fan in den Wahnsinn treiben wird, da dies besonders den 'Schweren Modus' noch mal um einiges schwieriger macht.

 

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