Test - Serious Sam: The Second Encounter : Serious Sam: The Second Encounter

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Jeans, T-Shirt, rote Turnschuhe und ein ernster Gesichtsausdruck: Das kann nur einer sein. In 'Serious Sam: The Second Encounter' feiern Action-Fans ein Wiedersehen mit dem im letzten Jahr entstandenen Helden, der dank niedrigem Preis, geballter Action und schöner Grafik Scharen von Fans anlocken konnte. Natürlich konnten auch wir der Versuchung nicht widerstehen, Sam bei seinen neuesten Abenteuern zu begleiten und mächtige Wummen sprechen zu lassen.

Serious Sam: The Second Encounter
Ein Monster wird angepeilt ...

Nachdem sich Freund Sam im ersten Teil erfolgreich im alten Ägypten gegen die Schergen des fiesen Obermonsters Mental durchgesetzt hat, wäre eigentlich die Heimreise in seine eigene Zeit und Welt im Raumschiff der Sirianer angesagt gewesen. Doch wie so üblich geht etwas schief und ein Ausflugsschiff mit sensationslüsternen Alien-Touristen kracht in Sams Gefährt, woraufhin der schmerzhafte Absturz in den Bergen Südamerikas folgt. Schlechte Karten, zumal Sam immer noch 400 Jahre von seiner eigenen Welt entfernt ist. Also macht er sich auf die Suche nach Portalen, welche die Sirianer in den Tempeln hinterlassen haben. Diese Portale sollen ihn zum Heiligen Gral führen, mit welchem eine Maschinerie der Sirianer in Gang gesetzt werden kann, die Sam letztendlich nach Hause bringt. Dummerweise hat Mental Wind von der Sache bekommen und hetzt Sam erneut seine Monsterscharen auf den Hals. Wieder einmal muss Sam also zum Waffenarsenal greifen und Mentals Horden den Garaus machen ...

Zwölf Level in drei Gebieten
In zwölf Levels arbeitet ihr euch mit purer Waffengewalt durch die Gegnerscharen. Die ersten Level führen euch durch südamerikanische Tempelanlagen, wobei, wie auch in den späteren Leveln, deutlich mehr umfangreiche Außenareale auf euch warten. Weiter geht die Reise dann ins alte Persien und schlussendlich in finstere osteuropäische Dörfer und Kirchen, sowie Eis- und Lavawelten. Die Level selbst sind linear gehalten, was dem gradlinigen Gameplay entspricht. Hier und da gibt es geheime Räume oder Stellen, an denen ein gezielter Schuss ein Power-Up freischaltet. Wer aufmerksam die Umgebung begutachtet und nicht davor zurückscheut, auch mal Munition für zunächst unsinnig erscheinende Umgebungszerstörung zu opfern, wird schnell in den Genuss der zusätzlichen Goodies kommen. Am Ende bestimmter Abschnitte wartet ein heftiger Endgegner auf euch, der zum einen kräftig einstecken kann, zum anderen immer von Monsterscharen unterstützt wird. Um Ausgänge zum jeweils nächsten Abschnitt des Levels zu öffnen, dürft ihr zahlreiche Schalterrätsel lösen und diverse Gegenstände einsammeln und platzieren. Beides nicht sehr anspruchsvoll, bietet aber wenigstens etwas Abwechslung im Baller-Alltag.

Serious Sam: The Second Encounter
Ich mag mein Monster gut durchgebraten.

Interessanter sind da vom Aufbau her schon einige der Abschnitte. Räume mit Trampolin-Boden, wo ihr und eure Gegner euch meist irgendwo in der Luft befindet, zahlreiche Fallen, die umgangen werden wollen, rotierende Tunnel und ähnliche Scherze wie Jump'n'Run-lastige Passagen sorgen für munteren Arcade-Spaß, bei dem man sich manchmal in gute alte Spielhallenzeiten, nur mit modernem Outfit, zurückversetzt fühlt. Auch der Humor kommt oftmals nicht zu kurz, speziell die versteckten Locations sorgen für Lacher, wenn ihr einen im Schornstein steckengebliebenen Weihnachtsmann per Raketenwerfer befreit oder auf einem Friedhof Monster mit den übergroßen Köpfen der Entwickler aus dem Grab hopsen.

Waffen und Power-Ups
Gespielt wird, wie schon im ersten Teil, in bester Shooter-Manier, wahlweise aus First- oder Third-Person-Perspektive, wobei erstere am empfehlenswertesten ist. Zur Gegner-Massenvernichtung stehen Sam 14 Waffen zur Verfügung. Das reicht vom Colt über die Schrotflinte und MP bis hin zu schwerem Gerät wie Raketenwerfer, Chaingun oder Laser. Neue Waffen sind allerdings nur spärlich vertreten, bis auf Flammenwerfer, Sniper und Kettensäge ist nichts Neues dabei. Die Waffen selber findet ihr direkt in den Levels, ebenso wie die passende Munition. Wie im ganzen Spiel, wird bei den Waffen Realismus eher kleingeschrieben, so gibt es kein Verreißen, das Nachladen geht ratzfatz und auch die Sounds sind eher Mittelklasse.

Serious Sam: The Second Encounter
Wer will, darf auch Bäume und anderes zerschießen.

Da natürlich Freund Sam auch des häufigeren Treffer einstecken muss, gibt es Rüstung, Medipacks und Heiltränke als Power-Ups. Hinzu kommen geflügelte Schuhe für mehr Tempo, verbesserte Trefferstärke, Unverwundbarkeit und andere Goodies, die euch den Kampf gegen die Horden etwas erleichtern. Solltet ihr dennoch das Zeitliche segnen, habt ihr die Möglichkeit, jederzeit auf automatisch gespeicherte Spielstände zurückzugreifen. Zusätzlich könnt ihr jederzeit selber einen Spielstand sichern oder auch Quicksaves durchführen.

 

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