Special - The Elder Scrolls History : Von der Rolle

  • Multi
Von Kommentieren

Grafisch machte das Spiel nochmals einen deutlichen Sprung nach vorne und zeigte gegenüber Oblivion, was alleine innerhalb einer Konsolengeneration in dieser Hinsicht möglich war. Idyllische Panoramen, Lichteffekte und endlich auch halbwegs realistische Gesichtsanimationen erfreuten das Auge. Das Kampfsystem blieb hingegen recht simpel, die Gegnerschar auf Dauer zu gleichförmig, und die Haupthandlung erneut zu unspektakulär. Zudem nervten die Bethesda-typischen Bugs wie rückwärts fliegende Drachen. Trotzdem muss man dieses Mammut-RPG gespielt haben. Am besten 100 Stunden und mehr.

Auch zu Skyrim veröffentlichte Bethesda drei größere Erweiterungen. Den Anfang machte Dawnguard, bei dem ihr in einem uralten Konflikt zwischen Vampiren und Vampirjägern mitwirken konntet und euch für eine der beiden Seiten entscheiden musstet - neue Fähigkeiten inklusive. Bei Hearthfire ging es hingegen gemächlicher zu. Hier konntet ihr von Grund auf euer eigenes Domizil erreichten, in dem ihr Rohstoffe gesammelt und verarbeitet habt. Eine bescheidene Hütte wurde mit etwas Zeit so zu einer stattlichen Villa. Die letzte und zugleich größte Erweiterung war jedoch Dragonborn. Im Mittelpunkt stand hier der Konflikt mit dem Magier Miraak, einem weiteren Drachenblut. Schauplatz war die Insel Solstheim, ein Teil der Provinz Morrowind und dementsprechend in Punkto Flora und Fauna deutlich anders gestaltet als das Hauptspiel. Auch die Deadra-Dimension Apokrypha, die ihr regelmäßig aufsuchen musstet, wusste durch ihr bizarres und originelles Design zu gefallen.

Wem das alles noch zu wenig war, hatte zumindest als PC-Nutzer die Möglichkeit, auf eine der unzähligen Modifikationen zurückzugreifen. Besonders hervorzuheben ist hierbei die Total Conversion Nehrim: At Fate's Edge von einem deutschen Modder-Team. Auf der Basis von Oblivion wurde hier eine komplett neue Welt mit neuen Rassen, Aufgaben und Regeln erschaffen. Eine ähnliche Herkules-Aufgabe haben sich die Macher von Skywind vorgenommen. Die komplette Spielwelt von Morrowind soll hier in die Skyrim-Engine transferiert werden. Die ersten Videos zu dem Projekt wissen durchaus zu beeindrucken.

Die Geschichte geht weiter

Die größte aller Herausforderungen hatte sich aber Bethesda selber aufgehalst. Ein MMO im Elder-Scrolls-Universum mit ganz Tamriel als Spielfläche, entwickelt von Zenimax Online, einer weiteren Tochter des Bethesda-Mutterkonzerns. Die Damen und Herren standen vor der Aufgabe, nicht nur die zahllosen Fans zufrieden zu stellen, sondern gleichzeitig auch World of Warcraft, Guild Wars und Co. den Kampf anzusagen. Nach langer Entwicklungszeit und mehreren Verschiebungen, steht The Elder Scrolls Online nun kurz vor der Veröffentlichung. Während die anderen Provinzen als PvE-Zonen dienen und sich ähnlich wie Solo-Abenteuer spielen, bietet das zentrale Cyrodiil ein PvP-Gebiet samt Massenschlachten und Burgbelagerungen. Die Beta hat auf uns einen guten bis sehr guten Eindruck gemacht, so dass wir bereits die Stunden zählen, bis es endlich richtig losgeht. Auch wenn Konsolen-Abenteurer noch ein wenig länger warten müssen.

Während alle MMO-affinen Elder-Scrolls-Fans nun erst mal auf Monate oder Jahre hinaus beschäftigt sein sollten, bleibt trotzdem die Frage, wie es mit der Reihe weitergeht. Ein The Elder Scrolls VI wird kommen, so viel ist sicher. Aber in welcher Form? Und was könnte der Schauplatz sein? Bethesda, jetzt seid ihr dran.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel