Special - Tekken-Champ 06 - Event-Bericht : Special

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Auf der diesjährigen Beat’em Up-Meisterschaft ’Tekken-Champ 06’ in der Schweiz wurde nicht nur auf dem Bildschirm geprügelt – auch in Wirklichkeit wurden an dem Abend kräftige Kicks, Punches, Würgegriffe und Combos ausgeteilt. Videospieler als verrohte Gewalttäter oder etwa geplante Fights von Sony? Die ganze Wahrheit erfahrt ihr im folgenden Event-Bericht.

Wenn sich in einem grauen Aussenquartier Zürichs an einem Samstag Abend die Jugendlichen aus verschiedensten Kulturen und Gesellschaftsschichten zu einer deftigen Prügelei treffen, sorgt das normalerweise nicht unbedingt für Begeisterung bei den Anwesenden und den Verantwortlichen des örtlichen Jugendzentrums. Schon gar nicht kann man damit rechnen, dass zahlreiche Zuschauer und der eine oder andere internationale Kampfsport-Experte sowie eine echter Fight-Champion aus den USA anreisen und das herbe Spektakel begutachten. Genau dies geschah aber am 28. Oktober 2006 im Wiedikoner Gemeindezentrum in Zürich. Der Grund: Es wurde einmal mehr der beste Schweizer ’Tekken’-Spieler gesucht. Um die richtige Beat’em Up-Stimmung entstehen zu lassen, wurde das Turnier rund um den „King of the Iron Fist Tournament“ in einen Mixed Martial Arts Abend eingebettet, wo sowohl Shooto-Amateure als auch Profis in diversen Kämpfen gegeneinander antreten konnten.

In den Wochen zuvor wurden in verschiedenen Schweizer Orten regionale Meisterschaften abgehalten, so dass jeweils zwei dortige Gewinner nach Zürich ans Finale pilgern durften. Als Gewinn winkte schliesslich nichts weniger als eine Reise nach Tokio für zwei Personen inklusive VIP-Tickets für eine Show der renommierten MMA-Liga Pride FC. Am Nachmittag mussten die angereisten Spieler und Spielerinnen also zunächst auf der PSP in ’Tekken: Dark Resurrection’ beweisen, was sie drauf haben und ihre Gegner zumindest virtuell plätten. So verblieben am Ende vier Finalisten, die sich als Teil der abendlichen Fight-Show direkt im Ring beharken mussten. Aber keine Angst, die Button-Virtuosen mussten sich natürlich nicht verprügeln, sondern im Videospiel gegeneinander antreten, wobei die Runden auf der Leinwand übertragen wurden. Das klappte nach einigen Anfangsschwierigkeiten und gar einem abgebrochenen Duell insgesamt ganz gut. Kurioserweise spürte und hörte man während der sehr spannend und ausgeglichen verlaufenden Videospiel-Fights von den Zuschauern mindestens genauso viele Emotionen wie bei den realen Kämpfen.

Im Duell um den dritten Platz trat Pascal Bannerman gegen Andem Ky an. Während Pascal den wendigen Bruce-Lee-Verschnitt Law ins Rennen schickte, setzte Ky seine Karten auf den Allrounder Jin. Law bzw. Pascal Bannerman besiegte schlussendlich seinen Kontrahenten, wobei der Fight 2:1 ausging. Im Finale bekam es dann Blerd Zequiraj mit David G. Vargas zu tun. Während Blerd auf den untoten Fiesling Brian setzte, wählte David den schwergewichtigen Haudegen und Sumo-Ringer Ganryu, der mit seinem lächerlichen Outfit und noch viel mehr mit fiesen Tiefschlägen seinem Gegner zusetzte. Nach einer packenden Aufholjagd entschied David Vargas am Ende den Fight mit 2:1 für sich. Während der Zweitplatzierte ein Shooto-Probetraining und eine weisse PSP einheimste, durfte sich der Sieger über eine Reise für zwei Personen an einen Pride FC Event in Tokio freuen, inklusive Backstage-Besuch. Damit für Unterhaltung auf dem langen Flug gesorgt ist, gab es für den ’Tekken’-Champ ebenfalls eine weisse PSP.

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