Preview - Spider-Man : Alles, was du jetzt über das PS4-exklusive Open-World-Abenteuer wissen musst

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Kampfsystem: wie Tanzen mit Fäusten

Das eigentliche Herz von Spider-Man ist jedoch das Kampfsystem. Wer es einmal live gesehen hat, zum Beispiel im Gameplay-Trailer der letzten E3, kann kaum anders als beeindruckt sein. Die Kämpfe sind alles andere als tumbe Prügeleien, vielmehr scheinen sie wie Tänze, anmutige Choreographien, aber in Höchstgeschwindigkeit.

Spider-Man saust wie ein Wiesel zwischen den Gegnern umher, verlangsamt sie, indem er Spinnweben auf sie schießt, oder hüllt sie gleich komplett darin ein. Wie mit einem Lasso krallt ihr euch Mülltonnen oder Tische aus der Umgebung, wirbelt sie um eure Achse und werft sie auf die Gegner. Blitzschnell springt Spidey auf eine Straßenlaterne oder einen Vorsprung, um von dort wieder niederzupreschen, einen Gegner drei Meter in die Luft zu schleudern, hinterherzuspringen, während des Falls noch ein paar Schläge anzubringen und ihn dann kurz vor dem Aufprall auf seine Kumpanen zu schleudern.

Die Kämpfe in Spider-Man laufen unglaublich schnell ab, doch trotz der fast schon übertrieben vielzähligen Möglichkeiten ist all das eben Beschriebene extrem einfach und intuitiv auszuführen. Wir kennen das doch alle: In Trailern sehen derlei Kämpfe immer wunderbar stylish aus, doch wenn man dann selbst spielt, benutzt man immer nur die gleichen Schlagkombinationen und prügelt sich lustlos von einem Gegner zum nächsten. Natürlich ist man auch in Spider-Man immer wieder versucht, sich mit reinem Button-Mashing durchzuhangeln und kommt so auch zunächst ganz gut voran, aber eben immer nur an einen bestimmten Punkt, an dem klar wird, dass diese Methode unnötig mühsam und ungesund ist.

Je eleganter ihr vorgeht, umso effektiver seid ihr letztlich auch. Erst recht bei den schon bald auftauchenden Gegnern, bei denen festgefahrene Vorgehensweisen nicht mehr greifen und neue ausprobiert werden müssen: Gegner mit Schilden etwa, denen frontal nicht beizukommen ist, Gegner mit Schusswaffen, die tollkühne Ausweichsprünge erforderlich machen, oder besonders muskulöse Gegner, die Spidey mal eben in den Boden rammen, wenn er zu übermütig wird. Daher auch immer zu empfehlen: Schleichen …

Schleichen und zweiter spielbarer Charakter

Denn Spider-Man ist kein reines Actionspiel. Oftmals ist Schleichen die gesündere Alternative. Hierbei macht ihr euch erneut seine Spinnenkräfte zunutze, indem ihr wie eine Fliege an der Decke entlang krabbelt und von dort aus eure Gegner in Spinnweben einwickelt, bevor diese überhaupt merken, wie ihnen geschieht. Solcherlei Passagen erinnern stark an die Comicverwandtschaft in Batman: Arkham Asylum.

Heimliches Vorgehen ist zudem beim zweiten spielbaren Charakter wichtig, dessen Kontrolle ihr in regelmäßigen Abständen übernehmt, denn ja, ihr spielt nicht nur Spider-Man, sondern in speziellen Story-Abschnitten auch seine On-off-Bekanntschaft Mary-Jane. Als solche müsst ihr selbstverständlich auf all die schönen Spinnenkräfte verzichten, dafür lockern diese Momente das Spiel mit Rätseln und Schleichpassagen auf. Wie häufig ihr die Rollen wechselt, wissen wir derzeit noch nicht, allzu oft dürfte es allerdings nicht passieren, denn Spider-Man ist durch und durch ein Superheldenspiel und kein „Spider-Man and Friends“.

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