Test - Set-up-Test: SteelSeries : Apex M750 + Rival 600 + Arctis Pro

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Wer heutzutage etwas auf sich hält, würfelt seine Peripherie nicht blind von verschiedenen Herstellern durcheinander, sondern setzt auf ein komplettes Set-up mit übergreifenden Funktionen. Da bietet es ich durchaus an, solch ein Set-up einem kompletten Test zu unterziehen, wie wir das bereits beim Roccat-AIMO-System gemacht haben. Dieses Mal haben wir uns ein Paket von SteelSeries geschnappt, dessen Bestandteile zwar schon ein Weilchen auf dem Markt sind, sich aber weiterhin großer Beliebtheit erfreuen.

Unser SteelSeries-Set-up besteht aus drei Komponenten: Headset, Tastatur und Maus. Als Maus haben wir uns die aktuelle Rival 600 ausgeguckt. Passend dazu haben wir die kompakte Tenkeyless-Tastatur Apex M750 TKL auf die Tischplatte gepflastert. Und damit es auch ordentlich in den Ohren klingelt, pflanzen wir uns ein Arctis Pro mit GameDAC auf den Schädel. Ein teures, aber überaus spannendes Headset, insbesondere weil uns das preiswertere Arctis 5 bereits begeistern konnte und das Arctis Pro bei uns im Test kräftig abgeräumt hat.

Ein preiswertes Set-up ist das nicht gerade, vor allem das Edelheadset des Herstellers ist in der GameDAC-Variante mit knapp 280 Euro ein ziemlicher Brocken und gehört zu den teuersten Gaming-Headsets überhaupt. Dagegen sind die Tastatur für 140 Euro und die 90-Euro-Maus geradezu echte Schnäppchen. Allerdings sind alle drei Geräte bereits eine Weile auf dem Markt und inzwischen zu deutlich günstigeren Straßenpreisen zu bekommen. Als Anhaltspunkt setzen wir aber dennoch auf den Preis, den SteelSeries auf der eigenen Website angibt.

SteelSeries Rival 600 (89,99 Euro UVP)

Beginnen wir mit dem kleinsten und preiswertesten Bestandteil des Set-ups, der Maus. Die SteelSeries Rival 600 sieht sich als waschechte E-Sport-Maus, was aber den normalen Zocker nicht abschrecken sollte. Bei ihr handelt es sich um eine Rechtshändermaus mit entsprechender Ergonomie. Sie liegt extrem gut in der Hand, Seitenteile aus Silikon sorgen zudem für guten Grip. Das USB-Kabel ist austauschbar, die Arretierung am Gehäuse ist stabil genug, dass das Kabel sich nicht losrappeln kann.

Das Gewicht beträgt 96 Gramm, kann aber mit insgesamt acht Zusatzgewichten à vier Gramm bis auf 128 Gramm gebracht werden. Clever: Die Gewichte werden hinter den magnetisch befestigten, abnehmbaren Seitenteilen in vorhandene Slots eingesetzt. Somit sind sie nicht nur unsichtbar, sondern verändern überdies die Balance der Maus. Die Größe des Nagers ist mit 131 x 69 x 43 mm ebenfalls extrem handfreundlich.

Die Rival 600 hält sich nicht mit unnötigem Kram auf. Zwei Maustasten, drei Daumentasten (zwei oben am Seitenteil, eine vorn), dpi-Schalter und Mausrad. Fertig. Die Druckpunkte sind im Wesentlichen gefällig, auch wenn uns die der beiden Maustasten im Praxiseinsatz einen Tick zu straff erschienen. Die Daumentasten verfügen ebenfalls über gute Druckpunkte und lassen sich kaum unfreiwillig betätigen. Das klickbare Mausrad ist angenehm leichtgängig mit einer dezent spürbaren Rasterung. Auch hier ist der Druckpunkt straff genug, dass der Klick nicht versehentlich ausgelöst wird.

Das Innenleben der Rival 600 ist interessant, denn die Maus ist mit dem hauseigenen TrueMove3+-System mit zwei Sensoren ausgestattet. Ein in Zusammenarbeit mit Pixart entwickelter, optischer 12.000-dpi-Sensor ist für die „normalen“ Aufgaben zuständig. Hinzu kommt jedoch ein weiterer Sensor, der den Lift-off erfasst und somit ungewollte Cursorbewegungen beim Umplatzieren des Nagers verhindern soll. Ob und inwieweit das tatsächlich einen Unterschied macht, ist natürlich schwer zu erfassen. Fest steht aber, dass die Rival 600 extrem präzise und zuverlässig funktioniert.

Natürlich fehlt es nicht an RGB-Beleuchtung. Das Logo auf dem Rücken, das Mausrad sowie zwei LED-Streifen rechts und links können via SteelSeries Engine konfiguriert und auf weitere Geräte des Herstellers abgestimmt werden. Die kräftige Beleuchtung sieht sehr hübsch aus und erweckt einen hochwertigen Eindruck. Natürlich können über die Engine auch Mauseinstellungen und Tastenprogrammierungen vorgenommen werden, darunter Polling Rate, Angle Snapping und Empfindlichkeit. Die Einstellungen werden wie üblich mittels eines 32-bit-ARM-Prozessors verarbeitet.

Alles in allem gefiel uns die Rival 600 ausgesprochen gut. Die Ergonomie ist ohne Fehl und Tadel und die Präzision beim Zocken ist ebenfalls ohne Schwächen. Ob nun mit oder ohne weitere SteelSeries-Geräte, wir können die Rival 600 problemlos in den Olymp der besseren Gaming-Mäuse verfrachten und guten Gewissens empfehlen. Die 89,99 Euro UVP (Straßenpreis aktuell um die 70 Euro) sind auf jeden Fall gut angelegt.

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