Test - Submarine Commander : Submarine Commander

  • PSone
Von Kommentieren
Submarine Commander
Statistik nach dem Einsatz.

Ausrüsten des U-Boots
Netterweise habt ihr von den Standard-Torpedos unendlich viel an Bord. Erst speziellere Waffen, wie zum Beispiel Minen oder wärmesuchende Torpedos müssen auf den schwimmenden Docks käuflich erworben werden. Daneben könnt ihr euer Unterseeboot hier auch mit besseren Teilen ausstatten und dadurch etwas aufmotzen. Das reicht von einem neuen Propeller für den Antrieb, über bessere Waffensysteme bis hin zu äusserlichen Verbesserungen wie einem neuen Anstrich. Jede Veränderung hat wiederum einen Einfluss auf die U-Boot-Eigenschaften wie Beschleunigung, Manövrierfähigkeit, Geschwindigkeit, Tauchtiefe und andere mehr. Nicht ganz einsichtig ist mir allerdings, wie sich zum Beispiel eine andere Lackierung auf die Tauchtiefe auswirkt...

Nicht nur Ballern ...
Neben dem Action- und Taktik-Teil im Wasser, müsst ihr auf der schwimmenden Versorgungsinsel mit den dort ansässigen Leuten sprechen. Zum einen braucht ihr ja Nachschub für eure Bewaffnung, zum anderen müssen neue Aufträge her, damit ihr auch finanziell überleben könnt. Schliesslich müsst ihr die Reparaturen an eurem Boot irgendwie bezahlen können und eure Mannschaft will abgefüttert werden. Etwas Kleingeld für die Bar sollte also schon vorhanden sein. Neben allerlei Small-Talk könnt ihr hier im Logbuch auch euren aktuellen Spielstand abspeichern. Stolze Besitzer einer PlayStation 2 werden sich spätestens hier darüber ärgern, dass ihre 8 MB Memory Card vom Speichersystem nicht erkannt wird...

Submarine Commander
Der feindliche Nachschub wird gleich ausgeschaltet sein.

Wie fährt es sich so?
Kernfrage besonders bei solchen Spielen ist immer: Wie spielt sich das Game? Zumindest die Steuerung ist ziemlich einfach. Im Wasser könnt ihr neben den vier Richtungen nur noch nach vorne und hinten fahren. Hier wurde zugunsten des Action-Anteils bewusst auf den Simulations-Aspekt verzichtet. Zwar gibt es noch einen taktischen Teil - bei der Wahl der aktuellen Waffe und dem Vorgehen - ansonsten ballert ihr aber meistens, was das Zeug hält. Ein weiteres Indiz für die Vereinfachung des Spielprinzips ist auch der Energie-Balken am oberen Bildschirmrand, der sowohl den Zustand des eigenen, als auch des feindlichen Bootes anzeigt. Daneben habt ihr noch Anzeigen für die Tauchtiefe und die Geschwindigkeit.
Die 3D-Karte ist zwar brauchbar, allerdings recht unübersichtlich. Die Objekte sind ziemlich klein und eine Zoom-Funktion gibt es auch nicht. Gut finde ich im Gegenzug, dass das Spielgeschehen zum Beispiel beim Nachladen oder der Auswahl der Rohre, die abgefeuert werden sollen, kurz angehalten wird.

Submarine Commander
Gleich geht's unserem Widersacher an den Kragen.

Kein Augenschmaus
Grafisch kann 'Submarine Commander' wohl niemanden mehr vom Sockel hauen. Am besten sehen noch die Aussensicht-Aufnahmen der U-Boote aus, wenn angezeigt werden soll, ob die Torpedos treffen oder nicht. Die vorgerenderten Bilder auf dem Versorgungs-Dock sind detailarm, bewegten Figuren begegnet ihr nicht. Die komplett englischen Gespräche werden wie in Rollenspielen üblich in einem Dialog-Rahmen am unteren Bildschirmrand ausgegeben.
Auch die Kämpfe unter Wasser sind wenigstens optisch ziemlich dröge: In der Normalansicht seht ihr eine grüne Fläche vor euch, auf der eure Gegner in Form von viereckigen Zielpunkten angezeigt werden. Auch wenn ihr näher an diese herankommt, könnt ihr nicht viel mehr als eine Silhouette erkennen. Treffer und das Nachladen der Torpedorohre sehen wiederum nicht schlecht aus.

Ziemlich ruhig hier unten
Auch akustisch kommt das Spiel ziemlich lahm daher. Das liegt zum einen daran, dass auf eine Sprachausgabe völlig verzichtet wurde, zum anderen aber auch, dass es schlichtweg wenig zu hören gibt. Klar ist es unter dem Meeresspiegel ziemlich ruhig, aber wie wäre es denn zum Beispiel mit einem Knirschen, wenn in grosser Tiefe getaucht wird und die Hülle unter enormem Druck steht oder einem schneller werdenden Warnsignal, statt einer simplen Textanzeige und einem Signalton, wenn ein feindlicher Torpedo immer näher auf unser U-Boot zukommt? Diese Dinge - zusammen mit einer etwas prächtigeren Grafik - hätten dem Spiel sicher gut getan und brächten etwas mehr Atmosphäre ins Geschehen.

 

Fazit

von Ronny Mathieu
Während es auf dem PC bereits eine Flut von mehr oder weniger guten U-Boot-Simulationen gibt, kommt es mir fast so vor, als soll mit diesem nun vorliegenden Spiel zuerst ausgelotet werden, ob auf der PlayStation überhaupt Nachfrage nach diesem Genre besteht. Erst wenn diese da ist, wird dann mehr Kohle in die Entwicklung gesteckt. Dadurch wird allerdings nicht gerade Werbung für diese Art von Games gemacht: Die Grafik ist schlicht, Soundeffekte und Musik nur beschränkt vorhanden. Die richtige Stimmung und die nötige Atmosphäre wollen irgendwie nicht so richtig aufkommen, was sicher auch an der Präsentation liegt. Spannend ist es dann höchstens, sein Unterseeboot mit immer besseren Waffen und Maschinenteilen auszustatten, so dass es einfacher wird den Gegnern einzuheizen. Dazu kommt, dass wenigstens die Missionen in einem gewissen Grade abwechslungsreich sind und der Nur-noch-ein-Auftrag-Gedanke zum Weiterspielen animiert. Davon abgesehen ist dieser Titel sicher nur eingefleischten U-Boot-Kapitänen und Action-Fans zu empfehlen, die sich von der etwas holprigen Umsetzung nicht abschrecken lassen oder einen leicht zu steuernden Vertreter dieses Genres suchen.  

Wertung

  • PSone
    72
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel