Preview - Smoke and Sacrifice : Rauchzeichen aus der Unterwelt

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Das eigene Kind zu verlieren, muss so ziemlich das Schlimmste sein, was einem passieren kann. Genau dazu wird die junge Mutter Sachi gezwungen: Die Tradition ihres Dorfes verlangt, dass der Erstgeborene den Göttern geopfert wird. Es ist ein grausames Ritual.

Entsprechend widerwillig gibt Sachi ihren Sohn Lio her. Im Beisein düster anmutender Priester verschwindet das Baby auf einer Apparatur, die an einen Teleporter erinnert. Sachi ist unendlich traurig und sicher, ihren Sohn nie mehr wiederzusehen.

Sieben lange Jahre vergehen. Sachi arbeitet auf den Feldern ihres Dorfes, immer noch voller Kummer über den großen Verlust. Doch dann erfährt sie von einer mysteriösen Gestalt, dass ihr kleiner Junge gar nicht tot ist, sondern sich nur an einem anderen Ort befindet: der Unterwelt. Entschlossen, sich ihr Kind zurückzuholen, aktiviert Sachi die diabolische Teleportationsmaschine erneut und macht sich auf die Suche nach ihrem Kind.

Vorsicht vor dem Rauch

Der Einstieg lässt es schon erahnen: Smoke and Sacrifice ist ein düsteres Spiel. Das spiegelt sich nicht nur in der Thematik wider, sondern auch im grafischen Stil. Solar Sail Games verbindet Steampunk-Elemente mit zweidimensionalen Comic-Charakteren in einer 3-D-Welt mit dunkler Farbgebung. Spielerisch versteht sich Smoke and Sacrifice als Action-RPG, das jedoch kräftig mit Survival-Komponenten gewürzt wurde.

Anfangs besitzt Sachi nicht mehr als die Kleidung an ihrem Körper. Zunächst gilt es, sich einen Schutz vor dem regelmäßig wiederkehrenden giftigen Rauch der Unterwelt herzustellen – eine Uhr in der rechten oberen Bildschirmecke verrät, wann es wieder so weit ist. Mit gesammelten Materialien wie Früchten, Holz und leuchtenden Käfern baut ihr eine Art Laterne, die das Gift vertreibt. Jedoch müsst ihr stets darauf achten, dass das Leuchten nicht aufhört. Auch geht die Laterne durch häufige Benutzung kaputt, daher stehen regelmäßig Reparaturen an. Dafür wiederum braucht ihr Materialien, die sich im begrenzten Inventar ansammeln.

So lernt Sachi nach und nach, verschiedene Waffen, Bomben und Rüstungen mit speziellen Resistenzen herzustellen. Die Voraussetzung dafür sind aber entsprechende Anleitungen und Rezepte, die überall in der Welt gefunden werden können oder als Belohnung für eine abgeschlossene Quest dienen. Denn erst wenn Sachi beispielsweise das richtige Schuhwerk unter ihre Füße geschnallt hat, kann sie durch schneebedeckte Gebiete laufen. Allerdings könnt ihr nicht alles unterwegs basteln, sondern müsst zur Fertigung mancher Gegenstände eine Werkbank aufsuchen.

Nach und nach kommen immer neue Elemente dazu. Schon nach einer guten Spielstunde müsst ihr auf einiges achten: Habt ihr genug Ressourcen für die Laterne dabei? Hält eure Keule noch zwei weitere Hiebe aus? Reicht der Vorrat an lebensspendender Energie für den bevorstehenden Kampf gegen ein aggressives Riesenwildschwein? Solchen Bossen begegnet ihr in der zusammenhängenden Welt regelmäßig. An Standardgegnern mangelt es sowieso nicht: Jede Menge tierische und magische Feinde stellen sich der Mutter auf ihrer Rettungsmission in den Weg.

Kampf, Sammeln und Crafting sind simpel, aber vielfältig. Es liegt an euch, ob ihr vorbereitet loszieht oder euch allein auf das Geschick im Kampf verlasst. Auf ein klassisches Levelsystem wird verzichtet, stattdessen stehen eure Werte im direkten Zusammenhang mit der Qualität und Beschaffenheit eurer Bewaffnung und Rüstung.

Anfangs scheint sich die Geschichte allein um Sachi und Sohn Lio zu drehen, später soll der Bogen größer gespannt werden und beispielsweise auch ökologische Themen behandeln. So scheint es einen direkten Zusammenhang zwischen dem giftigen Rauch in der Unterwelt und dem Leben auf der Erdoberfläche zu geben …

Smoke and Sacrifice - Announcement Trailer
Mit Smoke and Sacrifice wurde ein neues Survival-RPG für PC, PS4, Xbox One und Switch offiziell angekündigt.

Ein umfangreiches Abenteuer?

Trotz des Survival-Einschlags gibt sich Smoke and Sacrifice gnädig: Es wird regelmäßig an Terminals gespeichert, die an sicheren Orten wie kleinen Behausungen oder Dörfern stehen. Dort finden sich außerdem Röhren, mit denen ihr an weiter entfernte Orte gelangt – so geht Schnellreise in der Welt von Smoke and Sacrifice. Zahlreiche Haupt- und optionale Nebenmissionen sollen euch ungefähr 50 Stunden lang beschäftigen. Ob Sachi ihren Jungen am Ende wieder in die Arme schließen kann, sollen wir noch im Jahresverlauf herausfinden können. Dann erscheint Smoke and Sacrifice für PlayStation 4, Xbox One, Switch und PC.

Die von uns gespielte PC-Fassung machte einen technisch wie spielerisch ausgereiften Eindruck. Die Steuerung war schnell verstanden, auch Crafting und Inventarmanagement gingen problemlos von der Hand. Skeptisch sind wir bezüglich Umfang und Abwechslung: Bereits in den ersten zwei Stunden standen viele Wiederholungen gerade hinsichtlich Sammeln, Bauen sowie Reparieren auf dem Spielplan. Hier braucht es auf jeden Fall Abwechslung und regelmäßig frische Elemente, damit die Rettungsmission ebenso motivierend wie spannend bleibt.

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