Preview - The Crew 2 : Zu Lande, zu Wasser und in der Luft

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Ubisoft lud uns exklusiv nach Lyon ein, um einen ersten Blick auf The Crew 2 zu gewähren. Wir konnten uns im wunderschönen neuen Büro des Entwicklers Ivory Tower umsehen und einige Stunden mit dem Rennspiel verbringen. Wie bei Teil 1 düst ihr durch die gesamten Vereinigten Staaten von Amerika. Dieses Mal aber nicht ausschließlich auf vier oder zwei Rädern, sondern auch mit dem Boot und in der Luft – und das auf Knopfdruck ganz ohne Ladezeiten.

Als The Crew angekündigt wurde, schien das Potenzial enorm. Statt nur eine begrenzte Region oder eine Stadt als Vorlage für die offene Welt zu nehmen, mussten gleich die kompletten USA herhalten inklusive einiger der größten Metropolen. Ein Rennspiel von dieser Größe gab es vorher noch nie. Gerade von einem Entwickler, der sich mit Test Drive Unlimited einen Namen gemacht hatte, war das unglaublich vielversprechend.

Auch wenn laut Ubisoft bis jetzt 13 Millionen Spieler in The Crew unterwegs waren, blieb das Spiel doch hinter seinen Möglichkeiten zurück. Grafisch eher durchschnittlich, auch wenn das mit einem späteren Patch geändert wurde, und spielerisch nicht ganz auf der Höhe der Zeit konnte The Crew die Erwartungen leider nicht erfüllen. Mit Teil 2 soll nun zwar nicht alles anders, aber dafür besser werden.

Wieder ab in die USA

The Crew 2 spielt abermals in den USA. Doch davon abgesehen wird sich vieles ändern. Natürlich ist Miami da, wo Miami sein soll, und noch immer könnt ihr in einer knappen Stunde von dort durchs gesamte Land bis nach Los Angeles fahren. Und noch immer gibt es abseits der Highways jede Menge ländliche Regionen, die man entdecken kann.

Was aber sofort ins Auge springt: Optisch ist dieses Spiel eine krasse Weiterentwicklung im Vergleich zum Vorgänger, so sehr, dass man denken könnte, hier handelt es sich um ein Spiel, das für eine neue Konsolengeneration entwickelt wurde. Das Wasser sieht traumhaft aus und die Weitsicht ist hervorragend. Fängt es zum Beispiel dank dynamischen Wetters zu regnen an, könnt ihr mit dem Flugzeug über die Wolken fliegen und dort dann den Sonnenschein genießen.

Ziel von Entwickler Ivory Tower ist es, die offene Welt frischer und lebendiger wirken zu lassen. Und das bekommt er größtenteils jetzt schon hervorragend hin. Wenn man dem Spiel in diesem Stadium etwas vorwerfen kann, dann allenfalls dass die Innenstädte der Metropolen noch etwas steril wirken. Hoffentlich wird der Detailgrad noch ein bisschen hochgeschraubt.

Letztendlich wollen die Entwickler die ultimative Rennfantasie wahr machen, und das eben nicht nur auf der Straße, sondern auch zu Wasser und in der Luft. Euer Ziel wird es sein, der Champion von Motornation zu werden. Zumindest bezeichnet Ivory Tower so eure Aufgabe. Um das zu schaffen, müsst ihr euch in vier verschiedenen Disziplinen beweisen. Vier Rennfamilien, wenn man so will: Street Racing, Offroad, Freestyle und Pro Racing. Die ersten beiden Kategorien sind selbsterklärend, bei Freestyle müsst ihr mehr auf Tricks und Drifts achten und bei Pro Racing kommen auch Formel-1-ähnliche Rennboliden auf gesperrten, designierten Rennstrecken zum Einsatz.

Übers Wasser brettern und durch die Luft gleiten

Doch kommen wir endlich zur größten Neuerung: dem Wechsel der Fahrzeuge. Im Spiel könnt ihr jederzeit auf Knopfdruck von einem Auto zu einem Boot oder Fluggefährt wechseln. Völlig nahtlos und ohne Ladezeit transformiert euer aktuelles Gefährt dann zum gewünschten Vehikel. Dieses Feature ist so unglaublich cool! Das alles funktioniert innerhalb weniger Sekunden und gibt euch so viel mehr Freiraum in der Art, wie ihr die Welt genießen könnt.

Natürlich ergibt es keinen Sinn, sein Fahrzeug von einem Flugzeug in ein Boot zu verwandeln, wenn man sich nicht über Wasser befindet, doch auch das ist möglich. Und mit einem Flugzeug das richtige Timing zu finden, um anschließend mit einem Auto auf der Straße weiterzubrettern, ist durchaus nicht leicht, aber sehr motivierend. Das Spiel gewährt dem Spieler auf diese Weise ein großes Stück Freiheit, was großen Einfluss auf den Spielstil hat.

Dass man für diesen Wechsel keine Ladezeit in Kauf nehmen oder zu einer Art Garage fahren muss, kann man nicht oft genug betonen.

Zu welchen Fahrzeugen ihr auf Knopfdruck wechselt, legt ihr natürlich im Vorfeld fest. Zudem bekommt ihr eine eigene Wohnung, in der ihre eure erspielten Schätze in der Egoperspektive genauer anschauen könnt. Je weiter ihr im Level aufsteigt, desto schöner wird eure Bude.

The Crew 2 - Making of Motornation
Die Entwickler sprechen im neusten Video über die Philosophie hinter The Crew 2.

Lootboxen als Upgrade-System

Selbstverständlich kann man Autos auch tunen und verbessern. Die Art und Weise, wie ihr dafür an neue Teile kommt, verdient eine gesonderte Betrachtung: Nach jedem gewonnen Rennen fallen ein paar Lootboxen vor euch vom Himmel. Darin verstecken sich Verbesserungen für die diversen Fahrzeugkategorien. Bekommt ihr zum Beispiel ein Teil für die Kategorie Hypercar, könnt ihr diese Verbesserung auf jedes Hypercar anwenden. Darunter befinden sich auch besondere und seltene Items, die zusätzliche Verbesserungen ermöglichen, zum Beispiel dass sich der Nitro während des Sprungs auffüllt. Wie gut und fair dieses System ist, wird sich in einer längeren Zocksitzung noch zeigen müssen. Zum jetzigen Zeitpunkt halten sich die Entwickler recht bedeckt dazu.

Was das Fahrverhalten angeht, fühlt sich Teil 2 jetzt schon besser an als sein Vorgänger. Autos liegen gut auf der Straße, man fühlt die Unterschiede der Rennklassen, das Spiel ist zugänglich, aber auch fordernd. Natürlich warten zahlreiche Aktivitäten auf euch. Abseits der normalen Rennen gibt es Driftevents und sogenannte Spielplätze, mit denen man sich austoben kann. So zum Beispiel in Los Angeles, wo man mitten in der Stadt eine Motocross-Strecke findet und die Sau rauslassen kann. Jede Menge kleine Herausforderungen wie Blitzer und Co. laden dazu ein, den Highscore der Freunde zu schlagen.

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