Test - Sudden Strike 2 : Sudden Strike 2

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Lange mussten die Fans des Vorgängers warten, bis endlich eine Fortsetzung ihres Spiels in die Läden kommt. Nun ist es endlich soweit - für all jene, die 'Sudden Strike' nicht kennen, zuerst ein kurzer Rückblick.

Sudden Strike 2
Bau einer Ponton-Brücke im Tutorial.

Was bisher geschah ...
Kaum jemand hatte wohl mit einem derart großen Erfolg gerechnet, als der erste Teil dieses Echtzeitstrategie-Spiels erschien, verkaufte sich der Titel seit 2000 doch weltweit über 500.000 Mal. Grund hierfür war und ist vor allem das Setting: Während in vergleichbaren Konkurrenzprodukten entweder im Mittelalter oder einer zuweilen fantastischen Zukunftswelt gekämpft wurde, setzten die Macher auf Authentizität und schickten den Hobby-General in den Zweiten Weltkrieg - inklusive den realen Vorbildern nachempfundenen Kriegsgeräts, wobei auf jedes noch so kleine Detail geachtet wurde. Des Weiteren wurde das Augenmerk auf Klasse und erst danach auf Masse gelegt, denn ohne geschicktes, taktisches Vorgehen blieb der Spieler praktisch chancenlos, da nicht beliebig Einheiten nachproduziert werden konnten - ein Basenbau mit dem entsprechenden Ressourcen-Management fehlte nämlich völlig.

Es dauerte nicht lange, bis die Fans nach neuen Missionen verlangten, die ihnen in Form des offiziellen Add-ons 'Sudden Strike: Forever' aus dem Hause CDV auch nachgeliefert wurde. Allerdings waren die Aufträge beinhart, so dass sicher der ein oder andere weniger geübte Stratege entnervt aufgegeben haben dürfte. Daneben schickten auch Dritthersteller ihre Erweiterungen ins Rennen, deren Produkte ebenfalls überzeugen konnten und kleine, aber feine Verbesserungen oder neue Ideen ins Spiel brachten: Neben neuen Missionen und Abstechern in die Zeit des Ersten Weltkrieges in 'Total War', durfte man in 'Total War II' sogar Einheiten produzieren.

Die wichtigsten Neuerungen
Nach diesem kurzen Abstecher aber zurück zum nun neu erschienen Sequel. Die auffallendste und eigentlich auch einzige große Neuerung scheint auf den ersten Blick die neu hinzugekommene Nation zu sein: Da der Spieler sich nun auch auf die Seite der Japaner schlagen kann, darf er in insgesamt fünf Kampagnen sein Können unter Beweis stellen. Mit dabei sind neben den Asiaten, die Deutschen, Russen, Amerikaner und Engländer. In der neu hinzugekommenen Kampagne geht es darum, den Vormarsch der britischen und amerikanischen Armee im pazifischen Raum zwischen 1942 und 1945 zu stoppen.

Sudden Strike 2
Mit diesem kleinen Haufen sollen alle feindlichen Panzerjäger zerstört werden.

Nicht nur aufgrund der neuen Nation, sondern sicher auch um den Spielspass zu fördern und einen würdigen Nachfolger zu präsentieren, haben zahlreiche neue Einheiten ihren Weg ins Spiel gefunden. Nun gehören 50 weitere Typen zum Repertoire eines jeden Hobby-Generals, wobei neben den gewohnten Landeinheiten nun zusätzlich auf See- und Lufteinheiten zurückgegriffen werden kann, die sich auch direkt steuern lassen. Dadurch ergeben sich natürlich neue taktische Möglichkeiten und neue Szenarien.

Neu ist ebenfalls, dass die verschiedenen Einheiten nicht mehr statisch sind und nur deren Lebensenergie und Munitionsvorrat von Bedeutung sind: Die verschiedenen Truppengattungen können nun nämlich Erfahrung sammeln, die sich bei einer höheren Stufe auch auf deren Eigenschaften auswirkt. So können beispielsweise Soldaten mit einem höheren Erfahrungslevel genauer schießen, erleiden weniger Schaden durch Querschläger oder direkte Treffer und nutzen zudem die natürlichen Deckungsmöglichkeiten besser aus.
Daneben spielt jetzt die Moral eine Rolle, die nicht konstant ist, sondern sich im Verlaufe einer Mission erhöhen oder verringern kann: Eine niedrigere Moral verringert die Auswirkungen der Erfahrung, Einheiten mit hoher Moral haben einen Bonus auf ihre Werte, auch wenn sie über keinerlei Erfahrung verfügen. Besonders Offiziere profitieren von dieser Neuerung, da sich deren Wert im Verlaufe des Spiels erhöht und dieser zudem einen Einfluss auf die Kampfkraft der Einheiten in deren Nähe hat.

Sudden Strike 2
Diese Brücke will gehalten werden.

Glücklicherweise haben es die Entwickler mit diesem neuen Feature nicht übertrieben, so dass ihr beispielsweise nicht wie im rundenbasierenden Strategietitel 'Combat Mission: Beyond Overlord' damit rechnen müsst, dass eure Soldaten die nackte Panik ergreift und sie einfach vom Schlachtfeld flüchten. Interessant ist aber wiederum die Möglichkeit, dass sich die Moral eurer Gefolgsleute durch gegnerische Flugblätter und Propaganda-Fahrzeuge verringert.

Spezialbefehle und neue Transportmittel
Neben den oben genannten Neuerungen, stehen euch jetzt auch zusätzliche Befehle zur Verfügung mit denen sich eure Leute besser und zuweilen auch sicherer durch die Gegend lotsen lassen: Die Infanterie hat nun im 'Kriech'-Modus einen besseren Schutz vor gegnerischem Feuer und schießt genauer, im Gegenzug verringert sich zwangsläufig deren Sichtweite. Neu können zudem Panzer und Panzerabwehr in den so genannten 'Marschieren'-Modus versetzt werden, in dem die Besatzung des Panzers aus dem Ausguck herausschaut. Dadurch wird automatisch die Sichtweite erhöht, andererseits bietet der Mann im Ausguck natürlich ein gutes Ziel für feindliche Schützen. Lobenswert: Wird der Panzer in diesem Modus angegriffen, kehrt er automatisch in den 'Kampf'-Modus zurück.

 

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