Preview - Tao Feng: Fist of the Lotus : Tao Feng: Fist of the Lotus

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Xbox-Spieler mit einem Hang zu handfesten Keilereien dürfen sich auf neues Beat'em Up-Futter freuen: Mit dem harten 'Tao Feng: Fist of the Lotus' tritt Microsoft gegen den neuesten 'Mortal Kombat'-Ableger an. Wir haben eine weit fortgeschrittene Preview-Version des Prüglers in Augenschein genommen.

Tao Feng: Fist of the Lotus
Pale Lotus oder Black Mantis?

Dass 'Tao Feng' deutlich gegen das erst vor kurzem erschienene 'Mortal Kombat: Deadly Alliance' antritt, lässt sich nicht nur anhand des ähnlichen Grafikstils und Gameplays erahnen, sondern auch an den Entwicklern. Die beiden 'MK'-Urgesteine Ed Boon und John Tobias gehen mittlerweile getrennte Wege – während Boon für das neue 'Mortal Kombat' verantwortlich ist, werkelt Tobias mit seinem Team namens Studio Gigante an 'Tao Feng: Fist of the Lotus'.

Der Mann am Südpol
Auch wenn eine Geschichte im Beat'em Up-Genre ziemlich überflüssig ist, haben sich die Jungs von Studio Gigante deutlich ins Zeug gelegt: Das Spiel ist in auf der Erde in einem Paralleluniversum angesiedelt. Die vorherrschende Macht sind nicht etwa die USA, sondern China, das sein Reich bis Kalifornien, Washington und Nevada ausweiten konnte und dabei starke US-Einflüsse in seiner Kultur aufweisen kann. In dieser Region sind zwei uralte chinesische Sekten namens Pale Lotus und Black Mantis erbittert verfeindet. Pale Lotus setzt sich für den Schutz von Hilflosen, Harmonie und der Suche nach dem Weg der Unsterblichkeit, genannt Neidan, ein – letzteres soll durch die Perfektionierung der Lebensenergie Chi realisiert werden. Anführer dieser Sekte ist der alte weise Meister Sage, der seine Schützlinge im Umgang mit Martial Arts lehrt und über zwölf heilige Schätze verfügt. Dem steht die Sekte Black Mantis entgegen – auch deren Anhänger suchen nach Unsterblichkeit, allerdings nicht über die innere Energie, sondern über äußere Mittel wie Elixiere, genannt Waidan. Anführer der Black Lotus ist der düstere Fürst Wulong Goth.

Tao Feng: Fist of the Lotus
Zwölf Charaktere stehen zur Auswahl.

In einem schonungslosen Krieg triumphiert Black Mantis und zerstört die meisten Pale Lotus-Anhänger inklusive ihres Tempels. Der sterbende Meister Sage kann aber dem zu spät eintreffenden Pale Lotus-Jüngling Shihao die zwölf heiligen Schätze und ein Kind namens Lo Shu übergeben, das fortan unter Schutz von Shihao lebt. Dieser lernt ihn alles über die Sekte und deren Geheimnisse, will aber auch den Kampf gegen Black Mantis wieder aufleben lassen. Doch Shihao verschwindet plötzlich. Jahre später erhält Lo Shu ein halbes Amulett, auf dem sechs Rätsel zu finden sind, die zu der Hälfte der zwölf heiligen Schätze führen. Dummerweise haben die Gangster der rivalisierenden Sekte die andere Hälfte des Amuletts und beide Seiten versuchen nun, alle Schätze aufzustöbern. Der Grund hierfür ist, dass diese Schätze der Schlüssel zur Unsterblichkeit sind. Denn laut einer alten Legende lebt ein gottähnlicher Mann am Südpol, der über den Todestag jedes einzelnen Menschen bestimmt. Wenn man ihn finden kann und ihm spezielle Schätze schenkt, erhält man zur Belohnung das ewige Leben. Shihao trainiert für dieses Ziel einige junge Kämpfer, das tut aber auch Wulong Goth und sein Black Mantis – ein Aufeinandertreffen der beiden rivalisierenden Gruppen ist unausweichlich.

Puzzelei – Die große Schatz-Suche
Diese recht komplizierte Hintergrundgeschichte findet sich am meisten im 'Quest'-Modus wieder, wo euch die Handlung anhand von Textpassagen erläutert wird. Ihr wählt zunächst aus, ob ihr Pale Lotus oder Black Mantis beitreten wollt – jede Seite verfügt über sechs unterschiedlich starke Kämpfer, die nach Unsterblichkeit streben. Doch es wird noch komplizierter: Jeder Charakter soll bloß einen Schatz in seinen Besitz bringen, blöderweise wurde jedes dieser Items in sechs Teile zerbrochen, so dass ihr einiges zu tun habt. Euch stehen sechs Duelle zur Auswahl, wobei ihr stets auf Gegner der gegnerischen Sekte trefft. Gewinnt ihr den Fight, erhaltet ihr ein Item-Teil, so dass ihr nach sechs erfolgreichen Fights ein komplettes Schatz-Objekt besitzt. Nun müsst ihr wohl oder übel eine andere Figur wählen und erneut sechs Duelle meistern, um an ein weiteres Item zu kommen, und so weiter. Man kann sich also nicht auf eine spezielle Figur konzentrieren, sondern muss alle Charaktere im Griff haben, um das Spiel erfolgreich zu beenden.

Tao Feng: Fist of the Lotus
Die Arenen können beschädigt werden.

Da der Schwierigkeitsgrad selbst in tiefen Stufen ziemlich hoch ausgefallen ist, empfiehlt sich ein Abstecher in den Trainingsmodus, der erfreulicherweise recht umfangreich ausgefallen ist: Ihr habt die Wahl zwischen zwei Modi, wobei in ersterem frisch von der Leber auf einen Sparringspartner eingeprügelt werden darf, während euch im zweiten Modus nach und nach knapp 70 Aufgaben in Form von Moves und Combos gestellt werden, die ihr dann korrekt ausführen müsst. Die anderen Modi entsprechen dem typischen Beat'em Up-Einerlei: Ihr könnt euch ein Turnier zusammenstellen und absolvieren, euch in Team-Kämpfen versuchen oder im 'Survival'-Modus solange gegen anrückende Gegner antreten, bis ihr besiegt werdet. Besonders Spaß macht aber natürlich der Versus-Modus, in dem ihr gegen einen Kumpel antreten könnt. Dies hat vor allem den Vorteil, dass der frustrierende Schwierigkeitsgrad gegen die CPU-Fighter nicht gegeben ist. Allerdings sollten beide Spieler ähnlich geübt sein, da die Fights ansonsten ziemlich einseitig ablaufen.

 

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