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Medal of Honor: Rising Sun

Medal of Honor: Rising Sun

  • PS2

Nachdem ihr als James Patterson im eindrucksvollen 'Medal of Honor: Frontline' die Landung am Omaha Beach überlebt habt, hat EA im Nachfolger 'Rising Sun' eine neue Herausforderung für euch parat. In der Person des jungen Marine-Corporal Joe Griffin werdet ihr in tropischen Gefilden stationiert. Unnötig zu sagen, dass der amerikanische Hersteller das Sequel zu seinem Ego-Shooter-Aushängeschild nicht als Urlaubssimulation konzipiert hat.
 

Es ist der 7. Dezember 1941, als der junge Marine-Soldat Joe Griffin in seiner Kajüte wahrscheinlich darüber sinniert, dass es weit schlechtere Orte gäbe, an denen man stationiert sein könnte, denn seine Basis liegt auf Hawaii, bei Oahu, um genau zu sein. Fernab von den Wirren des grausamen Krieges, der ganz Europa überzieht, genießt seine Einheit lange Strände, herrliches Klima und das gute Gefühl, Mitglied einer der stärksten Kriegsflotten Uncle Sams zu sein. Als urplötzlich, begleitet von einem lauten Knallen, die schrille Sirene ertönt, ist es mit dem Idyll allerdings vorbei - denn dies ist keine Übung. Nur allzu schnell wird dem Spieler klar, dass er die Geschicke von Corporal Griffin durch das größte militärische Debakel leitet, welches die Vereinigten Staaten je erlebt haben.

Willkommen in Pearl Harbor!
Nun heißt es 'auf Gefechtsstation!'. Zusammen mit euren Kameraden flüchtet ihr zunächst aus eurer Unterkunft und bahnt euch den Weg ans Deck. Doch Vorsicht: Die tödliche Fracht der feindlichen Bomber reißt große Löcher in den Rumpf des riesigen Zerstörers. Entladungen freigelegter Stromleitungen stellen fatale Hindernisse dar und ein gewaltiges Feuer frißt sich bereits durch das Innere des Schlachtschiffes. Nachdem ihr der Flammenhölle mit einem Feuerlöscher beigekommen seid, setzt ihr Euren Weg ans Deck fort. Dort angekommen, bietet sich euch ein Bild des Grauens. Wie ein Schwarm Heuschrecken fallen die japanischen Kampfflieger über den überraschten Schlachtverband her und verdunkeln das halbe Firmament. Luftabwehr-Geschütze feuern panisch auf die feindliche Übermacht, während ein Ozeanriese nach dem anderen der Wucht der Explosionen nachgibt. Geistesgegenwärtig nehmt ihr Position hinter dem Fadenkreuz einer stationären Flak ein und stemmt euch mit aller verfügbaren Feuerkraft gegen den drohenden Untergang in Form von Torpedos und Kamikaze-Fliegern, bevor euch eine gewaltige Detonation über Bord schleudert.

Absolut kinoreif!
Was für ein Auftakt! Die Eröffnungssequenz des aktuellen 'Medal of Honor' sorgt einmal mehr für offene Münder. Auch wenn sich eure Teilnahme am Pearl Harbor-Desaster mehr oder weniger als simple Fadenkreuz-Ballerei präsentiert, zeigt der erste spielbare Abschnitt bereits pointiert die Marschrichtung des zweiten PS2-Schlachtengemäldes auf: Hobby-Soldaten mit einem Faible für historische Hintergründe erwartet mal wieder üppig präsentierte Non-Stop-Action. Ist der Überraschungsvorstoß der Japaner erst einmal abgewendet, geht es freilich in traditioneller Ego-Shooter Manier durch die zehn langen Spielabschnitte.

Die urbanen Territorien von 'Medal of Honor: Frontline' gehören allerdings mittlerweile weitestgehend der Vergangenheit an, führt euch der neue Missionssatz doch vor allem durch die dichte Vegetation südost-asiatischer Dschungel. Die satten Grüntöne und hügeligen Levelkonstrukte stellen aber nicht nur einen optischen Tapetenwechsel dar. Zum einen erzeugen die Urwaldgefechte eine einzigartige Atmosphäre, zum anderen eröffnet die gewundene, dicht bewachsene Landschaft mit ihren zahlreichen Höhenunterschieden neue taktische Möglichkeiten. Aus erhöhter Position habt ihr einen guten Blick auf das vor euch liegende Gebiet und das Unterholz sorgt für ausreichend Deckung, die allerdings auch eure Widersacher vorzüglich zu nutzen wissen.

 

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