Test - The LEGO Ninjago Movie Videogame : Chaotische LEGO-Ninjas

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Schon seit Jahren gehört die LEGO-Spielreihe von TT Games und Warner Bros. zum festen Bestandteil der Branche. Zahlreiche Franchises, Filme und LEGO-Eigenmarken bekamen Spiele spendiert. Nach LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht und dem Minecraft-Klon Lego Worlds sind nun wieder die LEGO-Ninjas an der Reihe. The LEGO Ninjago Movie Videogame begeht allerdings einige klassische Fehler.

Der Titel verrät es bereits: The LEGO Ninjago Movie Videogame basiert auf dem aktuellen Kinofilm rund um die Ninja-Klötzchenfiguren und baut auf der Super-RTL-Fernsehserie auf. Im Mittelpunkt der eher simplen und vorhersehbaren Handlung stehen die sechs Nachwuchs-Ninjas Lloyd, Kai, Jay, Zane, Cole und Nya, die gemeinsam mit ihrem Meister Wu Ninjago City vor dem bösen Lord Garmadon beschützen müssen. Die Mission führt euch an diverse Schauplätze auf der Ninjago-Insel und setzt auf den bekannten LEGO-Humor, dessen Pointen jedoch nur selten zünden können.

Rätselnde Ninjas

Wie schon LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht verzichtet The LEGO Ninjago Movie Videogame auf die aus zahlreichen anderen Spielen bekannte Oberwelt. Stattdessen dienen abgeschlossene Level als kleine Hub-Umgebungen, wo ihr Nebenmissionen absolvieren und Sammelobjekte finden könnt. Ansonsten bietet das Ninja-Abenteuer das bekannte LEGO-Gameplay. In der Rolle der Protagonisten und einer großen Menge an zusätzlichen Klötzchenfiguren springt, rennt und kämpft ihr euch durch die Level und löst einfache Rätsel. Diese basieren häufig auf dem Zusammenbauen von LEGO-Gebilden, die auf das Multi-Build-System setzen und mehrere Objekte für eine Lösung erfordern.

Ein paar kleine Neuerungen stechen ins Auge. Sie beziehen sich hauptsächlich auf die Fähigkeiten der Ninjas. Statt einfach nur normale Schläge aneinanderzureihen, greift ihr, getreu der Thematik, auf verschiedene Angriffsarten zurück, die passende Namen wie „Aufsteigender Drache“ oder „Eilender Keiler“ tragen. Dahinter stecken standardmäßige Aktionen wie Kombo-, Ramm- oder Sprungagriffe. Aufgrund der mangelnden Übersicht und des damit einhergehenden Chaos in den Kämpfen artet das in wilde Klopperei aus. Häufig seht ihr, trotz frei justierbarer Kamera, nicht einmal richtig, welchen Feind ihr gerade attackiert. Angesichts des geringen Anspruchs, entsteht immerhin kein Frust.

  • The LEGO Ninjago Movie Videogame - Screenshots - Bild 1
  • The LEGO Ninjago Movie Videogame - Screenshots - Bild 2
  • The LEGO Ninjago Movie Videogame - Screenshots - Bild 3
  • The LEGO Ninjago Movie Videogame - Screenshots - Bild 4
  • The LEGO Ninjago Movie Videogame - Screenshots - Bild 5
  • The LEGO Ninjago Movie Videogame - Screenshots - Bild 6
  • The LEGO Ninjago Movie Videogame - Screenshots - Bild 7

Aufrüstbare Ninjas

An bestimmten Stellen im Spiel erhaltet ihr Ninjalitätsmarken, mit deren Hilfe ihr an der Wand der Ninjalität jede eurer Angriffsarten in drei Stufen verbessern könnt. Das bringt neben höherem Schaden auch doppelte Studs-Belohnung beim Besiegen von Gegnern und andere Boni. Einfluss haben die passiven Anpassungen aber eigentlich nicht, da sie aufgrund des leichten Schwierigkeitsgrads kaum zu bemerken sind. Ähnliches gilt auch für die Spezialfähigkeiten, von denen jeder Ninja eine im Laufe der Kampagne erlernt. Abseits von speziell dafür gestalteten Rätseln sind die Elementarkräfte nicht zu gebrauchen.

Für etwas Abwechslung im zwar unterhaltsamen, sich aber wiederholenden Spielablauf sorgen die gerade zu Beginn regelmäßig eingebauten Einsätze in den Mechs der sechs Ninjas. Mit den mächtigen Fahrzeugen bezwingt ihr Feinde und absolviert Bosskämpfe. Das macht grundlegend Spaß, ist aber durch die hohe Geschwindigkeit und Masse an Objekten auf dem Bildschirm oft noch unübersichtlicher als die bereits chaotischen Kämpfe. Nicht selten kommt es vor, dass Gegner trotz Markierung schlicht übersehen werden.

The LEGO Ninjago Movie Videogame - Launch Trailer
Das Spiel zum The LEGO Ninjago Movie ist ab sofort für PC, PS4, Xbox One und Switch zu haben.

Beschäftigte Ninjas

Wie fast jedes andere LEGO-Spiel könnt ihr die Kampagne von The LEGO Ninjago Movie Videogame auch mit einem Freund im Koop-Modus spielen. Zusätzlich bietet der Titel die Kampfarena als Mehrspieleroption. Bis zu vier Spieler treten in drei Disziplinen gegeneinander an. So gilt es, die Fahne der Kontrahenten zu stehlen, um Punkte zu machen. Oder ihr sammelt möglichst viele Artefakte, die ihr verliert, wenn ihr besiegt werdet. Im dritten Spielmodus müsst ihr ein bestimmtes Objekt möglichst lange für euch beanspruchen. Sind nicht genug Spieler vorhanden, werden die fehlenden durch die KI ersetzt. Das führt dazu, dass ihr immer im Vier-Spieler-Splitscreen antretet. Auf einen Online-Modus wurde bedauerlicherweise erneut verzichtet.

Optisch knüpft The LEGO Ninjago Movie Videogame an die Vorgänger an. Die grafische Qualität eines LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht wird aber nicht erreicht. Das fällt besonders in Massenszenen oder bei den Partikeleffekten auf. Dennoch kann sich die Optik sehen lassen und bietet mit schön animierten LEGO-Figuren, spiegelnden Oberflächen und abwechslungsreichen Umgebungen einiges fürs Auge. Musikalisch wird passend die Ninja-Thematik verfolgt. Gerade diesbezüglich kann die Präsentation in manchen Momenten überzeugen. Getrübt wird das von der bestenfalls ordentlichen deutschen Synchronisation, die bei manchen Nebenfiguren hölzern und unnatürlich wirkt.

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