Test - Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy : Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy

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Die 'Jedi Knight'-Reihe avanciert zu einer festen Größe im Action-Genre: Nachdem 'Dark Forces: Jedi Knight' und 'Jedi Outcast' das Genre stellenweise revolutionierten, veröffentlicht Raven Software im Auftrag von Lucas Arts nun mit 'Jedi Academy' den dritten Teil der mehrfach prämierten Videospiel-Serie. Wir haben uns für euch in George Lucas' 'Star Wars'-Universum begeben und Protagonist Jaden Korr auf seinem Weg zum Jedi-Ritter begleitet.
 

Es war einmal in einer weit, weit entfernten Galaxis
Zehn Jahre, nachdem die Rebellen unter der Führung von Luke Skywalker den Imperator besiegt haben, steht die Neue Republik vor ihrer ersten Zerreißprobe: Der mysteriöse Sith-Orden der Ragnos droht das Gleichgewicht der Mächte zu stören und die Galaxie ins Chaos zu stürzen. In der Kampagne des Spiels ist es nun an euch, den Drahtziehern der Verschwörung auf die Schliche zu kommen und Schaden von der Republik abzuwenden. Im Gegensatz zu den beiden erfolgreichen Vorgängern übernehmt ihr dabei allerdings nicht die Rolle des toughen Draufgängers Kyle Katarn, sondern lenkt die Geschicke des Jaden Korr, eines hoffnungsvollen Padawan-Schülers, der sich gerade in der Ausbildung zum Jedi-Ritter befindet.

Das Aussehen des Jedi-Azubis legt ihr zu Spielbeginn selbst fest: Ihr wählt Geschlecht, Spezies, Hautfarbe und Kleidung aus jeweils bis zu neun verschiedenen Möglichkeiten aus. Zudem konstruiert ihr mit Hilfe der vorhandenen Optionen euer individuelles Lichtschwert. Es stehen neben neun verschiedenen Schwertgriffen mit Blau, Grün, Orange, Purpur und Gelb auch fünf unterschiedliche Farben für eure zukünftige Waffe zur Auswahl. Während ihr zu Spielbeginn lediglich mit dem Standardschwert der Jedi-Ritter Vorlieb nehmen müsst, dürft ihr im weiteren Spielverlauf auch auf Darth Mauls Doppelschwert zurückgreifen oder mit zwei Schwertern gleichzeitig in den Kampf ziehen.

Die erste Mission: Schulbank drücken
Bevor ihr als vollwertiger Jedi-Schüler im Auftrag des Rates für den Erhalt des Friedens eintretet, erlernt ihr in der namensgebenden Jedi-Akademie von Luke Skywalker und Kyle Katarn den Umgang mit der Macht. In dem schick verpackten Tutorial werdet ihr in die Spielmechanik des Programms eingewiesen und mit den fünf Grundkräften der Macht vertraut gemacht. Habt ihr euch schließlich als würdig erwiesen, darf das angeeignete Wissen in der Kampagne des Spiels unter Beweis gestellt werden. Diese ist in drei Missionssets zu jeweils fünf Einsätzen unterteilt. Von jedem Spielkapitel müsst ihr mindestens vier der fünf Missionen in loser Reihenfolge erfüllen, um die Kampagne voranzutreiben. Eure Aufträge gestalten sich vielfältig: Ihr befreit unschuldige Dorfbewohner aus der Gefangenschaft eines raffgierigen Hutten, bringt intergalaktische Gauner zur Strecke und stellt euch schließlich der Bedrohung durch die Sith.

Die linearen Einsätze schreiben zwar in der Regel den Lösungsweg vor, überzeugen dafür nicht zuletzt dank des stellenweise hervorragenden Scriptings mit ihrer packenden Intensität. Das Missionsdesign ist vorbildlich: Die Aufträge, die euch unter anderem nach Coruscant oder auf den Wüstenplaneten Tatooine führen, sind logisch aufgebaut und überzeugen mit schnellem, flüssigen Gameplay. Die beim Vorgänger noch kontrovers diskutierten Rätsel- und Hüpfeinlagen wurden auf ein erträgliches Minimum zurückschraubt, was letztendlich auch den Spielfluss deutlich verbessert.

Als Novum dürft ihr nun erstmals am Steuer diverser Fahrzeuge Platz nehmen. Ihr übernehmt unter anderem die Kontrolle über einen tonnenschweren AT-ST oder flüchtet auf einem Speeder-Bike vor den zahlenmäßig weit überlegenen Söldnern. Die Steuerung der Vehikel ist gewöhnungsbedürftig und geht anfangs auch entsprechend schlecht von der Hand: Während ihr mit A und S die Geschwindigkeit erhöht, respektive verringert, dient der Maus-Cursor zur Richtungsvorgabe. Die Eingaben werden jedoch äußerst behäbig und indirekt verarbeitet.

Widerstehe der dunklen Seite der Macht!
Für erfolgreich absolvierte Aufträge belohnt euch 'Jedi Academy' mit zusätzlichen Stärkepunkten, die dazu benutzt werden, um neue Kräfte der Macht zu erlernen oder die bereits bekannten stufenweise zu verbessern. Hier zeigt sich, ob der Charakter des Spielers stark genug ist, um der dunklen Seite der Macht zu widerstehen: Während firme Jedi-Ritter auf konventionelle Kräfte vertrauen, erlernen finstere Zeitgenossen Machtblitz, -rage, -entzug sowie den Tod bringenden Würgegriff. Der Schwierigkeitsgrad der Missionen steigt dabei nahezu proportional zu euren Fähigkeiten als Jedi-Ritter an.

 

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