Test - Space Invaders: Invasion Day : Space Invaders: Invasion Day

  • PS2
Von Kommentieren

1978 erschien mit 'Space Invaders' eines der bekanntesten Videospiele aller Zeiten. Ziel des Uralt-Klassikers ist es, eine angreifende Armee von Aliens abzuschießen. Seit dieser Zeit wimmelt es nur so von freien und kommerziellen Neuauflagen. Pünktlich zum 25. Jahrestag erscheint mit 'Space Invaders: Invasion Day' eine interessante Wiederbelebung des Titels.

Die Außerirdischen kommen…
Wieder einmal greifen Außerirdische eine Stadt an, wobei sämtliche Einwohner getötet werden. Innerhalb weniger Minuten ist die Zerstörung perfekt. Die Stadt wird von den Behörden abgeriegelt und alle Einwohner für tot erklärt. Doch wie so oft gibt es Überlebende. Drei tragische Hauptfiguren schicken sich an, die Invasion zu stoppen. Dies ist Bestandteil des Geschichts-Modus. Nach Wahl einer der drei Figuren gilt es nach altbewährtem Spielprinzip, sechs verschiedene Levels zu durchschreiten. Diese bestehen aus normalen Kämpfen plus Endgegner. Eure Figur befindet sich am unteren Bildschirmrand. Vom oberen bewegen sich langsam aber sicher verschiedene Aliens auf euch zu, die ihr möglichst früh abschießen solltet. Hierfür stehen euch verschiedene Waffen zur Verfügung. Jede Hauptfigur besitzt eine eigene Standardwaffe, Bomben sowie individuelle Superwaffen. Während die Standardwaffe unendlich Munition vorweist, sind die anderen von der Anzahl begrenzt und deren Einsatz sollte möglichst sinnvoll getätigt werden. Wie im Original auch gibt es Möglichkeiten, während der Schlacht an neue Munition für die Sonderwaffen zu gelangen. Entweder schießt ihr ein kleines Raumschiff ab, das sich von Zeit zu Zeit im Kampfgeschehen zeigt, oder ihr platziert gut getimte Schüsse auf die Gegner, die dann ein Bonus-Item hinterlassen. Ebenfalls möglich ist die Zerstörung einiger Tonnen oder anderer Objekten (im Klassiker waren es Bunker), die euch gleichzeitig etwas Schutz vor den Gegner liefern. Weitere Bonus-Items, neben der Munition, sind Geschwindigkeitssteigerung, Zeit-Stopp, Steigerung der Lebensdauer und einige Andere.

Dauerfeuer bis zum bitteren Ende
Im Groben hat sich an der ursprünglichen Spielidee also nichts geändert. Aliens erscheinen, Aliens verschwinden. Am Ende jedes Levels steht ein Endboss. Dann folgt eine Sequenz, die die jeweilige Geschichte der Hauptfigur weitererzählt und anschließend ändert sich der Hintergrund, manchmal auch die Gegner. An Abwechslung wurde leider kaum gedacht. Zum Ende des Geschichts-Modus dürft ihr nochmal alle Endgegner hintereinander wegputzen und schon erscheint der Abspann. Der Spielsinn lautet daher: schießen, was das Zeug hält und den Gegnern ausweichen. Selbstverständlich könnt ihr auch sterben. Da ihr aber unendlich fortsetzen dürft, ist der Abspann innerhalb einer Hollywood-Spielfilmlänge erreicht. Lediglich eure Highscores, wovon die besten in einer Ruhmeshalle verewigt sind, werden dann auf null gesetzt. Um Highscore geht es dann auch im zweiten Spielmodus, dem 'Überleben'. Im Grunde handelt es sich um das gleiche Spielprinzip, jedoch dürft ihr nach dem Ableben nicht weiterspielen und die Phasen der Gegner sind unbegrenzt. Außerdem könnt ihr hier auch mit zwei Spielern zusammenkämpfen. Hier tritt dann aber ein Problem auf: Beide Spielfiguren bleiben aneinander hängen, das heißt kein Spieler hat die Möglichkeit, über die ganze Bildschirmbreite zu gehen, da er am Mitspieler kleben bleiben würde. Hier müsst ihr euch also auf euren Mitspieler verlassen können, um im Spielverlauf möglichst weit zu kommen.

Optisch nicht auf Höhe der Zeit
Trotz starker spielerischer Anlehnung an das Original wartet 'Space Invaders: Invasion Day' mit 3D-Optik auf. Ihr spielt aus einer Third-Person-Perspektive, wobei keinerlei Möglichkeit besteht, deren Winkel einzustellen. Dieser kann zwar zwischen einzelnen Angriffs-Phasen der Aliens wechseln, muss aber nicht jedermann Geschmack sein. Im Groben und Ganzen ist aber stets Übersicht über das aktuelle Geschehen gewährleistet. Die Grafik-Engine selbst darf als mittelprächtig bezeichnet werden. Für mehr wurden den verschiedenen Charakteren zu wenige Polygone verpasst. Die Figuren wirken daher wenig detailliert und auch spärlich animiert. Ausnahme stellen die Endgegner da. Hier wurde sorgfältiger mit dem Charakter-Design umgegangen und ihr kommt dann auch in den Genuss vieler Licht- und Feuereffekte. Lobenswert ist auch die detailreiche Darstellung der Spielumgebung, die als solches sehr klein ausgefallen ist. Ein Manko stellen die Ladezeiten zwischen den einzelnen Angriffsphasen innerhalb eines Levels da. Negativ ist auch das Texturflimmern der Hintergrundszenerie. In puncto Spielbarkeit und Musik gibt es keinerlei besondere Merkmale.

Fazit

von Jan Krause
'Space Invaders: Invasion Day' ist ein sehr kurzweiliger Titel, bei dem eine wilde Dauerfeuer-Klick-Orgie an der Tagesordnung steht. Innerhalb kurzer Zeit ist der Geschichts-Modus aber leider durchgezockt. Der Überlebens-Modus kann auch nicht wirklich überzeugen. Eintöniges Leveldesign und mittelprächtige Umsetzung lassen zu keiner Zeit richtigen Spielspaß zu. Actionfans und Oldie-Anhänger können aber nicht zuletzt aufgrund des niedrigen Verkaufspreises einen Blick riskieren.

Überblick

Pro

  • günstig im Preis
  • nette Endgegner
  • solide Grafik

Contra

  • sehr schnell durchgezockt
  • 2 Spieler-Modus unbrauchbar
  • simples Gameplay

Wertung

  • PS2
    59
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel