Test - Swedish Touring Car CS : Swedish Touring Car CS

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Swedish Touring Car CS
Noch bin ich an der Spitze, doch das Feld holt auf.

Wie immer bringen Veränderungen am Wagen-Setup auch ein anderes Fahr-Verhalten mit sich, das auch den jeweiligen Streckenverhältnissen angepasst sein sollte: Wenn ihr zum Beispiel vorne und hinten eine weichere Aufhängungs-Einstellung wählt, reagiert der Wagen zwar weniger gut, verfügt aber im Gegenzug über mehr Bodenhaftung auf schwierigen Strecken; bei härteren Einstellungen verhält es sich natürlich genau umgekehrt.

Nicht zu vergessen bleibt allerdings, dass all diese Optionen sind auch davon abhängig, ob ihr eine STCC- oder SSR-Saison startet. Schließlich seid ihr in einem 'Super Stock Car Race' ausschließlich mit einem Chevrolet Camaro unterwegs, während ihr in einem STCC-Rennen zum Beispiel mit einem Nissan, Ford, BMW, Volvo, Alfa Romeo, Audi und Honda an den Start gehen könnt.

Fahrt lieber vorsichtig
Nach der Wahl des bevorzugten Controllers, könnt ihr die Steuerung eurem persönlichen Geschmack anpassen. Eine Ausnahme bildet die Standard-Konfiguration der Tastatur, die nicht geändert werden kann. Ansonsten läßt sich an hier eigentlich nichts bemängeln: Euer Auto läßt sich ziemlich gut durch die Kurven scheuchen und hat eigentlich wenig Macken, solange ihr nicht unsinnige Einstellungen am Wagen-Setup macht.

Weniger glücklich war ich allerdings mit den Entscheidungen darüber, wem bei rücksichtslosem Fahren die schwarze Flagge gezeigt wurde und somit eine Stop-and-Go-Strafe in der Boxengasse kassierte. Auch wenn mir der Weg abgeschnitten wurde und ich als Konsequenz ins Heck meines fuhr oder ein Konkurrent in meine Seite bretterte, schien ich automatisch der Schuldige zu sein und wurde auch als Einziger bestraft. Besonders ärgerlich ist das vor allem bei Rennen über wenige Runden, denn dann habt ihr so gut wie verloren. Daher solltet ihr bei eingeschalteten Regeln doch besser defensiv fahren.

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In der Datenbank erhaltet ihr weitere Infos zum Team, Fahrer und Auto.

Die Gegner KI ist übrigens nicht übel, wenigstens was enge Kurven angeht. Dort bleiben eure Widersacher konsequent in der Innenseite, um die Räume eng zu machen. Das tun sie allerdings auch bei Spitzkehren, so dass sie dort ziemlich langsam unterwegs sind und ihr sie locker außen überholen könnt. Im Gegenzug versuchen sie in den Kurven auch stets euch innen zu überholen - laßt ihr also einmal etwas zu viel Platz, klebt euch unter Umständen unversehens einer in der Seite. Als Folge davon macht ihr zwangsläufig einen Dreher und das Feld zieht an euch vorbei.

Die Schwierigkeit läßt sich übrigens auf fünf Stufen einstellen, wobei meiner Ansicht nach das Spiel einen moderaten Schwierigkeitsgrad mit sich bringt. Dadurch haben sicher auch Anfänger eine Chance, mal ein Rennen zu gewinnen.

Auch was fürs Auge
Die Strecken bieten übrigens alles, was das Herz begehrt: Enge und steile Kurven, Spitzkehren und Hügel, lange Geraden, schmale und breite Abschnitte. Diese sind grafisch schön anzusehen und können auch dadurch, dass sie doch sehr abwechslungsreich und interessant ausgefallen sind, über längere Zeit motivieren.

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Mit Top-Speed auf der Geraden.

Nicht unerwähnt bleiben dürfen die insgesamt sieben Kamera-Perspektiven, aus deren Sicht ihr euer Fahrzeug lenken könnt. Daneben können auch die Lens-Flare-Effekte und die Spiegelungen auf den insgesamt zehn verschiedenen Autos gefallen. Besonders schön anzusehen sind die Regenrennen, in denen sich die Bremslichter auf der nassen Fahrbahn spiegeln und die Wagen das auf der Strecke liegende Wasser aufwirbeln.

Authentizität wichtig
Ein Hauptgrund für die richtige Atmosphäre ist einerseits die offizielle Lizenz: Die Rennwagen kommen Originalgetreu daher, natürlich inklusive der Sticker der jeweiligen Sponsoren, sowie den Piloten-Namen der realen Vorbilder. Daneben war auch der bekannteste STCC Nissan-Fahrer Carl Rosenblad dabei behilflich, den nötigen Realismus auf die Piste zu bringen. Auch im Handbuch könnt ihr noch Tipps von ihm nachlesen, die von der Beschreibung der Vor- und Nachteile der Tuning-Möglichkeiten bis zum richtigen Fahrverhalten reichen.

Neben dem gelungenen Schadensmodell, bei dem verschlissene Teile auch Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben, kann auch der Sound überzeugen: Jeder Motor hat seinen individuellen Klang, wobei sich dieser aus verschiedenen Distanzen, wie zum Beispiel beim Wechsel der Kamera, auch unterschiedlich anhört.

 

Fazit

von Ronny Mathieu
'Swedish Touring Car Championship 2' kann sowohl durch seine schöne Grafik, als auch den guten Sound begeistern. Die Strecken sind abwechslungsreich, wenn auch gewöhnungsbedürftig, und versprechen eine Menge Fahrspaß und die nötige Langzeitmotivation. Durch das abschaltbare Regelwerk und den moderaten Schwierigkeitsgrad dürften auch Renneinsteiger mit etwas Übung ihre Freude daran haben. Weniger gut gelungen ist die KI eurer Kontrahenten, die euch beim Anbremsen vor Kurven immer mal wieder abschießen und sich mit unermüdlicher Konsequenz auf der Kurveninnenseite durchzwängen wollen. Das führt dann zwangsweise zum einen oder anderen Dreher und damit zu einer unverschuldeten schlechten Platzierung. Dazu kommt, dass es meistens ihr seid, welche die schwarze Flagge wegen rücksichtslosem Fahrens zu sehen bekommt. Davon abgesehen macht das Game eine Menge Spaß und spielt sich eigentlich ziemlich gut. Aus den oben genannten Gründen kann es daher auch bedenkenlos Renneinsteigern empfohlen werden.  

Wertung

  • PC
    80
    %

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