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Test - Tenchu 2 : Tenchu 2

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Mit 'Tenchu' kam vor zwei Jahren ein blutiges 3rd-Person-3D-Action-Adventure auf den Markt, das Beat'em-up- und 'Stealth Tactics'-Elemente in sich vereint und im mittelalterlichen Japan spielt. Damals wurden in Geheimbünden organisierte Ninja im Kampf gegen böse Mächte eingesetzt. Deshalb ist es nicht weiter verwunderlich, dass ihr in 'Tenchu' und folglich auch im erst gerade erschienenen und nachfolgend zum Thema gemachten 'Tenchu 2 - Birth of the Stealth Assassin' die Rolle eines männlichen oder weiblichen Ninja übernehmt.

Zum besseren Verständnis des mit passenden fernöstlichen Klängen und bescheidenen, aber stilvollen Grafiken angereicherten Spiels, führe ich euch als erstes kurz in die Hintergrundgeschichte, die 'Tenchu 2' zugrunde liegt, ein: Das alte Reich ist zusammengebrochen und Japan ist vom Zerfall bedroht. Von Gier zerfressene Herrscher diverser Fürstentümer führen blutige Feldzüge an, um die uneingeschränkte Macht über die Hauptstadt zu erlangen.
Einzig Fürst Gohda Matsunoshin lässt sich nicht zu derartigen Schandtaten verleiten. Er zieht es vor, mit Verständnis und Güte zu herrschen. Das zieht den Hass seiner Rivalen auf ihn und seine Untergebenen. Daher sieht er sich gezwungen, die Dienste von drei jungen Azuma-Ninja zu beanspruchen, um das Haus Godha zu retten.


Tenchu 2
Rikimaru in Kampfbereitschaft.

Kapitel 1: Das TrainingIhr übernehmt nun die Rolle eines solchen Schattenkriegers und erfüllt verschiedenste Aufträge in möglichst unauffälliger Art und Weise. Habt ihr euch für einen der zwei zur Auswahl stehenden Ninja entschieden, werdet ihr als erstes ins Training geschickt, um euch für den Ernstfall vorzubereiten. Auf dem Übungsgelände macht ihr euch mit der Steuerung vertraut, wobei ihr die Möglichkeit habt, in Ruhe alle grundlegenden Fertigkeiten und Moves kennen zu lernen und in konstruierten Situationen zu erproben. Dabei schleicht ihr zum Beispiel in der Gegend herum, presst euch an Wände, hangelt an Kanten entlang, übt Sprünge, schwimmt und versteckt euch im Wasser, lernt den Umgang mit Wurfsternen und eurer charakter-spezifischen Waffe. Es kann sich also niemand über einen Mangel an Aktionsmöglichkeiten beklagen. Die Steuerung wurde gegenüber 'Tenchu' um nützliche und taktisch interessante Funktionen wie das Wegschleppen von besiegten Gegnern und das Atmen durch einen Strohalm unter Wasser erweitert. Es ist nicht schwer zu erraten, dass die eben genannten Beispiele dazu dienen, unbemerkt zu bleiben.


Kapitel 2: Der ErnstfallNach Abschluss des Trainings geht es um Leben und Tod, wenn auch ohne Blutvergiessen. Je nach Charakter, den ihr eingangs gewählt habt, verläuft das Spiel anders. Während Rikimaru Fürst Gohdas Leben beschützt und dabei seines ohne zu zögern für den Herrscher opfern würde, macht sich Ayame auf die Suche nach dessen Frau und Tochter. Je elf Levels haben die zwei Ninja zu meistern, ehe ihr mit Tatsumaru, dem Dritten im Bunde, das Übel an der Wurzel packt, beziehungsweise dessen Urheber zur Verantwortung zieht.

Tenchu 2
Das gezielte Einsetzen von Wurfsternen will geübt sein.

Um die damit verbundenen Aufgaben lösen zu können, setzt ihr eure Ausrüstung ein, die ihr, mit Ausnahme des Kletterhakens, vor der Mission zusammenstellt. Die Anzahl der in der Ausrüstungskammer zur Auswahl stehenden Gegenstände hängt von der Wertung ab, die ihr für eine abgeschlossene Mission erhaltet, und davon, wie viele Items am Ende der Mission übrig sind. Da die Ninja im Tragen von Gewicht und Verstauen von Equipment eingeschränkt sind, dürft ihr maximal zwölf Gegenstände mit euch führen. Was ihr mitnehmt, hängt von der Art der Mission ab. Zur Auswahl stehen euch Items wie Minen und Giftreis, zum Überwinden von Feinden zur Verfügung, und bunter Reis, mit dem ihr euren gegenwärtigen Standort sowohl im Gelände als auch auf der Karte markiert.

Mit den Ausrüstungsgegenständen unter anderem in Höhlen, Wäldern und Dörfern unterwegs, gebt ihr euch entweder eurem Gegner zu erkennen und tragt mit ihm einen offenen Konflikt aus, oder ihr bleibt unentdeckt und setzt ihn mit einer überraschenden Attacke ausser Gefecht. Die letztgenannte Variante bringt euch mehr Punkte und folglich eine bessere Endwertung ein. Um einfacher in der Verborgenheit Erfolge zu erzielen, dient euch die KI-Anzeige als Hilfe. Durch sie erfahrt ihr, wie nahe ihr an einem computer-gesteuerten Charakter (Gegner/unbeteiligte Zivilperson) seid und ob er euch bemerkt hat. Sie zeigt auch mittels Interpunktionszeichen verschiedene Emotionen an. Erscheint zum Beispiel ein Fragezeichen, befindet ihr euch in der Nähe des Feinds, der sich aber nicht dessen bewusst ist. Ausrufe- und Fragezeichen, die zusammen in Erscheinung treten, teilen euch wiederum mit, dass der Gegner in Alarmbereitschaft ist. Entdeckt euch ein Zivilist, wird der Feind auf euch aufmerksam gemacht. Stopft jetzt aber nicht der Zivilperson das Maul, da euch für das Umbringen von unschuldigen Passanten massig Punkte abgezogen werden.

Tenchu 2
Unser Azuma-Ninja möchte unentdeckt bleiben.

Habt ihr einen Gegner ins Jenseits befördert, packt ihr ihn am Kragen, verbergt ihn vor den patrouillierenden Wachen und durchsucht ihn, in der Hoffnung etwas zu finden, das euch von Nutzen sein könnte. Aber nicht nur Wachen gilt es zu überrumpeln, auch Samurai, üble Ninja, Banditen, Piraten und saftige Endgegner stellen sich euch entgegen. Dabei werdet ihr unter anderem mit Lanze, Schwert, Wurfsternen und Brandpfeilen traktiert. Je nach Feindaufgebot und Waffenpräsenz ist der Nahkampf oder der Angriff aus der Distanz das geeignete Mittel, um den/die Gegner unschädlich zu machen. Um euch schnell vom Nahkampf zurückziehen und euch zumindest vorläufig in Sicherheit bringen zu können, empfiehlt es sich oft, den Kletterhaken zu verwenden. Mit ihm habt ihr zum Beispiel die Möglichkeit, auf Hausdächer und Wachtürme zu gelangen.

Um in der Hitze des Gefechts und auch in ruhigeren Augenblicken nicht die Orientierung zu verlieren, könnt ihr die Kamera manuell bedienen und euch damit einen umfassenden Überblick über die jeweilige Situation verschaffen.

Habt ihr alle Situationen erfolgreich geklärt, und sämtliche Missionen geschafft, aber noch nicht genug von 'Tenchu 2' bekommen, bietet es sich an, im ausgefeilten Missions-Editor eigene Aufträge zu kreieren oder Mentor Shiunsais vorgegebene Aufgaben zu erfüllen.

 

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion
Mit 'Tenchu 2 - Birth of the Stealth Assassin' ist ein würdiger Nachfolger gelungen, der dank des spannenden und abwechslungsreichen Spielverlaufs und konsequenter, eng zum Thema passender optischer und akustischer Umsetzung eine dichte Atmosphäre erzeugt. Zugegeben, die In-game-Grafik - nicht aber die mit Liebe in Szene gesetzten FMV-Sequenzen - wirkt ein wenig altbacken, aber das lässt sich zusammen mit der etwas gewöhnungsbedürftigen umständlichen Steuerung und den stellenweise unglücklich gewählten Kameraeinstellungen leicht verschmerzen, da der Titel ansonsten zu überzeugen weiss.  

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