Preview - Summoner : Summoner

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Summoner
Vier Teammitglieder plus Dämon können gesteuert werden.

Das Kampfsystem
Da es sich aber um ein Rollenspiel handelt, wird es nicht bei friedlichen Auseinandersetzungen bleiben. Früher oder später trefft ihr auf Feinde oder gar starke Endgegner und stellt euch einem Kampf. Hier ist der grösste Unterschied gegenüber klassischen RPGs. Die Kämpfe sind komplett in Echtzeit und erfolgen auf der Karte. Ihr beeinflusst die Schläge eures Schwertes/Waffe mit dem Joypad und könnt sogar mehrere Schläge miteinander kombinieren. Dies erfolgt bequem mit den digitalen Richtungstasten, deren Belegung ihr in den Optionen auch frei konfigurieren dürft. Klar, dass ihr in diesem Fall nicht die ganze Partei kontrollieren könnt. Daher werdet ihr nur mit einem Charakter kämpfen können. Der Rest wird von der CPU übernommen, die ihre Aufgabe in der gezeigten Version bereits solide meisterte. Jede Figur beherrscht eigene Waffen und Schläge, aus denen ihr euren Liebling sicherlich herauspicken werdet. Im Verlaufe des Spieles könnt ihr dann auch wunderschön anzuschauende Zaubersprüche ausführen, von denen jede Figur ihre eigenen besitzt.

Für jeden Treffer werden dem Gegner oder euch HPs abgezogen. Wie viele das sind, wird sofort mit einer Zahl gekennzeichnet. Logischerweise gibt es dann auch Erfahrungspunkte in Sachen Kampftechnik. Nach und nach könnt ihr damit eure Fähigkeiten wie Schwertführung, Ausweichen, Schubsen oder Heilen aufstocken. Schubsen? Ja, ihr könnt euren Gegner einfach umschubsen und anschliessend eine Schlagcombo anbringen. Für alle, die sich für solche Dinge nicht interessieren, gibt es die Möglichkeit, den Computer zuzuschalten, der die Upgrades für euch übernimmt. Nach bestimmten Kämpfen erhaltet ihr auch reichlich Items oder Goldstücke, die ihr aber auch in der gesamten Spielwelt verteilt auffinden könnt. Damit könnt ihr später die Ausrüstung wie Klamotten und Waffen aufbessern - wie in einem klassischen Rollenspiel halt üblich.

Interessant ist auch die taktische Komponente der Landschaft an sich. Wenn ihr zum Beispiel auf einer Bergkuppe steht und einen Schlag auf einen niedriger positionierten Gegner anbringt, dann ist die Trefferquote höher als auf einer flachen Ebene.

Summoner
Die Übersichtskarte, auf der ihr die grossen Reisen antretet.

Die Technik
Im Verlauf der Geschichte trefft ihr wie bereits erwähnt auf Freunde, die in eure Partei einsteigen. Das Ganze stellt sich aber nicht so friedlich und freundschaftlich heraus, wie man sich das vielleicht vorstellt. Einzig der Gegner schweisst die vier Hauptcharaktere zusammen. Untereinander hassen sich einige Figuren und Konflikte in der Partei selber sind vorprogrammiert. Wie das dann im Endeffekt aussehen wird, können wir an dieser Stelle leider nicht verraten, aber die Entwickler versuchen so auch ein wenig Abwechslung in die Story zu bringen.

Die Geschichte wird immer wieder durch Ingame-Sequenzen aufgelockert. So trefft ihr beispielsweise in einer Kirche ein, die mit grossen bunten Glasfenstern versehen ist. Hier zoomt die Kamera durch den Raum und ein Priester erzählt die Geschichte des Summoners. Das Ganze wird in deutscher Sprache stattfinden. In der uns demonstrierten Version stimmte das Timing noch nicht. Wenn die Entwicklung von 'Summoner' aber abgeschlossen ist, passen auch die Mundbewegungen der Charaktere zu den eigentlichen Aussagen. Die Wahl der Sprecher ist durchaus angemessen und überzeugend.

Ihr findet also nach und nach die Ringe der Summoner. Irgendwann seid ihr dann auch in der Lage Dämonen herbeizurufen, die ihr selbstverständlich selber spielen könnt. Eine Reihe solcher Gestalten wurden ins Spiel aufgenommen. Deren gekonnter Einsatz ist vor allem bei den Bosskämpfen ratsam, sonst sterbt ihr schneller als euch lieb ist oder seid nur noch mit dem Aussprechen von Wiederbelebungszaubern beschäftigt. Die Entwickler haben des weiteren versprochen, das Gameplay durch die Missionen möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Als Beispiel wurde eine Sneak-Mission durch ein Schloss demonstriert. Hier sollt ihr eine Person finden und müsst an den Wachen vorbeischleichen, die sich gerade auf Patrouille befinden. Klingt einfacher als es wirklich ist, da das Gebäude ziemlich verwinkelt und komplex ist.

Summoner
Immer wieder trefft ihr auf Bosse.

Doch nun zur technischen Gestaltung: Während eines Grossteils des Spiels seid ihr in den Städten und bestimmten Gebieten unterwegs. Hierbei handelt es sich um eine detailreiche komplette 3D-Engine. Es gibt schöne Gebäude und reichlich Objekte und Personen, die eine komplexe Welt darstellen. Die Farben sind satt, Kanten so gut wie nicht vorhanden und die Engine ist bereits jetzt stabil und flott. Die Animationen der Figuren können ebenfalls überzeugen. Etwas störend ist nur der Himmel, der bloss aus einem Hintergrundbild besteht. Ein richtiges Highlight sind die schönen Effekte der Zaubersprüche. Natürlich reicht der kurze Einblick nicht für ein entgültiges Urteil. Aber die einzelnen Umgebungen sind wirklich detailliert und farbenfroh, was auch für die Charaktere gilt.

Gespielt wird aber auch ab und zu auf einer Weltkarte. Diese werdet ihr euch öfters anschauen, denn sobald ihr eine Umgebung verlasst und die Weltkarte seht, werden eure Energiepunkte wieder aufgeladen. Die Worldmap ist natürlich nicht so umfangreich und wirkte meines Erachtens etwas verschwommen, weist aber auch einige 3D Objekte (zum Beispiel Gebäude) auf. Lobenswert ist übrigens auch das Savesystem - ihr könnt an fast jedem Punkt speichern und laden. Bleibt nur noch der Soundtechnische Aspekt. Auch hier reicht es nicht für ein entgültiges Urteil, aber die Melodien entwickelten sich schnell zu Ohrwürmern.

 

Fazit

von Jan Krause
Der Besuch bei THQ bezüglich 'Summoner' hat sich wahrhaftig gelohnt. Volition hat da einen Titel in der Mache, der sich von der breiten Masse der Spiele dieses Genres abhebt, sehr gutes Gameplay aufweist und grafisch wesentlich ausgereifter ist als bisher erschienene RPG-Titel auf der PlayStation 2. Das Spiel hinterlies einen sehr guten Eindruck und stellt ein erstes PS2-Highlight für Rollenspiel-Fans dar. Besonders lobenswert ist die gute Lokalisierung des Titels.

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