Test - The Crew 2 : Cruisin' USA für Open-World-Einsteiger

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Online: Wenig Verkehr vor der Rush-Hour

Pro und Contra halten sich in The Crew 2 oft die Waage: Geschmackssache könnte man sagen. Zugegeben, das vereinfachte Handling der Fahrzeuge erleichtert den Einstieg und macht das Cruisen in den USA besonders angenehm. Selbst bei Querfeldeinausflügen verheddert man sich selten in Bäumen oder anderen Hindernissen, zumal Laternen und kleinere Objekte schlicht über den Haufen gefahren werden dürfen.

Doch genau deswegen bewältigt The Crew 2 den Spagat zwischen Open-World-Erkundung und Rennfahrerkarriere nicht vollends zufriedenstellend. Wettbewerbe kürzen nach und nach Zeitlimits, offerieren längere Strecken, bei denen Durchhaltevermögen gefragt ist, oder geben höhere Zielpunktzahlen vor. Allerdings dürft ihr die Konsolenfahrer nach Strich und Faden durch gnadenloses Abkürzen bescheißen, was sich irgendwie nach Mogelei anfühlt.

The Crew 2 - Year 1 & Season Pass Trailer
Per Season Pass soll The Crew 2 zunächst einmal ein volles Jahr mit frischen Spielinhalten versorgt werden.

Obendrein ist die Herausforderung zwar immer wieder knackig, aber nie so sehr, dass die Fahrzeuge, die man erwirbt, dem nicht gewachsen wären. Strategische Elemente beim Upgraden fehlen völlig. In den ersten Stunden macht euch einzig die Gummiband-KI der Konkurrenten gelegentlich einen Strich durch die Rechnung.

Umso bedauerlicher, dass PvP-Veranstaltungen gegen andere menschliche Fahrer derzeit nicht möglich sind, obwohl eine permanente Online-Verbindung vonnöten ist. Ein kostenloses Update soll das ab Dezember ermöglichen, aber bis dahin wird noch viel Wasser den Rhein hinunterfließen. Bis dahin bleibt euch nur der statistische Abgleich mit Freunden. Alle naselang erscheint eine Pop-up-Einblendung am unteren Bildschirmrand, die euch über Erfolge und Niederlagen aufklärt. Freund XY hat euren Rekord im Weitsprung zu Wasser geschlagen. Na schön, aber wo und wie ist reine Statistik, die man nur in den Menüs auslesen darf. Vielleicht steigt der Nutzen noch mit der Veröffentlichung.

Andere menschliche Fahrer, die sich in der virtuellen Welt tummeln, erkennt ihr an den Namen über ihrem Fahrzeug. Allzu viel Einfluss auf euren Trip haben sie aber nicht, zumindest nicht in der geringen Zahl, in der sie bisher aufgetaucht sind. Ändern könnt ihr das durch das Bilden einer Crew von vier Freunden. So zieht ihr gemeinsam von Wettbewerb zu Wettbewerb oder erkundet die Umgebung nach Fotomotiven und herumliegenden Upgrades.

Der Name des Spiels legt eine Teambildung nahe, doch notorische Solofahrer kommen auch ohne Begleiter hervorragend zurecht - zum Glück auch ohne Echtgeldeinsatz. Wer will, kann seinem Upgradeglück durch den Erwerb von Credits gegen bare Münze nachhelfen, doch es geht prima auch ohne.

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