Test - Spider-Man: The Movie : Spider-Man: The Movie

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Spider-Man ist nur einer der zahlreichen Comic-Helden, die fast schon regelmäßig im Fernsehen oder gar im Kino zu sehen sind. Natürlich ist es dann nur eine Frage der Zeit, bis ein Videospiel erscheint, das dem Spieler erlaubt, in die Haut des bewundernswerten Helden zu schlüpfen, um selber spannende Abenteuer zu durchleben. Nun ist dies einmal wieder der Fall, da der Spinnenmann in Kürze sein Kinodebüt gibt und man somit wohl auch alleine schon wegen des Hypes eine beachtliche Anzahl an Games verkaufen würde. Ob sich 'Spider-Man' auf der PS2 aber tatsächlich nur darauf verlässt oder auch hochwertigen Spielspass mit sich bringt, erfahrt ihr in diesem Review.

Spider-Man: The Movie
Pfui, eine genetisch veränderte Spinne.

Beim ersten Starten des Spiels bekommt ihr schon mal eine spannende Videosequenz zu sehen, die nicht wirklich das Intro darstellt, sondern wohl einfach Lust auf mehr machen soll. Hier wird euch zuerst sehr kurz gezeigt, wie Peter Parker von einer genetisch veränderten Spinne gebissen wird, was sein Leben von Grund auf verändern wird. Dass Peter Parker daraufhin zum gutmütigen Spider-Man wird, der stets zur Stelle ist, wenn ein Unschuldiger oder gar seine Geliebte, Mary Jane, in Gefahr ist, gehört mittlerweile wohl fast zur Allgemeinbildung, so dass auch diese Videosequenz wenig Zeit damit verschwendet. Viel mehr Zeit wird diversen actionreichen Szenen gewidmet, die Spider-Man zeigen, wie er gegen den einen oder anderen Bösewicht kämpft. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Szenen wohl eigens für dieses schmackhafte Eröffnungsvideo erstellt wurden, da sie teilweise gar nicht im Spiel selber verwendet wurden.

Wenn ihr dann voller Vorfreude im Hauptmenü ankommt, gibt es eigentlich recht wenig zu tun, außer natürlich das Starten eines neuen Spiels. Dennoch wollen wir auf die zur Auswahl stehenden Menüpunkte, die teilweise erst nach dem ersten Durchspielen wirklich interessant sind, eingehen. Da wären einerseits die Optionen, die neben den üblichen Einstellungsmöglichkeiten in Sachen Ton noch einen 60Hz-Modus bieten, für den wohl vor allem die abgebrühteren Spielernaturen dankbar sein werden. Außerdem könnt ihr einige Veränderungen an der Steuerung vornehmen, die aber nicht unbedingt beachtet werden müssen, da ihr vor dem Starten eines neuen Spiels ohnehin noch einmal vor diese Wahl gestellt werdet.

Schon außergewöhnlicher sind 'Specials' und 'Gallery', die beide einiges Bonusmaterial oder kleine, freispielbare Extras enthalten, die dann je nachdem, wie ihr euch im tatsächlichen Spiel schlagt, zur Verfügung stehen und die Langzeitmotivation erhöhen sollen. Beispielsweise dürfen sich Spidey-Fans auf einige spezielle Kostüme freuen, die es freizuspielen gilt, um sie dann das ganze Spiel über einsetzen zu dürfen. Wer sich lieber die mehr als ansehnlichen Videosequenzen des Spiels noch einmal zu Gemüte führen will, der wird in der 'Gallery' seine Freude haben, wo außerdem auch einige Skizzen und anderes Produktionsmaterial eingesehen werden kann.

Spider-Man: The Movie
Im Tutorial seid ihr noch als Peter Parker unterwegs.

Look out, here comes the Spider-Man!
Nun wollen wir uns aber nicht länger mit den eher weniger unterhaltenden Menüs beschäftigen, sondern ins Spiel selber einsteigen. Bevor die Action losgeht, sollte man sich zuerst mit dem praktischen Tutorial beschäftigen, dass alle wichtigen Spinnenfähigkeiten, mit denen Spider-Man ausgestattet ist, erklärt. Los geht es damit, dass ihr ganz einfach auf eine Hauswand zu rennt und mehr oder weniger überrascht feststellt, dass Peter Parker ganz gerne mal die Wand hochgeht, buchstäblich. Seid ihr auf der Spitze des Hauses angekommen, geht es mit dem Schwingen an den praktischen Spinnfäden weiter. Dies mag kompliziert anmuten und vor allem aussehen, ist aber eines der einfachsten Dinge überhaupt. Alles was ihr tun müsst, um euch in Furcht einflößenden Höhen durch die Gegend zu schwingen, ist das Drücken der R2-Taste. Danach geht alles wie von selber, aber dennoch habt ihr so manche Möglichkeit, den Weg zu bestimmen. Einerseits könnt ihr mittels Analog-Stick bestimmen, ob euer Held sich nach unten oder oben hangeln oder gar zur Seite drehen soll, so dass ihr euch sogar spektakulär zwischen Hochhäusern hindurchschwingen könnt und Ähnliches, und andererseits könnt ihr sowohl mit euren Spinnenfäden als auch mit ausgestreckten Beinen angreifen. Wem das Tempo des Spinnenmanns zu lahm ist, der kann die R2-Taste gedrückt halten, so dass sich Spidey nicht mehr einfach von Faden zu Faden schwingt, sondern nach jedem Faden noch einmal kräftig Schwung holt, so dass die Geschwindigkeit, in der ihr euch fortbewegt, natürlich um einiges höher wird.

Spider-Man: The Movie
Anfangs geht ihr mit diesem grandiosen Kostüm auf Verbrecherjagd.

Doch so schön es auch sein mag, sich genüsslich in New York herumzuschwingen, auf Dauer kommt ihr so nicht weit. Schon sehr bald stellt sich euch ein erster Bösewicht in den Weg, den ihr mittels diversen Schlag- und Trittkombinationen außer Gefecht setzen müsst. Geschlagen wird mit der Viereck-Taste, getreten mit der Kreis-Taste und weitere Spinnenfähigkeiten setzt ihr mit der Dreieck-Taste ein. Um den Kampf-Aspekt interessant bleiben zu lassen, findet ihr im Laufe des Spiels spezielle Symbole, durch deren Einsammeln ein neuer Combo freigeschaltet wird, den ihr von da an im Kampf einsetzen könnt. Ohne den geschickten Einsatz eurer Spinnen-Fähigkeiten kommt ihr aber vor allem in den höheren Schwierigkeitsgraden dennoch nicht weit, da ihr zwar übermenschlich stark aber keineswegs unverwundbar seid. Unverwundbar könnt ihr aber werden - wenn auch nur für kurze Zeit: Dank einer eurer Fähigkeiten könnt ihr euch nämlich beispielsweise in ein kleines Netz einspinnen, dass auf Knopfdruck explodiert und so alle Gegner, die sich in eurer Nähe befinden, von euch weg wirft. Eine andere Fähigkeit, die ihr des Öfteren einsetzen solltet, ist das Einwickeln eurer Fäuste in Spinnweben. Durch diesen Trick könnt ihr nämlich um einiges fester zuschlagen. Ansonsten gibt es noch jede Menge Aktionsmöglichkeiten, die entweder sehr praktisch oder einfach nur cool sind, wie zum Beispiel das langsame Abseilen von der Decke in der altbekannten Spidey-Pose.

Wenn ihr das Tutorial absolviert habt und euch in die echte Welt wagt, werdet ihr im folgenden Intro in die Story von 'Spider-Man' eingeführt. Was anfangs auffällt, ist dass sich das Spiel sehr genau an den Film zu halten scheint, so dass das gesamte Intro fast schon wie eine polygonale Version einiger Szenen des Films wirkt. Nach einiger Spielzeit wird dann aber klar, dass das Spiel durchaus auch eigene Elemente hat, so dass beispielsweise zusätzliche und für 'Spider-Man'-Fans bekannte Gesichter wie Shocker oder Scorpion auftauchen, und nicht nur der grüne Kobold, den es im Film zu sehen gibt.

 

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