Test - S.W.I.N.E. : S.W.I.N.E.

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S.W.I.N.E.
Strassenkampf gegen Partisanen.

Neben der Sichtweite hat jedes zum Kampfeinsatz ausgerüstete Gefährt auch ein bestimmte Reichweite, bis zu der gefeuert werden kann. Interessant ist dies vor allem bei Artillerie: Zum einen muss darauf geachtet werden, dass der Gegner innerhalb des Reichweite-Radius liegt, damit er beschossen werden kann, zum anderen dar er aber auch nicht zu nahe sein, da ein gewisser Mindestabstand nötig ist. Schon durch diesen Umstand wird eine geschickte Zusammensetzung eurer Truppe wichtig, indem Einheiten mit kurzer und weiter Reichweite sich möglichst ergänzen. Wie weit ihr schiessen könnt, wird euch übrigens anhand einer gepunkteten Linie rund um euer Fahrzeug angezeigt.

Die richtige Taktik ist entscheidend
Wie in anderen Strategie-Titeln, gibt es auch hier den berühmten Fog-of-War, der die Weitsicht verhindert, so dass die feindlichen Verbände erst gefunden werden wollen. Wichtig und nützlich ist in diesem Zusammenhang das Schadenssystem der Einheiten. Trifft beispielsweise einer eurer Panzer überraschend auf eine Überzahl an borstigen Gegnern und wird arg beschossen, dann sinkt zwar eure Energieleiste gegen Null und ihr bleibt bewegungslos und ohne Möglichkeit der Gegenwehr liegen. Meist lassen es eure Feinde damit bewenden und kümmern sich nicht mehr um euch. Das hat dann zwei Vorteile: Erstens seht ihr, was rund um euren liegengebliebenen Kollegen vor sich geht und ihr könnt die Fahrzeuge eurer Widersacher mit der Artillerie aufs Korn nehmen. Zweitens ist diese Einheit noch nicht völlig verloren, da ihr sie immer noch abschleppen und mittels einer Reparatur-Einheit aufpäppeln könnt.

S.W.I.N.E.
Rückeroberung des eigenen Flugplatzes.

Bis hierhin lässt sich sicher wieder an einen weiteren durchschnittlichen Strategie-Titel denken, wobei hier einfach das Szenario ins Tierreich verlagert wurde. Das Spezielle sind aber eigentlich erst die über 6000 Kommentare, die von euren Helden oder Widersachern abgegeben werden und das Geschehen passend kommentieren: Das reicht dann von Drohungen seitens der Schweine, dass sie Pelz-Pantoffeln, Shorts oder Hasen-Ragout aus euch machen wollen, bis hin zu 'Es ist ein dreckiger Job, aber irgendwer muss es ja tun' von Seiten der Hasen. Schade nur, dass sich eure Kollegen des öfteren wiederholen.

Gelungene Grafik
Daneben sind auch kleine Details ausmachen, die einem erst auf den zweiten Blick auffallen: Zerstören beispielsweise die Panzer der Langohren ein feindliches Gefährte, entschwebt diesem der Geist seines verstorbenen Lenkers. Schwere Panzer hinterlassen Spuren auf der Strasse und im Gelände, Vögel zwitschern, Regen prasselt auf euren Kampfverband, Blitze erhellen das Szenario und explodierende Fahrzeuge zerbersten feuersprühend in tausend Teile. In der Nacht könnt ihr auch sehen, wie die Scheinwerfer eurer Gefährte die Strasse vor euch beleuchten. Damit das Ganze auch ins rechte Licht gerückt wird, lässt sich übrigens die Kamera frei drehen und stufenlos zoomen.

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Nachschublieferung per Hubschrauber.

Wer lieber ein Schwein ist und einen Krieg mit seinem Kumpel Hasenfuss anzetteln will, kann auch dies tun: Über Internet oder LAN könnt ihr euch auf zehn verschiedenen Karten so richtig austoben und euch selbst zum Imperator über die Tierwelt machen. Ebenfalls kann über den Gamespy-Server gespielt werden. Besonders wer Multiplayer-Modus Probleme hat, sollte sich den Patch von unserem Server saugen, nach dessen Installation funktioniert nämlich - wenigstens bei mir - alles problemlos.

 

Fazit

von Ronny Mathieu
'S.W.I.N.E.' bietet dem Echtzeit-Strategen kurzweilige Unterhaltung. Gerade wer genug von langwierigem Basis-Aufbau und Ressourcen-Management hat, dürfte dieser Titel eine gelungene Abwechslung bieten - gerade weil dadurch der taktische Aspekt an Bedeutung gewinnt. Auch die Verlegung des Szenarios in die Tierwelt schafft eine etwas andere Spiel-Atmosphäre, die nicht gerade ernst daher kommt. Was allerdings gleich geblieben ist, ist das Spielprinzip: Immer noch bekriegen sich zwei Parteien, eine Seite sind die Bösen, die andere die Guten. Und gerade hier fehlt mir persönlich etwas die Abwechslung. Beide Seiten haben praktisch das selbe Kriegsgerät und mit 15 Einheiten - wobei sechs noch logistischer Natur sind - ist dieser Aspekt nicht gerade üppig ausgefallen. Fusstruppen gibt es ebenfalls keine, wohl damit der Titel nicht zu gewalttätig ausfällt und kein Blut zu sehen ist. Auch direkt steuerbare Flugeinheiten, sowie beispielsweise Schiffe oder ähnliches fehlen. Trotzdem bleibt 'S.W.I.N.E.' ein gut gemachter Titel mit schöner Grafik, witzigen Kommentaren und einem anspruchsvollen Taktik-Teil, der allen aufbaumüden Strategen zu empfehlen ist.  

Wertung

  • PC
    83
    %

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