Preview - Spider-Man : Alles, was du jetzt über das PS4-exklusive Open-World-Abenteuer wissen musst

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Open World: He got that swing

Das hervorstechendste Merkmal, mit dem sich Spider-Man von anderen Open-World-Spielen abhebt, ist zweifellos die offene Spielwelt und die Art, wie sie dem Geschehen als Bühne dient. Grund dafür ist vor allem die ungewöhnliche Weise der Fortbewegung: Spider-Man geht selbstverständlich nicht zu Fuß durch New York und fährt ebenso wenig mit dem Auto. Stattdessen schwingt er an seinen Spinnweben durch die Häuserschluchten.

Das funktioniert denkbar einfach: Im Grunde müsst ihr nur die Richtung vorgeben und den Trigger gedrückt halten – den Rest macht Spider-Man mehr oder weniger selbsttätig. Doch keine Angst: Zum langweiligen „Autopiloten“ verkommt das Schwingen dadurch nicht. Vielmehr könnt ihr durch geschicktes Timing beim Springen zwischen den Schwüngen eure Geschwindigkeit erhöhen, mit waghalsigen Tricks nach Tony-Hawk-Manier Bonus-XP sammeln oder Wege geschickt abkürzen, indem ihr senkrecht an Gebäudefassaden emporspurtet.

Das Navigieren durch die Spielwelt wird derart zu einer berauschenden Erfahrung, wie sie kein anderes Open-World-Spiel vorzuweisen hat. Gleichzeitig tritt die Welt selbst dadurch aber etwas in den Hintergrund. Im Gegensatz etwa zu Spielen wie GTA oder The Witcher, in denen die Spielwelt als Star im Mittelpunkt steht, man als Spieler zum Sightseeing-Tourist wird, die Gegend erkundet und ihre Bewohner kennenlernt, nimmt man sie in Spider-Man eher beim Vorbeihuschen im Augenwinkel wahr, ist sie eher ein Ort der Durchreise bis zum nächsten Missionsziel gedacht und keiner des Verweilens.

Grafik: ein Traum

Auch wenn die Spielwelt meist nur in Hochgeschwindigkeit an einem vorbeirauscht, wunderschön sieht sie allemal aus. Wenn man durch die Straßenschluchten schwingt, während sie ins Licht der Abendsonne getaucht wird, fühlt es sich an, als bade man in Gold. Gleichwohl sie nicht so detailverliebt sein mag wie in Assassin's Creed oder Horizon: Zero Dawn, so wirkt sie doch durch das großstädtische Straßenbild mit seinen Fußgängern und den charakteristischen gelben Taxis so belebt, wie man es aus den Filmen kennt.

Vor allem aber in den Zwischensequenzen zeigen die Entwickler von Insomniac, was die Grafik-Engine von Spider-Man zu leisten imstande ist. Hierfür wählten sie einen Stil, der nicht hyperrealistisch ist, aber auch nicht comichaft entfremdet, sondern irgendwo dazwischen, vergleichbar am ehesten mit dem Artwork-haften Look von The Last of Us. Besonders der Einsatz von Licht, das sich auf Kleidung, Haut und Haaren bricht, teilweise verschluckt und wieder reflektiert wird, lässt die Figuren dieser Welt so plastisch wirken, als seien sie zum Greifen nah. Man sieht, wie Sony zum Ende der Playstation-4-Ära genau weiß, wie man das Letzte aus der Konsole herausholt.

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