Test - Spider-Man 2 Enter: Electro : Spider-Man 2 Enter: Electro

  • PSone
Von Kommentieren

Spider-Man ist wieder da! Nach seinem erfolgreichen Jump'n'Run-Abenteuer im letzten Jahr kehrt der sympathische Superheld auf die PSone zurück. Der erste Teil konnte vor allem durch die zahlreichen Spezialfähigkeiten von Spider-Man und ihre gelungene Umsetzung überzeugen. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob der zweite Teil da mithalten und gleichzeitig genug Neues bieten kann, um auch für Kenner des Vorgängers interessant zu sein. Die Antwort gibt es in diesem Review.

Spider-Man 2 Enter: Electro
Spider-Man ist wieder da!

Altbekannte Menüführung
Nach dem Intro, bei dem nochmals alle wichtigen Geschehnisse aus dem ersten Teil für euch zusammengefasst werden, findet ihr euch auch schon im Hauptmenü von 'Spider-Man 2' wieder. Schon hier werden Kenner des Vorgängers das erste Mal ein Déjà-vu erleben. Das Menü ist genau gleich aufgebaut wie schon bei 'Spider-Man' und bietet folgende Auswahlen: mit 'Weiter' könnt ihr einen gespeicherten Spielstand weiterspielen, dieser muss aber zuerst über die Auswahl 'Memory Card' geladen werden. Eine neues Spiel startet ihr mit der dementsprechend benannten Auswahl. Das Training bietet die Möglichkeit, die verschiedenen Fähigkeiten von Spider-Man einmal auszuprobieren und zu erlernen, da ein Weiterkommen ohne sie früher oder später unmöglich wird.

Wie schon der erste Teil bietet 'Spider-Man 2' ausserdem verschiedene Spezialmodi und -optionen bei denen ihr beispielsweise alle 'Daily Bugle'-Schlagzeilen, die die Levels im Spiel einläuten, noch einmal betrachten oder Spidey in spezielle Kostüme stecken könnt. Wer den ersten Teil noch nie gespielt hat oder noch nicht so richtig mit der Steuerung zurechtkommt, der sollte sich wie gesagt zuerst im Training versuchen. Hier werden euch alle grundlegenden und auch speziellen Aktionen, die ihr mit Spidey ausführen könnt, von Professor Xavier und Rogue von den X-Men erklärt.

Habt ihr das Training abgeschlossen, kann es auch schon losgehen. Gleich am Anfang werdet ihr noch von Beast darauf hingewiesen, euren Spinnen-Kompass am rechten unteren Bildrand zu benutzen. Dieser zeigt euch oft in welche Richtung ihr euch schwingen müsst, um weiterzukommen. Die Story von 'Spider-Man 2' ist schnell erzählt: Der altbekannte Bösewicht Electro stiehlt ein geheimnisvolles Gerät, mit dem er seine Energie vervielfachen will. Eure Aufgabe ist es natürlich, dies zu verhindern und die Welt vor Electro zu retten - das übliche eben. Natürlich werdet ihr es aber nicht nur mit Electro zu tun bekommen, auch andere Unholde wie Sandman oder Shocker stellen sich euch in den Weg.

Spider-Man 2 Enter: Electro
Das Hauptmenü.

Stetiges Ruckeln und nervende Kameraperspektiven
Bei der Grafik von 'Spider-Man 2' hat sich leider wenig im Vergleich zum Vorgänger getan. Zwar waren durch die alte PSone-Hardware ohnehin keine grossen Sprünge mehr zu erwarten, einige Überarbeitungen wären aber auf jeden Fall machbar gewesen. Die Level von 'Spider-Man 2' können teilweise aber trotzdem überzeugen. Wenn ihr beispielsweise nachts durch einen kleinen Stadtteil laufen, krabbeln und springen müsst, bei dem ihr neben den Strassen auch die Dächer aller Häuser unsicher machen müsst, gibt es wenig zu meckern. Die Häuser sehen zwar allesamt ähnlich aus und bestehen im Endeffekt lediglich aus grossen, viereckigen Klötzen, bieten dafür aber auch Details wie Antennen auf den Dächern und die Häuser sind auch unterschiedlich hoch.

Bei den verschiedenen Charakteren gibt es leider mehr Schlechtes als Gutes zu berichten. Während Spider-Man wie gewohnt recht detailliert ist und auch mit überzeugenden Animationen während seinen Spinnen-Tricks aufwarten kann, zeigen sich die Gegner ganz anders. Zwar wäre die recht geringe Anzahl an verwendeten Polygonen alleine noch zu verschmerzen, da oft zwei bis drei gleichzeitig zu sehen sind, die fehlende Abwechslung bei den Horden von bösen Schurken tut dann aber ihr übriges. Meist werdet ihr pro Level genau eine Art von Gegner treffen und verhauen. Wären zumindest die Texturen der Gegner ab und zu unterschiedlich, hätte das schon für die nötige Abwechslung gesorgt, so allerdings zeigt sich die Jagd auf Bösewichte wenig abwechslungsreich.

Unangenehm fällt ausserdem auch das stetige Ruckeln im Spiel auf. Zwar handelt es sich 'nur' um ein leichtes Ruckeln, das bei so manchem PSone-Spiel gefunden werden kann. Wenn man aber während einer kniffligen Sprungeinlage von eben diesem Ruckeln überrascht wird, kann es schon zu Frust kommen. Ähnlich verhält es sich mit der Kamera, die manchmal sehr ungünstig um Spider-Man herumschwenkt oder an Objekten hängen bleibt, so dass die Sicht im entscheidenden Moment versperrt wird.

Spider-Man 2 Enter: Electro
Beast gibt euch nützliche Tipps.

Aufwändige Lokalisierung
Wie schon auf der Packung zu lesen ist, wurde 'Spider-Man 2' komplett lokalisiert. Man darf sich also auf deutsche Bildschirmtexte und Sprachausgabe freuen. Dies gilt nicht nur für die zahlreichen FMV-Zwischensequenzen, durch die die Story weitererzählt wird, sondern auch für die situationsbezogenen Kommentare, die Spidey immer mal wieder von sich gibt. Leider wirken die deutschen Stimmen manchmal stark aufgesetzt und kommen meist etwas laut daher.

Beim Sound selber gibt es eigentlich nichts zu bemängeln, allerdings auch wenig zu loben. Alle Aktionen von Spider-Man sind mit passenden Soundeffekten unterlegt, ebenso die der Gegner. Von Schritten über Schläge bis hin zu den Geräuschen die zu hören sind, wenn Spider-Man seine Spinnenflüssigkeit abschiesst, ist also alles zu hören. Leider fehlt bei eben diesen Geräuschen auch die Abwechslung. Allerdings wird das von Spider-Mans witzigen Kommentaren teilweise wieder vergessen gemacht. Die Musik entspricht der klassischen Hintergrundmusik und langweilt mit immer gleich klingenden Rhythmen, die aber immerhin recht passend sind.

 

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel