Test - Star Ocean: Integrity and Faithlessness : Trüber Sternenozean

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Nach einiger Spielzeit schaltet ihr eine Spezialleiste frei, die sich während der Kämpfe auflädt. Dabei hängt es immer von eurem Kampfstil ab, ob ihr für diesen belohnt werdet. Habt ihr die Leiste bis zu einem gewissen Punkt gefüllt, könnt ihr einen Spezialangriff auslösen, der besonders viel Schaden bei euren Gegnern anrichtet. Diese Leiste muss nicht innerhalb eines Kampfes aufgefüllt werden, sondern ihr könnt das über mehrere Gefechte hinweg tun. Passt ihr aber nicht auf und euer aktiver Charakter stirbt, ist die Leiste auf einen Schlag leer.

Während des Kampfes könnt ihr jederzeit frei zwischen allen Charakteren eurer Gruppe wechseln. Das geht recht einfach, indem ihr das digitale Steuerkreuz nach links oder rechts drückt. Beim nächsten Kampf ist immer der Charakter aktiv, den ihr zuletzt angewählt habt. In der Regel reicht es aber, wenn ihr auf Fidel bleibt und nur dann wechselt, wenn er zum Beispiel wiederbelebt werden muss. Beim Wechseln müsst ihr aufpassen, dass ihr nicht versehentlich das Steuerkreuz nach oben oder unten drückt, denn damit deaktiviert ihr die Automatik und die Charaktere stehen nur noch in der Gegend herum, wenn sie nicht von euch gesteuert werden.

Im Laufe des Abenteuers erlernt ihr zudem bestimmte Kampffertigkeiten. Fertigkeiten erlernt ihr grundsätzlich aus Büchern. Manche von ihnen erhaltet ihr automatisch, andere müsst ihr euch durch Nebenaufgaben verdienen oder ihr findet sie in den vielen Schatzkisten, die überall verteilt sind. Die Nebenaufgaben könnt ihr an Anschlagstafeln annehmen, die in den diversen Städten platziert wurden. Einige wenige Aufgaben findet ihr jedoch nur, wenn ihr euch aufmerksam umschaut. Habt ihr Pech, lauft ihr schon in den ersten Spielstunden an der Person vorbei, die euch mit den Synthesefähigkeiten des Spiels vertraut macht. Dazu zählen Kochen, Alchemie, Schmiedefertigkeiten und anderes.

Mit diesen Fähigkeiten stellt ihr Gegenstände her, die sich sehr oft als nützlich erweisen. Leider bestehen die Nebenaufgaben fast immer daraus, bestimmte Objekte zu sammeln oder gewisse Gegner zu besiegen. Verzichtet ihr darauf, euch damit auseinanderzusetzen, gehen viele Spielelemente verloren. So dürft ihr an bestimmten Stellen in den Gebieten Rohstoffe sammeln, eure Gegner lassen bessere Beute fallen und sogar Emotes können genutzt werden. Die sind jedoch recht überflüssig, da es sich bei Star Ocean: Integrity and Faithlessness um ein reines Soloabenteuer handelt.

Schlauchartige Gebiete

Nach und nach entdeckt ihr neue Gebiete und Städte. Die Städte sind recht belebt, doch leider nur optisch. Obwohl jede Menge NPCs durch die Städte laufen, gibt keiner von ihnen auch nur das kleinste Geräusch von sich. Dafür poppen Sprechblasen über den Köpfen der Charaktere auf, wenn ihr euch ihnen nähert. Im Vorbeilaufen erkennt ihr jedoch kaum, was sie euch erzählen wollen. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn in den kurzen Texten wird euch selten etwas Wichtiges mitgeteilt.

Auch die Gebiete, die ihr entdeckt, können nicht überzeugen. Durchweg präsentieren sich die Karten sehr schlauchartig und nur selten könnt ihr euch für einen von zwei möglichen Wegen entscheiden. Allerdings ist es sinnvoll, beide abzulaufen, da ihr sonst eine Schatzkiste mit zum Beispiel einem Fertigkeitenbuch verpassen könntet. Da es in den ersten knapp zehn Spielstunden keine Schnellreisemöglichkeit gibt, werdet ihr zudem sehr oft durch und in die gleichen Gebiete geschickt, was schnell eintönig wird. Auch wenn die Bereiche optisch gut gestaltet sind, verflucht ihr die langen Wege bald.

Verfluchen werdet ihr auch die Kamera, die immer versucht, eure Gruppe von hinten einzufangen. Jede kleine Bodenunebenheit quittiert die Kamera mit einem heftigen Ruckler, was sehr unschön wirkt. Ein sanftes Hinterhergleiten der Kamera wäre die bessere Lösung gewesen. Auch während der Kämpfe bekommt die Kamera Probleme. Immer wieder schwenkt sie so merkwürdig, dass ihr nur noch eine Wand seht und euren Charakter aus dem Blick verliert. Oder sie zeigt euch den Boden statt das Kampfgeschehen. Glücklicherweise könnt ihr mit dem rechten Stick nachjustieren.

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