Test - Starhawk : Chaotische Weltraum-Action

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Als Mischung aus Third-Person-Shooter und Bau- und Abrisssimulator verspricht Starhawk knallharte Action, taktische Weltraumgefechte und nicht zuletzt ein atemberaubendes Spielerlebnis. Dafür soll unter anderem das innovative Build-&-Battle-System sorgen, von dem wir uns schon in unserer Preview ein Bild machen konnten. Wie das in der Praxis aussieht, erfahrt ihr im Kurztest.

Glaubt man der Geschichte von Starhawk, erobert der Mensch in der fernen Zukunft tatsächlich fremde Planeten. Er kommt raus aus dem eigenen Sonnensystem, Entfernungen spielen keine Rolle mehr, die Grenzen des Kosmos scheinen aufgehoben. Ermöglicht wird dieser technische Fortschritt durch einen neuen Rohstoff namens Rift-Energie. Die wabernde Masse ist jedoch auch hochgefährlich: Sie verwandelt Kolonisten in psychotische Untote, die sogenannten Outcasts, und entfacht einen gewaltigen Machtkampf um ihren Besitz. Wir sollen in der Rolle des Kopfgeldjägers Emmett Graves auf dessen Heimatplaneten nach dem Rechten sehen und alle verbleibenden Banditen ausmerzen.

Eine Kampagne zum Aufwärmen

Zugegeben, die Geschichte von Starhawk passt auf einen Bierdeckel. Hin und wieder dürfen wir zwar einige hübsche Comic-Sequenzen bestaunen, während der nächsten fünf Stunden erledigen wir aber immer wieder dieselben öden Standardmissionen. Zudem fehlt es der Handlung an markanten Figuren, selbst der Titelheld bleibt erstaunlich blass. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn die Kampagne dient ohnehin hauptsächlich als Tutorial für den spaßigen Mehrspielermodus - das Herzstück des Weltraum-Shooters.

Darin kämpfen die beiden Parteien - Menschen und Outcasts - erbittert um die kostbare Rift-Energie. Dabei tobt der Krieg nicht nur auf einem gewaltigen Wüstenplaneten, wo wir mit einem Buggy durch staubtrockene Täler heizen. Die Schlacht hat sich sogar bis tief in den Weltraum ausgebreitet und findet auf teils riesigen Karten statt. Bis zu 32 Spieler können sich einklinken, was nicht selten in purem Chaos mündet. Panzer walzen uns entgegen, Maschinengewehr- und Laser-Salven zucken durch den Himmel und Kampfjets verwandeln den Boden in einen Bombenteppich - da muss man erst einmal durchblicken. Vor allem zu Beginn stirbt man im Sekundentakt, ohne zu wissen, wie und warum. Anfänger müssen viel Geduld und Frustresistenz mitbringen.

Starhawk - Staaart! Die ersten 10 Minuten
Wir zeigen euch den Auftakt des Actionspiels ungeschnitten und unkommentiert.

Nun wird in Starhawk aber nicht nur geballert, sondern auch gebaut. Mithilfe des sogenannten Build-&-Battle-Systems errichten wir in Echtzeit diverse Verteidigungsstellungen, Geschütze und sogar Kampfroboter - genügend Rift-Energie vorausgesetzt. Letztere füllt sich automatisch auf, schneller geht’s aber, wenn wir feindliche Einheiten und Energietanks auf der Karte zerbröseln. Dann reichen zwei Klicks und RUMS: Die Fracht donnert aus dem Orbit direkt an die gewünschte Stelle. Mit etwas Übung und einen Sinn für Bewegungsabläufe lässt sich das Bestellsystem auch als Tötungswerkzeug missbrauchen: einfach im richtigen Moment einen Schutzbunker ordern und damit einen Feind in den Boden rammen. Auf diese Weise können wir auch fremde Gebäude ohne großen Aufwand einäschern.

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