Test - SingStar: Legends : SingStar: Legends

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Aktuell bringt Sony fast im Monatsrhythmus eine neue Scheibe der beliebten Karaoke-Reihe 'SingStar' auf den Markt, und so dringen einmal mehr Gesangsarien des Testers durch die Redaktionsräume. Die ’Legends’-Ausgabe verspricht besonders legendäre Hits und einen größeren Umfang als die kürzlich erschienen Discs. Ein Karaoke-Pflichtkauf?

What a wonderful world

Da soll sich noch jemand beschweren, Electronic Arts würde es mit seinen jährlichen Updates diverser Sportserien übertreiben. Aktuell bringt Sony fast im Monatsrhythmus eine neue Scheibe der beliebten Karaoke-Reihe 'SingStar' auf den Markt. Während jedoch die vergangenen beiden Episoden durch eine sowohl qualitativ als auch quantitativ magere Auswahl an Musikstücken negativ auffielen, verspricht 'Legends' durch die Bank Jahrhundert-Hits und hält das Versprechen auch fast.

So hat Sony die Liedanzahl wieder aufgestockt und ihr könnt aus der gewohnten Menge von dreißig Musikstücken eure Lieblinge auswählen. Wer sich gar nicht entscheiden kann, darf zudem aus sechs Medleys wählen. Hier schneidet das Programm selbstständig diverse Teilstücke der verschiedenen Lieder zu einem Gesamtlied zusammen. Sein Lieblingslied auszusuchen, fällt dabei wirklich schwer, da mit Ausnahme von ein bis zwei Stücken fast alle Songs den Titel 'Legends' wirklich verdient haben. So darf man zur Nirvanas 'Smells like Teen Spirit' so lange grölen, bis die Nachbarn an die Wand klopfen, mit Johnny Cash durch den 'Ring of Fire' fallen oder aber mit Sam Cooke eine 'Wonderful World' besingen. Neben den durch die Bank hervorragenden internationalen Hits finden sich auf der für den deutschen Markt angepassten Scheibe auch wieder einige deutschsprachige Lieder. Ob die Söhne Mannheims oder die Toten Hosen auf eine Stufe mit Madonna oder The Police zu setzen sind, muss jeder für sich selbst entscheiden, stimmlich anspruchsvolle Lieder wie 'Geh davon aus' sorgen jedoch dafür, dass bei 'Legends' mehr denn je sowohl Freizeitsänger als auch Stimmwunder auf ihre Kosten kommen werden.

Olle Kamellen

Dabei wird eure Gesangskunst am Ende eines jeden Liedes erneut über die im Bundel oder separat erhältlichen Mikrophone bewertet. Wer die jeweilige Tonhöhe möglichst genau trifft, erhält Punkte für die Endabrechnung, wobei eine Bildschirmanzeige angibt, ob ihr gerade zu hoch oder zu tief trällert. Damit auch Nachwuchssänger mit dem Gesangstalent eines Dieter Bohlen Erfolgserlebnisse feiern können, bietet das Spiel auch dieses Mal drei verschiedene Schwierigkeitsstufen.

Doch wenngleich die Gesangsbewertung nett für heimliche Übungssessions in den eigenen vier Wänden ist, macht auch 'Legends' erst in geselliger Runde richtig Spaß. Dabei können bis zu acht Nachwuchssuperstars in zwei Gruppen gegeneinander antreten. Diverse Modi sorgen für Abwechslung. Diese waren jedoch in dieser Form schon in den Vorgängern zu sehen. Wer sich also spielerisch neue Akzente oder weitere Spielmodi von 'Legends' erhofft, wird einmal mehr enttäuscht werden. Zudem zeichnet sich weiterhin ein Rückgang in Sachen Präsentation ab. Ein amüsant geschnittenes Intro wie bei den ersten 'SingStar'-Episoden fehlt auch bei 'Legends'. Dafür gibt es übersichtliche, wenn auch sterile Menüs.

Fazit

von Sven Mittag
Glückwunsch an Sony: 'Legends' macht seinem Namen alle Ehre und präsentiert durchweg herausragende Karaoke-Kost. Nach den eher enttäuschenden Updates der Vergangenheit sollten Party-Sänger bei der aktuellen 'SingStar'-Episode zwingend zugreifen.

Überblick

Pro

  • bis dato gelungenste Musikauswahl
  • breit gefächerter Schwierigkeitsgrad
  • bewährter Multiplayer-Spaß

Contra

  • für Solo-Sänger schnell dröge
  • keinerlei Neuerung
  • schwache Präsentation

Wertung

  • PS2
    84
    %

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