Test - The Movies : The Movies

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Die Filmbranche wächst und gedeiht

Habt ihr anfangs nur wenige Gebäude mit mageren Optionen zur Auswahl, so wird daraus nach und nach mehr, je weiter ihr euer Studio nach oben bringt. So erhaltet ihr mit der Zeit immer neue Sets, hochgestufte Gebäude und mehr Zierobjekte, aber auch Kostüme, Requisiten und technisches Equipment. Das Ganze wird recht moderat eingeführt, so dass ihr nicht gleich zu Beginn überfordert werdet. Da sich das Spiel im Wesentlichen an den technischen Gegebenheiten der jeweiligen Jahre orientiert, bekommt ihr natürlich nicht gleich 1920 die modernsten Mittel. Die Upgrades sind ebenso notwendig, wie der Bau neuer Sets, damit es mit der Qualität eurer Filme voran geht, denn ihr braucht bessere Drehbücher, müsst euer Personal trainieren und immer die gleiche ausgelutschte Kulisse trägt nicht zur Zufriedenheit der Zuschauer bei, wobei ihr aber selbst mit den schrabeligsten C-Movies immer noch ein paar Kröten verdienen könnt.

Mit dem reinen Aufbau ist es natürlich nicht getan, ihr sollt ja auch Filme produzieren. Das ist im Grunde auch eigentlich recht simpel. Ihr baut ein paar Sets, lasst ein Drehbuch schreiben oder baut selbst eins, packt das Ganze ins Casting-Büro, ordnet dem Script Darsteller, Regisseure, Filmteam und Statisten zu, probt eine Runde und schon geht es an die eigentlichen Dreharbeiten. Ist der Film fertig, wird er veröffentlicht und ihr erhaltet Filmkritiken und diverse Statistiken, die sich auf eure Stars, Regisseure aber auch den Ruf des Studios ebenso auswirken, wie auf die Finanzen. Alle paar Spieljahre gibt es sogar Preisverleihungen, bei denen ihr im Falle eines Sieges besondere temporäre Boni erlangen könnt, die euch das Leben etwas erleichtern.

Personal mit Star-Allüren

Neben dem Drehen von Filmen, was sich mit der Zeit leider zu einem arg wiederholungsträchtigen Prozess entwickelt, müsst ihr euch auch um euer nörgliges Personal kümmern, was mitunter zu einem echten Häuserheben werden kann dank der Starallüren eurer Leinwand-Heroen. Speziell die Darsteller und Regisseure entpuppen sich zu einem nervenaufreibendem Völkchen, das neidvoll auf die Gagen der anderen schaut, sich immer bessere Trailer wünscht, beschäftigt werden will und auch nicht auf dem Plumpsklo um die Ecke seinem "Geschäft" nachgehen will.

Zudem sind die Herren und Damen nicht gerade stressresistent, so kann es passieren, dass euer Hauptdarsteller statt am Set einfach nur frustriert in der Bar herumlümmelt und sich betrinkt, andere Darsteller anpöbelt oder der Sucht frönt. Anfangs ist das auch noch einigermaßen zu handhaben, später artet die Pflege der kleinen Nervensägen in echten Stress aus, spätestens wenn ihr versucht mehr Filme zu drehen und ein größeres Aufgebot an Schauspielern habt. Nicht selten ist man versucht, die ganze Bagage rauszuwerfen, zumal die Eigenwilligkeit in manchen Situationen nicht ganz nachvollziehbar ist. Zur Versöhnung erwarten euch dafür aber auch einige humorige Situationen. Letztendlich hat die Stimmung der Stars nicht wenig Einfluss auf die Qualität eurer Filme – sowohl Stimmung, Beziehungen der Mitarbeiter, Qualität des Drehbuchs und Setting spielen eine gewaltige Rolle.

Kompliziert oder komplex?

Unterm Strich erwartet euch also eine ganze Menge an zuweilen anstrengendem Mikromanagement, was unter anderem auch daran liegt, dass eure Stars nur im negativen Sinne selbstständig agieren, aber zu erholsameren Aktionen fast schon gezwungen werden müssen. Dummerweise sorgt die streckenweise unnötig komplizierte Bedienung dafür, dass die Sache zum einen mühselig wird, zum anderen sich nach anfänglicher Faszination zu einer kaum enden wollenden Drag&Drop-Arie mit immer wiederkehrenden Aktionen entwickelt. Einige Aspekte der Bedienung wirken unglücklich gelöst, Lionhead hat sich da zu stark an die Drag&Drop-Methode geklammert, statt auf kontextsensitive Aktionen zurückzugreifen.

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