Test - Silent Hill: Origins : The horror, the horror

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Spieglein, Spieglein an der Wand

Doch nicht nur einige Charaktere sind bekannt, sondern auch ein besonders gruseliger Ort ist wieder dabei: ein Krankenhaus. Dieses ließ uns schon in früheren Episoden erschaudern und ist nun wieder mit Spukgestalten gefüllt – inklusive der bizarren Krankenschwester-Bestien. Außerdem werden wir in ’Silent Hill: Origins’ auf die bekannten Zwangsjacken-Monster treffen, alle anderen Gegner sind neu. Der Pyramiden-Schädel taucht nicht auf, ihr müsst euch aber vier anderen Grauen erregenden Bossgegnern stellen. Das Krankenhaus ist im Übrigen deshalb ein beliebtes Motiv von ’Silent Hill’, weil das normalerweise ein Ort ist, wo man hingeht, wenn man krank ist und Hilfe benötigt. Zugleich ist es ein Gebäude, das nicht sonderlich angenehm ist, wo man nicht lange sein wird und wo der Tod kein seltener Gast ist. In diesem Spannungsfeld entfaltet sich der Horror besonders gut, zumal in einem Spital viele Dinge existieren, welche den Menschen Schmerzen zufügen können. Überhaupt spielt ’Silent Hill: Origins’ wie schon seine Vorgänger mit den Abgründen und Ängsten der menschlichen Seele. So haben alle bizarren Kreaturen auf die eine oder andere Weise eine Verbindung zum Helden Travis.

Nicht nur die Monster sind ein Spiegel für Travis, sondern auch echte Spiegel spielen eine wichtige Rolle in der Handlung. In einem Spiegel sieht Travis zum ersten Mal Alessa. Berührt unser Hauptprotagonist die Fläche der Spiegel, wechselt er von der ohnehin schon düsteren Welt von Silent Hill in die schreckliche, kranke Rostwelt, die mit ihrem fleischig-faulig-metallenem Design voller Kadaver, Monster und Rost (oder doch Blut?) an eine gehirnverdrehte Hölle erinnert. Um das Geheimnis von Silent Hill zu ergründen, muss Travis mittels der Spiegel zwischen den beiden Welten hin und her reisen. Ihr löst so diverse Rätsel und umgeht zahlreiche Hindernisse. Das Kampfsystem orientiert sich zwar weitgehend an demjenigen der Vorgänger, allerdings gibt es nun viel mehr Waffen. Tatsächlich könnt ihr zahlreiche Gegenstände der Umgebung als Waffen einsetzen, kleinere Objekte lassen sich sogar auf die Feinde werfen. Allerdings besitzt jede Waffe Energie und geht nach einiger Zeit zu Bruch. Ihr seid also gezwungen, immer mal wieder umzudenken, um eine neue Waffe zu suchen. Wer ’Silent Hill: Origins’ durchspielen will, braucht etwa zehn bis fünfzehn Stunden, danach warten noch einige freispielbare Geheimnisse sowie zwei weitere Story-Enden auf den Spieler. Möglicherweise wird es eine inhaltliche Verbindung zu ’Silent Hill 5’ geben, eine PS3-PSP-Connection, um beispielsweise Extras freizuschalten, wird es aber wohl nicht geben, obwohl der Produzent William Oertel dies für eine sehr gute Idee hält. Mehr über ’Silent Hill 5’ wollte er aber nicht verraten. Kein Wunder, schließlich lebt ’Silent Hill’ von den Geheimnissen, die den unheimlichen Ort gleichsam wie dichter Nebel umgeben.

Fazit

von David Stöckli
Es ist nicht ganz einfach, auf einem Handheld ein so atmosphärisches Gruselspiel wie ’Silent Hill’ zu realiseren. Der Entwickler empfiehlt dann auch, ’Silent Hill: Origins’ eher zu Hause im Dunkeln zu zocken. Das mag für eine mobile Konsole etwas seltsam sein, an der potenziellen Qualität des PSP-Spiels ändert dies aber nichts. Wir sind schon gespannt, ob der neue Horror-Trip sowohl spielerisch als auch storybezogen an die Klasse von ’Silent Hill 2’ herankommt. Wir werden es euch zu gegebener Zeit im Review verraten.

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