Test - Shovel Knight: Specter of Torment : Bis zum Rage-Quit

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Nachdem mit Plague of Shadows zwar einige spielerische Änderungen in Shovel Knight eingeführt worden waren, vernachlässigte Entwicklerstudio Yacht Club Games die narrative Ebene und bot wenig neue Story. Dieses Problems nehmen sich die Jungs und Mädels mit Specter of Torment an und liefern die Vorgeschichte zur Handlung aus dem Hautspiel. Wir haben den Switch-exklusiven DLC gespielt und sind begeistert – trotz eines sehr großen Mankos.

Anstatt die einzelnen Level auf einer Weltkarte anzuwählen, könnt ihr dieses Mal in Mega-Man-Manier direkt von Beginn in jede Stage springen und so euren eigenen Weg durch die einzelnen Level gestalten. Je nachdem, wie gut ihr ausgerüstet seid, sind die Level mal schwerer und mal leichter. Es geht zurück in die bekannten Level und gegen die Ritter, die ihr bereits kennt.

Dasselbe Erlebnis ist Specter of Torment jedoch nicht. Auch wenn die einzelnen Themen der Level gleich sind, erwarten euch neue Abschnitte, die vor allem auf die neuen Mechaniken zurückgreifen, die Specter Knight mit sich bringt. Zum einen kann er für kurze Zeit an Wänden hinauflaufen und sich daraufhin von ihnen abstoßen, zum anderen kann er seine Sense nutzen, um mithilfe eines Boosts Gegner aufzuschlitzen. Dieser Boost stellt eine der Hauptmechaniken eurer Fortbewegung dar. Ihr schlitzt euch von Gegner zu Gegner und kommt so in einen wunderschönen Rhythmus, durch den ihr mit Leichtigkeit schwere Passagen meistert.

Das Leveldesign ist wie immer hervorragend. Jedes Level bietet euch die Möglichkeit, wie ein heißes Messer durch Butter zu gleiten und ein unglaublich hohes Tempo aufzubauen. In einigen Leveln sind die Sprungpassagen richtig schwer. Umso belohnender ist es jedoch, wenn sie endlich hinter einem liegen. Wie von der Serie gewohnt ist Specter of Torment kein Jump ’n’ Run für schwache Nerven. Sprünge erfordern eine unglaublich hohe Präzision, dazu müsst ihr innerhalb von Sekundenbruchteilen die richtigen Entscheidungen treffen.

Die Musik und die grafische Präsentation ist wie immer perfekt, sollte man Fan der Retro-Optik sein. Einzig ein Bug, der verhindert, den letzten Boss zu besiegen, trübt aktuell den Spaß an Specter of Torment. Zwar seien nicht alle Switch-Konsolen davon betroffen und man arbeite an einem Patch, wir konnten jedoch bisher die letzte Szene des Spiels noch nicht sehen. Unsere Switch beendet immer das Spiel, nachdem wir den finalen Boss zum letzten Mal getroffen haben.

Greift zu, wenn...

... ihr bereits das Hauptspiel mochtet oder ihr auf knifflige Jump ’n’ Runs der 8-Bit-Ära steht.

Spart es euch, wenn...

... ihr Retrografik nicht leiden könnt und schnell frustriert seid von schweren Passagen.

Fazit

Robin Rottmann - Portraitvon Robin Rottmann
Gut wie immer

Specter of Torment macht da weiter, wo die bisherigen Inhalte des Schaufelritters aufgehört haben. Erneut ist das Leveldesign der Star des Spiels, dazu kommen die tolle Präsentation und der Humor. Da der DLC ungefähr genau so lang ist wie das Hauptspiel, hatte ich sehr großen Spaß, zumal mein erster Durchlauf mit Shovel Knight nun schon drei Jahre zurückliegt.

Specter of Torment funktioniert als stationärer Konsolentitel wie auch als Mobile-Titel unterwegs in Straßenbahn und Co. Mit rund fünf Stunden Spielzeit wurde ich lange genug unterhalten. Jetzt werde mich daranmachen, sämtliche Geheimnisse aufzudecken und alle Münzen zu sammeln. Der Bug mit der letzten Endsequenz ist jedoch sehr ärgerlich. Ich hoffe, dass Yacht Club Games für dieses Problem bald eine Lösung liefert.

Überblick

Pro

  • grandioses Leveldesign
  • unterhaltsamer Soundtrack
  • viel Humor und Anspielungen auf andere Titel
  • geringe Einstiegshürde
  • über 5 Stunden Spielzeit
  • sehr direkte Steuerung

Contra

  • einige Abschnitte sehr schwer
  • Items im späten Spielverlauf etwas zu stark
  • letzte Endsequenz führt zum Spielabsturz
  • wenig neue Ideen

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