Special - Open-World-Survival-Games : Das ewig unfertige Hype-Genre

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In die Wildnis zu ziehen und mit der notdürftigsten Ausrüstung zu überleben versuchen, das kann ganz schön ins Auge gehen. Glücklicherweise muss man mittlerweile gar nicht mehr raus in die Natur. Videospiele bieten die verschiedensten Szenarien, in denen man seine Überlebensfähigkeiten auf die Probe stellen kann. Das ist reizvoll und macht Spaß. Trotzdem wäre es cool, wenn zumindest irgendein Vertreter aus diesem Genre mal fertigwerden würde, findet Kuro.

Ein kurzer Blick in den Steam-Katalog genügt: DayZ befindet sich im Early-Access-Status, H1Z1 befindet sich im Early-Access-Status, 7 Days to Die befindet sich im Early-Access-Status, The Forest befindet sich im Early-Access-Status, Rust befindet sich im Early-Access-Status, The Long Dark befindet sich im Early-Access-Status, ARK: Survival Evolved befindet sich im Early-Access-Status, Astroneer befindet sich im Early-Access-Status, Hellion befindet sich im Early-Access-Status und – welche Überraschung – Conan: Exiles ebenfalls.

Zugegebenermaßen erblickten ein, zwei Spiele in dieser Aufzählung erst vor kurzem das Licht der Welt, aber dennoch: Ich habe so langsam die Nase voll. Ich mag das Prinzip der Survival-Spiele in offenen Welten, gerade wenn eine gut ausgearbeitete Multiplayer-Komponente noch ordentlich Würze in den Gameplay-Mix wirft, doch ich habe keine Lust mehr, mich mit unfertigen Werken auseinander zu setzen.

Beliebtes Genre, doch kaum ein Spiel ist fertig

Es wäre ja vielleicht noch hinnehmbar, wenn man wenigstens absehen könnte, wann die Early-Access-Phase ein Ende findet. Pustekuchen. Man darf sogar bei älteren Vertretern wie DayZ anzweifeln, ob jemals mit der Fertigstellung zu rechnen ist. Dean Hall, der einstige kreative Kopf hinter dem Titel, widmet sich schon seit geraumer Zeit anderen Dingen. Das Spiel selbst bekommt mal neue Features, mal werden andere Elemente zeitweise rausgenommen. Richtiger Fortschritt sieht anders aus.

Hall selbst erklärte Anfang des Jahres auf Twitter, dass bei Spielen, die durch die Early-Access-Phase gehen, keinerlei Kontrollinstanzen seitens eines Publishers wirken. Oftmals ist es nämlich so, dass Publisher während eines Projekts weitere Finanzspritzen lockermachen, wenn Meilensteine erreicht werden. Seiner Meinung nach sei das ein Problem. Vielleicht hat er sogar recht, auch wenn er damit natürlich auch Selbstkritik übt. Können die Spieler anstelle der Publisher den Entwicklern auf die Finger hauen? Ich glaube nicht. Man leistet seinen Beitrag (in Form von Geld) und kann dann eigentlich nur auf das Beste hoffen.

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Ist der Hype schon wieder vorbei?

Anscheinend reicht es im Suvival-Genre fürs erste, Spieler in einer lebensfeindlichen Umgebung auszusetzen, ihnen ein paar Werkzeuge in die Hand zu drücken und sie dann machen zu lassen. Was danach passiert, kann man ja immer noch entscheiden. Ich habe da keine Lust mehr drauf. Natürlich würde ich gerne mit Freunden ein paar Runden DayZ oder Konsorten zocken, aber wenn selbst die mir nicht genau darlegen können, warum sie eigentlich das Spiel spielen und auch nicht mal wirklich Spaß dabei empfinden, dann ist alles gesagt.

Es macht für mich den Eindruck, als befinde sich das Genre auf dem absteigenden Ast, bevor es überhaupt sein ganzes Potenzial zeigen konnte. Ich würde mich nicht wundern, wenn in ein paar Jahren niemand mehr über Survival-Games spricht. Schließlich gibt es mit den ganzen Battle-Royal-Ablegern schon wieder eine neue Sparte, die sich ins Rampenlicht durchboxt.

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