Test - Teufel Cinebar One : Kleine Soundbar, großer Klang

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In Zeiten überhöhter Mieten kann sich kaum jemand mehr als ein Wohnklo leisten. Doch was tun, wenn man sich trotz 15-Quadratmeter-Bude nicht mit den quäkenden Speakern eines Fernsehers zufriedengeben will? Teufel hat mit der Cinebar One eine überaus kompakte Lösung entworfen, die überraschenderweise problemlos mit deutlich größeren Soundbars mithalten kann, erst recht, wenn man noch den optionalen Subwoofer anklemmt. Wir haben die Cinebar One mit und ohne Subbie getestet.

Die Cinebar One ist für einen Preis von 269,99 Euro (ohne Subwoofer) zu haben. Die Variante Cinebar One+ für 369,99 Euro verfügt zusätzlich über den bereits bekannten Subwoofer CB 11 SW, der via Bluetooth von der Soundbar angesteuert werden kann. Die One überrascht sogleich, denn wer Soundbars gewöhnt ist, denkt automatisch an einen knapp einen Meter langen Riegel. Die Cinebar One ist gerade mal 35 cm breit und man traut dem Zwerg auf den ersten Blick nicht viel zu. Ein Irrtum, aber dazu gleich mehr.

Das formschöne, gut verarbeitete Gehäuse beinhaltet vier 50-mm-Breitbandspeaker, von denen zwei nach vorn angeordnet sind und jeweils einer schräg an den Seiten sitzt. Der kleine Powerriegel ist mit sinnvollen Anschlüssen versehen und damit vielseitig einsetzbar. Der Anschluss an die Glotze erfolgt via HDMI-Eingang mit ARC und CEC, sodass ihr ihn eingeschränkt auch mit der TV-Fernbedienung ansteuern könnt. Alternativ steht ein TOSLINK-Eingang zur Verfügung, beispielsweise wenn ihr einen HDMI-Switch mit entsprechendem Audioausgang nutzt.

Auch ein 3,5-mm-Klinkeneingang für andere externe Geräte ist vorhanden. Über einen Mini-USB-Anschluss kann die One aber auch an einem PC als externer Speaker genutzt werden, wobei eine interne Soundkarte für ansprechenden Klang sorgt. Mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet lassen sich aber auch via Bluetooth 4.0 mit aptX-Unterstützung an die Cinebar One ankoppeln. Damit ist die Cinebar One erfreulich universell verwendbar, als TV-Speaker bis hin zum Bluetooth- oder PC-Lautsprecher. Für Saft sorgt ein externes Netzteil.

Für die Bedienung hat Teufel eine ansprechende und nicht billig wirkende Fernbedienung beigelegt. Mit ihr könnt ihr nicht nur die Lautstärke regeln, sondern auch die Eingänge umschalten oder eines der sehr gelungenen Sound-Presets (Movie, Music, Voice) aktivieren. Praktischerweise kann auch die Stärke der Bässe justiert werden, durchaus nicht selbstverständlich in der Preisklasse.

Am wichtigsten ist aber die Taste für die Stereoverbreiterung mittels der hauseigenen Dynamore-Ultra-Technologie, die das Klangbild deutlich verbreitert und somit einen Soundteppich erzeugt, der sich so nah an einem Surroundsound bewegt, wie das mit einer derart kleinen Box möglich ist. Schade ist nur, dass das visuelle Feedback sich auf ein eher kümmerliches LED-Lämpchen beschränkt, das den Status beziehungsweise gewählten Eingang signalisiert.

Der eingangs erwähnte Eindruck, dass eine 35 cm breite Soundbar nichts hergibt, wird über den Haufen geworfen, sobald die ersten Klänge aus der One erschallen. Das kleine Kraftpaket muss sich bezüglich des Klangvolumens wahrlich nicht hinter den großen Brüdern verstecken. Der Sound ist überaus klar und transparent. Sowohl Musik als auch Filme und Spiele kommen mit überraschend viel Bums daher, ohne dass etwas verzerrt oder überpräsent wirkt. Selbst die Bässe werden von der kleinen Kiste erstaunlich kräftig umgesetzt.

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