Special - SingStar: Die Toten Hosen - Interview mit den Toten Hosen : SingStar: Die Toten Hosen - Interview mit den Toten Hosen

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Wochenlange Verhandlungen mit dem Management, zittern bis zur letzten Minute, Unklarheiten noch während der letzten Vorbereitungen – wenn die Organisation eines Interviews so schwierig ist, dann muss es sich um große Stars handeln. Und tatsächlich stellten sich die Bandmitglieder eines der traditionsreichsten und beliebtesten deutschen Acts, Die Toten Hosen, unseren Fragen. Im Zuge der Games Convention war die Band rund um Frontmann Campino anwesend, um über ein neues ’SingStar’ zu plaudern. Denn mit ’SingStar: Die Toten Hosen’ erscheint in Kürze eine Scheibe der erfolgreichen Karaoke-Reihe, die sich komplett auf die größten Hits der Kult-Punkrocker konzentriert. Was die Band zu dem PS2-Titel und zu anderem zu sagen hat, lest ihr im folgenden Interview.

Gameswelt: Die Toten Hosen sind die erste Band, denen ein eigenes ’SingStar’ gewidmet wird. Wie kam es zu dieser doch recht speziellen Zusammenarbeit?

Die Toten Hosen: Na ja, es gab ja schon früher einige ’SingStar’-Compilations mit einzelnen Liedern von uns drauf. Sony hatte uns da schon gefragt, ob wir da unsere Songs beisteuern würden. Wir haben uns das dann natürlich angeguckt, selber ausprobiert und vor allem viel sehr positives Feedback von Leuten erhalten, die wir kennen und denen es viel Spaß gemacht hat. Es war eine erstaunliche Bandbreite an Altersgruppen, was man so gar nicht denkt. Sony hatte dann gefragt, ob wir uns vorstellen können, ein eigenes Spiel zu machen. Das konnten wir uns sehr gut vorstellen. Wir haben dann gemeinsam ausgesucht, welche Lieder da drauf sollen. Schwierig war das nicht, da es nur zu den Klassikern entsprechende Videos gab, die man für so ein Spiel aus technischen Gründen benötigt. Kompliziert war das von dem her nicht.

GW: Spielt ihr auch selber ab und zu mit Konsolen oder am PC?

DTH: Wir sind nicht die klassischen Videospieler, aber ’SingStar’ ist ja auch kein klassisches Videospiel. Du singst in dem Spiel ja tatsächlich, es ist wie Karaoke. Das ist nicht das, was man sich unter einem klassischen Videospiel überhaupt vorstellt.

Der Spaß fängt ja erst dann an, wenn du es zu mehreren machst. In einer Party-Situation

Das Gute daran ist, wir finden es selber total klasse. Als uns Sony das erstmals vorgestellt hat und wir eine erste Version ausprobieren konnten, haben wir es ernsthaft und ausführlich gespielt und uns heillos gestritten, weil Campino immer gegen Kuddel verloren hat. Er konnte es nicht glauben, das konnte doch gar nicht sein. Er glaubte, die Programmierer in Japan oder England hätten irgendwas falsch gemacht. Wir haben es also selber ausprobiert und es ernsthaft gespielt. Ernsthaft, also so, dass wir einen Riesenspaß hatten.

Es ist schon so, dass wir im Tourbus eine PlayStation haben und wenn es lange dauert, wird da auch mal gespielt, aber der richtige Vielspieler ist eigentlich nur Kuddel.

Das ist aber auch nicht wichtig, man kann, muss aber kein erfahrener Videospieler für ’SingStar’ sein. Man hat mit ’SingStar’ Spaß, auch wenn man gar nichts mit Videospielen am Hut hat.

GW: Die Toten Hosen haben als Punkrock-Stars also nichts gegen Karaoke-Partys?

DTH: Nein, ganz im Gegenteil: Es ist schon so, dass Karaoke, als es zum ersten Mal in Europa aufkam, erst mal ein Witz war. Man hat beim Singen mehr die Sachen verarscht, wenn man etwa Elvis schlecht gesungen hat. Wir haben dann später jemanden kennen gelernt, der machte so Punk-Karaoke mit einer Karaoke-Maschine. Der hat uns das dann vorgespielt, wir haben es selbst versucht und es hat uns riesig Spaß gemacht. Das schließt sich also überhaupt nicht aus. Das ist ja auch die Grundidee von Karaoke: Man muss kein Musiker sein, man darf einfach auf der Bühne stehen und schlecht singen, von dem her sehe ich da überhaupt kein Problem.

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