Test - Strider 2 : Strider 2

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So ein Mist! Da hält man über Jahrhunderte die Ninja-Philosophie hoch und was passiert? Die Welt mutiert zu einem hoch technologisierten, unmenschlichen Planeten, der von einem fiesen Diktator beherrscht wird. Da muss sich unser heroischer Kampfexperte halt eben den Gegebenheiten anpassen und mit Elektroschwert und allerlei sonstigen technischen Gimmicks gegen das Böse ankämpfen.

Mit 'Strider 2' für die PSone präsentiert Capcom eine originalgetreue Umsetzung des gleichnamigen Arcade-Automaten von 1998 - Knapp zehn Jahre nachdem der Held Hiryu im ersten Teil auf verschiedenen Systemen Furore machte. Schon das alte 'Strider' überzeugte mit für die damalige Zeit beeindruckender (2D-)Optik, gigantischen Zwischen- und Endbossen und perfektem Plattform-Leveldesign. Im nun aktuellen zweiten Teil wurde versucht, das Flair von 'Strider' mit neuen Levels und zeitgemäßerer Technik zu verbinden.

Die Story von 'Strider 2' unterscheidet sich nicht grosartig vom Vorgänger. Wieder entwickelte sich unsere geliebte Erde zu einem äusserst unangenehmen Ort. Korrupte Politiker sind an der Macht, überall gibt es Hungersnöte, Krieg und Überbevölkerung. Menschen, die für die Freiheit kämpfen, werden eingesperrt oder getötet. Über all dem herrscht ein mysteriöser Diktator namens 'Grandmaster'. Aber da taucht aus dem Nichts ein einsamer, vermummter Kämpfer auf, mit dem Ziel, Grandmaster und seine Helfer zu vernichten. Sein Name ist Strider Hiryu und er ist ein Mitglied der vor kurzem aufgelösten Söldner-Ninja-Truppe 'Striders'. Hiryus Waffe wird 'Cypher' genannt. Es handelt sich dabei um ein schwer zu handhabendes, tödliches Plasmaschwert, das nur ganz wenige der Striders wirklich beherrschen können.

Strider 2
Die Rückkehr eines Action-Klassikers.

Dass Capcom ohne grosses Drumherum ihren 'Strider 2' auf die PSone portiert hat, merkt man schon am Hauptmenü des Spiels. Nur gerade 'Game Start' und die Optionen stehen zur Auswahl. Irgendwelche Extra-Spielmodi oder das Wiederaufnehmen eines alten Spielstandes sind nicht vorhanden. Auch auf schicke Renderfilmchen müsst ihr verzichtet - während des ganzen Spiels wird die simple Story bloss anhand von wenigen Standbildern im Anime-Stil und englischem Text weitergesponnen.

Wie schon erwähnt werdet ihr nach dem Starten des Spiels kein Intro zu sehen bekommen. Ihr gelangt hingegen zu einem Menü, in dem ihr selbst entscheiden könnt, mit welchem der drei Anfangslevels ihr beginnen wollt. Habt ihr ein Level - das immer aus mehreren Szenen besteht - erfolgreich absolviert, gelangt ihr wieder zu diesem Menü, wo ihr dann euren nächsten Einsatz auswählt. Ausserdem erscheinen hier nach und nach alle fünf Welten, die ihr durchstehen müsst, um dem Grandmaster gegenüber zu treten.

Im ersten Level betritt Hiryu eine karge, dunkle und graue Stadt, die von verschiedenen fiesen Gestalten unsicher gemacht wird. Ihr müsst euch durch mehrere Abschnitte kämpfen, in denen ihr dann immer weiter in ein Gebäude eindringt, das von einem spinnenartigen Roboter überwacht wird. Zum Schluss des Levels reitet ihr sogar auf einem mechanischen chinesischen Drachen durch die Lüfte - ihr müsst ihn attackieren, seinen Angriffen ausweichen und zu alledem aufpassen, dass ihr nicht von seinem Rücken herunterfallt. Dieses Szenario bietet sich nicht zuletzt dank den noch recht harmlosen Feinden bestens an, um sich mit Hiryus Fähigkeiten und Steuerung vertraut zu machen.

Strider 2
Wählt die Levelreihenfolge selber.

Ihr habt viele Möglichkeiten, das Schwert richtig einzusetzen, die Sprungfähigkeit zu testen, an Wänden und Decke herumzuklettern, euch auf Plattformen zu schwingen und das eine oder andere versteckte Bonus-Item einzusammeln. Selbst die verschiedenen Zwischenbosse und der erste Obermotz sind kaum mehr als Trainingspartner.

Im zweiten Abschnitt müsst ihr eine mittelalterlich wirkende Burg 'erobern'. Ihr erklimmt die Burgzinnen, kämpft euch über die Dächer der Türme, zerstört Schussanlagen, flüchtet vor einem auf euch zurasenden Pflug und dringt immer weiter in das alte Gemäuer voller feindlichem Hightech ein, um schlussendlich ein riesiges vierköpfiges Monster zu besiegen. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei schon spürbar höher ausgefallen. Hier wissen sich die Gegner durchaus zu wehren und greifen euch schon mal mit gefährlichen Geschossen an. Versierte Action-Spieler sollten aber keine allzu grossen Probleme haben, Heil aus der malerischen Burganlage zu kommen.

Strider 2
Zwischen den Levels gibt's nur Standbilder.

Ab dem dritten Level werdet ihr um die unendlichen Continues froh sein, denn in dieser Nordpol-Stage und in den folgenden Abschnitten werdet ihr doch öfters mal ins Gras beißen. Ihr kämpft in dieser eisigen Welt gegen teilweise wirklich abgedrehte Gegner. So greifen euch plötzlich dick vermummte Roboter an, die sich auf Schlittschuhen durch die Gegend bewegen und mit ihrem Eishockey-Stock zuschlagen. Habt ihr die verschneiten Hügel und eisigen Felsen hinter euch gelassen, werdet ihr von einem grossen Metall-Mammut attackiert. Besiegt ihr ihn, könnt ihr in ein geheimes Forschungslabor eindringen. Zum Abschluss dieser coolen Stage erwartet euch eine von den Forschern gezüchtete Riesenpflanze. Euer Kampf mit diesem aggressiven und auffallend zähen Gewächs gehört zu den langwierigsten und schwierigsten Fights.

 

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