Preview - Space Hulk: Deathwing : Mächtig düster

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Im Rahmen von Focus' Line-up-Event in München wurde uns Space Hulk: Deathwing präsentiert. Wir haben mit den Entwicklern über den kommenden First-Person-Shooter gesprochen und viele Informationen aus ihnen herausgekitzelt.

Das Universum von Warhammer 40.000 besticht durch seine starken und wuchtigen Figuren, die in riesige Rüstungen eingepackt sind. Die Space Marine Terminators, eine menschliche Eliteeinheit, sorgen in Space Hulk für Schutz vor den Symbionten, einer feindlichen Alien-Rasse. Genau hier setzt Deathwing an. Ihr spielt einen Space Marine, der zusammen mit einer Kompanie Soldaten gegen die feindlichen Aliens antritt – schwer bewaffnet, versteht sich. Weitere Details zur Geschichte wurden uns noch nicht verraten.

Die Präsentation des Spiels ist sehr düster und atmosphärisch. Der Vorschaulevel spielt auf einer Raumstation, die nur spärlich ausgeleuchtet ist. Mit einer Taschenlampe, die an unserer Rüstung befestigt ist, leuchten wir langsam dunkle Stellen des Raumes aus. Der Stil der Raumstation erinnert an Szenen aus Doom 3. Immer wieder finden wir uns in verwinkelten Räumen wieder, die durch große, dampfende Rohre oder Ketten von Maschinerien noch erdrückender wirken.

Nichts für Klaustrophobiker

Im Gespräch verraten uns die Entwickler, dass sie mit dem Gefühl der Enge spielen wollen. Immer wieder sollen Spieler durch enge, verwinkelte Räume eingeschüchtert werden. Bewusst folgen auf große und unübersichtliche Abschnitte sehr kleine und dunkle Gänge. Beim Zuschauen stellt sich bereits ein Gefühl der Enge ein. Wenn nun auch noch Alien-Horden von vorne und hinten auf einen zustürmen, macht sich schnell Panik breit.

Zwar ist unser Space Marine mit Waffen wie einem Maschinengewehr und einem Flammenwerfer ausgerüstet, dennoch ist es ein ungewohntes Gefühl, nicht nach rechts oder links ausweichen zu können. In engen Gängen heißt es: Augen zu und durch. Das klingt zunächst monoton, durch die eingeschränkte Sicht aufgrund der Dunkelheit und immer mehr aufgescheuchte Alien-Gruppen hat das aber seinen Reiz. Dazu erfordert das Spielen einiges an taktischem Geschick. So kann der Flammenwerfer beispielsweise genutzt werden, um ganze Wände in Brand zu stecken, damit die Aliens nicht näher an einen herankommen.

Gruppendynamik

Ihr zieht nicht alleine in den Kampf, sondern habt eine Gruppe Soldaten im Schlepptau. In der Solokampagne rüstet ihr eure Mitstreiter einzeln über euer Inventar mit Waffen und Rüstungen aus. Außerdem unterscheiden sich eure Gruppenmitglieder in ihren Fähigkeiten. Der Medic zum Beispiel bringt eure Mitstreiter gesundheitlich wieder auf Vordermann. Ein anderer Soldat ist stärker gepanzert und dient euch als Schutzschild gegen große Gegnerwellen.

Space Hulk: Deathwing - Rise of the Terminators Trailer
Unter dem Titel "Rise of the Terminators" zeigt euch Focus Home hier einen neuen Trailer zu Space Hulk: Deathwing.

In der Multiplayer-Kampagne zieht ihr mit bis zu drei Freunden gegen die Symbionten in die Schlacht. Hier soll die Aufgabenaufteilung aber anders aussehen als im Solopart. Leider haben uns die Entwickler von Cyanide dazu noch keine weiteren Details verraten. Wegen der engen Räume können wir uns eine spannende Koopvariante vorstellen, gesehen haben wir sie aber noch nicht.

Variationen über Variationen

Ein Levelsystem wie in einem klassischen Rollenspiel ermöglicht es euch, eure Soldaten und die Gruppe ganz nach euren Wünschen anzupassen. Das ist auch vonnöten, da die KI der Gegner euren Spielstil analysiert und so versucht, eure Angriffe zu kontern. Laut Entwickler wird jeder Spieldurchgang ein neues Erlebnis sein. Eine New-Game-Plus-Funktion sei daher nicht geplant. Das ist schade, da uns gleichzeitig mitgeteilt wurde, dass nicht alle Talente im Charaktersystem in einem Durchgang freigeschaltet werden können. Ferner sollen vier Schwierigkeitsstufen zur Verfügung stehen.

Space Hulk: Deathwing nimmt keine Rücksicht auf sanfte Gemüter. Es wird geschnetzelt und geschlachtet, dass die abgetrennten Alien-Gliedmaßen nur so durch die Luft fliegen. Der Sound klang bereits in der Präsentation sehr deftig - vor allem dank des aufgedrehten Subwoofers. Die Bewegung der Hauptfigur wirkt so wuchtig, dass man durch das angestrengte Kopfwanken in der Egoperspektive nahezu fühlt, wie massiv die eigene Panzerung ist. Im vierten Quartal dieses Jahres sollt ihr in Space Hulk: Deathwing auf dem PC, der PlayStation 4 und der Xbox One gegen die Alien-Plage antreten können.

Fazit

Robin Rottmann - Portraitvon Robin Rottmann
Das könnte was werden!

Bevor die Präsentation zu Space Hulk: Deathwing begann, hatte ich den Shooter noch nicht auf dem Radar. Das hat sich nach diesem ersten Eindruck aber gehörig geändert. Die dreckige und dunkle Stimmung formt zusammen mit dem doch ziemlich derben Gewaltgrad eine Action-Einheit, die mich schon in der Vorschausitzung gefesselt hat. Natürlich bleibt abzuwarten, ob sich die KI der Gegner wirklich eurem Spielstil anpasst, ob das Levelsystem die Spielfigur nicht zu schnell überpowert und die düstere Stimmung auf lange Zeit nicht zu ermüdend wirkt. Mein erster Eindruck ist jedoch positiv. Ein Spiel mehr, auf das ich mich dieses Jahr freue.

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