Test - The Hulk : The Hulk

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Comic-Fans haben ihn seit Jahrzehnten in ihr Herz geschlossen und nun erobert der grüne Riese auch die große Leinwand. Die Rede ist selbstverständlich vom Marvel-Superhelden Hulk, der nun mit modernsten Special-Effects und spannender Action zahlreiche Kinogänger begeistern will. Dass bei so einer starken Lizenz auch ein passendes Videospiel nicht fehlen darf, ist klar. Wie sich das Spiel rund um den grünen Muskelprotz im Test schlägt, erfahrt ihr in diesem Review.

The Hulk
Bonusmaterial zu Spiel und Film darf natürlich nicht fehlen. (PS2)

Gefährliche Forschung mit Folgen
Die für einen Marvel-Superhelden fast schon ungewohnt tragische Geschichte des Dr. Bruce Banner muss wohl nur noch den Wenigsten ausführlich erklärt werden. Bei einem folgenschweren Unfall während eines Forschungsprojekts wird Banner einer eigentlich für jedes Lebewesen tödlichen Menge an radioaktiver Gamma-Strahlung ausgesetzt. Überraschenderweise überlebt er, und das anscheinend völlig unbeschadet. Schnell zeigt sich aber, dass auch der ehrgeizige Wissenschaftler keineswegs immun gegen die Strahlung war. Durch diese verwandelt sich der schüchterne und in sich gekehrte Banner nämlich in einen riesigen, grünen und aggressiven Muskelberg mit dem schlichten Namen Hulk, sobald er wütend oder angegriffen wird.

Anders als der gleichnamige Kinofilm, welcher diesen Sommer in zahlreichen Lichtspielhäusern sein Debüt gibt, befasst sich das 'Hulk'-Spiel aber nicht mit diesem Teil der Geschichte, welche die Anfänge einer langen Karriere als unfreiwilliger Superheld darstellt, sondern setzt später ein. Ein Jahr ist vergangen, seit sich Dr. Banner nach Südamerika abgesetzt hat, um seinen zahlreichen Jägern zu entkommen. Durch einen mysteriösen Anruf von seinem langjährigen Freund und Mentor Dr. Crawford, der Banner in Aussicht stellt, die 'Hulk-Krankheit' heilen zu können, beschließt unser Held voller Hoffnung, wieder dorthin zurückzukehren, wo damals alles begonnen hat: nach San Francisco.

The Hulk
Selbst Säulen zerschlägt der grüne Riese spielend. (GCN)

Zwei Spielmodi und zahlreiche Extras
Wie es für ein Spiel mit einer solch starken Lizenz üblich ist, weiß 'Hulk' weniger durch spielerischen Umfang zu gefallen als mit zahlreichen Filmausschnitten, Trailern und Hintergrundinformationen sowohl zum Spiel als auch zum Kinofilm. Und so findet ihr im Hauptmenü auch lediglich zwei Spielmodi vor, der obligatorische Story-Modus und ein aufgesetzt wirkender 'Herausforderung'-Modus. Aufgesetzt deshalb, weil ihr euch hier einfach unter bestimmten Voraussetzungen durch bereits bekannte Levelabschnitte prügeln könnt, um euch an Highscores zu versuchen. So gilt es beispielsweise bei 'Ausdauer', möglichst viele Gegner zu beseitigen, bevor ihr schließlich selbst zu Boden geht, während im 'Hulk-Kracher!'-Modus die Zerstörung von allerlei Objekten Punkte einbringt. Da insgesamt auch nur fünf verschiedene Herausforderungen zur Verfügung stehen, dürfte die Motivation, sich hier zu länger aufzuhalten, recht schnell verfliegen.

Hinter den 'Spezial-Features' verbirgt sich Material, das vor allem für langjährige 'Hulk'-Fans und Cineasten interessant sein dürfte. Neben Trailern, Fotos vom Set und Ausschnitten aus dem Film wird hier ein 'Making Of' des Spiels geboten, das durchaus sehenswert ist. Bevor ihr aber an all diese Extras kommt, müsst ihr euch natürlich erst im Hauptteil des Spiels beweisen, im Story-Modus.

The Hulk
Im 'Ausdauer'-Modus bringen erledigte Gegner Punkte ein. (Xbox)

'You wouldn't like me when I'm angry!'
Sobald ihr diesen Modus startet, findet ihr euch erst einmal in einer scheinbar verlassenen Tankstelle in der Wüste wieder, in der ihr euch als Hulk beweisen müsst. Da prompt das Militär auftaucht und euch nicht nur mit bewaffneten Soldaten, sondern auch gleich mit Panzern und Hubschraubern an den Kragen will, müsst ihr hier eure Schlagkräftigkeit demonstrieren. Gesteuert wird der grüne Riese aus einer vorgegeben und nicht steuerbaren Third-Person-Perspektive, die das Geschehen stets aus der bestmöglichen Ansicht zu zeigen versucht. Auch wenn das nicht immer gelingt, Probleme mit der Übersichtlichkeit gibt es zumindest in den Action-Levels selten.

Nun gilt es in bester Hulk-Manier, so ziemlich alles, was sich bewegt, auf dem schnellsten Wege in Stücke zu hauen. Dies bewerkstelligt ihr mit einer recht simplen Steuerung, welche neben zwei Angriffstasten eine Sprungtaste sowie eine Taste für das Greifen von Gegnern und Gegenständen bietet. So könnt ihr euch also entweder einfach den vergleichsweise winzig wirkenden Soldaten nähern und diese mit kräftigen Schlägen und Tritten bearbeiten oder aber auch die zahlreichen Gegenstände in eurer Umgebung in den Kampf miteinbeziehen. Ihr könnt beispielsweise mal eben ein herumstehendes Auto zum Wurgeschoss umfunktionieren, mit Stahlrohren auf eure Jäger eindreschen oder diese gleich unter tonnenschweren Müllcontainern begraben. Besonders in den späteren Abschnitten ist dies ein wichtiger Bestandteil des Spiels, da es effizienter ist, einen explosiven Tank auf eine Schar von zähen Gegnern zu werfen, als alle einzeln mit Combos zu bearbeiten. Sehr gelungen ist hier auch die Physik-Engine des Spiels, die Gegenstände aller Art realistisch und physikalisch mehr oder weniger korrekt zu Boden fallen lässt, nachdem ihr sie zerstört oder durch die Gegend geworfen habt.

 

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