Test - Super Street Fighter IV : Mehr als ein Update?

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Viel zu entdecken?

Während ihr euch beim Vorgänger noch viele Kämpfer erspielen musstet, sind bei Super Street Fighter IV alle von Anfang an freigeschaltet. Was motiviert euch also noch alleine vor der Konsole? Zum einen ist da der genannte Herausforderungsmodus. Hier erhaltet ihr wie gehabt durch erfolgreiches Abschließen der Missionen Titel und Bildchen, die ihr für eure Online-Turniere verwendet. Interessierte zocken auch den Story-Modus, in denen euch die Hintergrundgeschichte der neuen Charaktere zwischen den Kämpfen präsentiert wird. Wie schon im Vorgänger sind die Geschichten oft wirr und werden mit qualitativ diskussionswürdigen Anime-Filmchen erzählt. Zwischendrin begegnen euch die zwei neuen „Bonus-Stages", in denen ihr wahlweise ein Auto zertrümmert oder herabfallende Fässer zerschlagt. Insgesamt gibt es hier also nicht allzu viel Neues zu entdecken.

Alle Zeichen stehen auf online

Kernstück von Super Street Fighter IV ist der aufgebohrte Online-Modus. Für alle Kämpfe wurde die Netzwerkqualität verbessert. Ihr könnt jetzt noch genauer erkennen, wie gut die Verbindung zu eurem Gegner ist. Neben den bekannten Ranglistenturnieren stehen euch nun zwei weitere Spielarten zur Verfügung. Beide Varianten erinnern uns an die Zeiten, in denen man sich solche Modi noch selbst vor dem Super Nintendo mit Freunden ausgedacht hat. In der „Team Battle" treten zwei Gruppen von bis zu je vier Spielern gegeneinander an. Es wird so lange gespielt, bis eines der beiden Teams komplett besiegt wurde. Offline mit Kumpels seid ihr aber immer noch darauf angewiesen, selbst solche Gruppierungen durchzuführen. Denn im Spiel findet ihr diese Modi nur für Online-Kämpfe.

Für immer prügeln?

Die „Endless Battle" schickt euch so lange gegen einen Online-Gegner, bis ihr besiegt werdet. Aber auch hier wird vorher eine Gruppe von acht Kämpfern festgelegt. Derjenige, der verliert, muss quasi den Controller an den nächsten Spieler in der Reihe weitergeben. Bei den neuen Modi dürft ihr übrigens auch private Plätze festlegen, wenn ihr etwa nur mit euren Online-Freunden zocken wollt. Schließlich habt ihr nun auch ein komplettes Replay-Studio zur Verfügung. Dort seht ihr euch aktuelle Videos der Weltelite an, um - hoffentlich - etwas von den Austragungen zu lernen. Oder ihr gebt eigene Wiederholungen für die Street-Fighter-Gemeinde frei. Diese müsst ihr jedoch vorher selbst im Spiel aufgezeichnet haben.

Das kommt noch

Tja, und wo ist jetzt der Turniermodus, den wir uns schon kostenlos für den Vorgänger herunterladen konnten? Der wird für den aktuellen Teil erst am 15. Juni nachgereicht. Dann ist das Herunterladen zwar erneut kostenlos, aber dafür gibt es eine Wartezeit von satten eineinhalb Monaten. Immerhin will Capcom über diesen Modus immer wieder spezielle Turniere veranstalten, bei denen ihr Goodies gewinnen könnt. Somit bleiben die Verbesserungen von Super Street Fighter IV bis dahin hauptsächlich im Detail. Grundsätzlich könnte man sagen: Wer sich nicht sonderlich für die zehn frischen Kämpfer interessiert, hat eigentlich keinen Grund, sich diesen Titel zuzulegen. Allerdings sind die Neuzugänge so klasse inszeniert, dass man mit ihnen einige Zeit Spaß haben wird. Online wie offline wird dadurch lange für Motivation gesorgt.

Fazit

von ** **
Capcoms Street-Fighter-Strategie ist in diesem Fall ein zweischneidiges Schwert. Technisch ist wie immer alles tadellos umgesetzt. Auch die neuen Charaktere überzeugen durch die Bank. Ähnliches lässt sich über die Online-Modi sagen, auch wenn der Turniermodus erst als herunterladbarer, kostenloser Inhalt im Juni nachgereicht werden wird. Echte Street-Fighter-Vielspieler sind also sehr gut bedient und werden sich über die Optimierungen freuen. Aber: Wer sich nur ab und zu mal mit den Kumpels offline prügelt, dem genügt eigentlich auch der Vorgänger. Bitte nicht falsch verstehen: Super Street Fighter IV ist für sich alleine ein exzellentes Prügelspiel. Im Vergleich zum Vorgänger bietet es leider hauptsächlich Profispielern und Beat-'em-up-Veteranen einen echten Mehrwert. Gelegenheitsschläger, die den Vorgänger haben, müssen nicht zwingend zugreifen. Der günstige Preis dürfte aber so oder so versöhnlich stimmen.

Überblick

Pro

  • optimiertes Kampfsystem
  • alle 35 Kämpfer von Anfang an verfügbar
  • 10 neue Charaktere
  • frische Ultra-Kombos
  • verbesserte Online-Modi
  • neue Online-Bezeichnungen

Contra

  • Turniermodus des Vorgängers erst Mitte Juni per Download
  • immer noch billig wirkende Anime-Zwischensequenzen

Wertung

  • X360
    90
    %
  • PS3
    90
    %

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