Test - The Secret Saturdays: Beasts of the 5th Sun : Cartoon-Hüpferei für den kalten Entzug

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    Die Saturdays sind eine Zeichentrickfamilie mit monströsen Fähigkeiten. Diese bringen das Heldenpack jedoch nicht aus der Spielspaßtalsohle. Weshalb The Secret Saturdays: Beasts of the 5th Sun alles andere als ein überzeugendes Familienvideospiel ist und die Gewichtung mehr auf die Lizenz als auf Qualität legt, lest ihr im Test.

    Die Monster in der Familie

    Auch wenn man zuweilen während Familientreffen still die Frage aufwirft, ob so mancher Verwandter wirklich der Spezies Mensch angehört, sind solche schwarzen Schafe der Sippe noch Heilige im Vergleich zur Familie Saturday. Die Samstagsbande ist selbst zwar durch und durch menschlich (sieht man mal davon ab, dass sie alle Superhelden sind), ihre Mitglieder beschäftigen sich aber beruflich mit Monstern. Genauer gesagt mit Cryptids. Das sind außerirdische Wesen, die von den Saturdays erforscht werden. Einige Viecher sind gar so zahm, dass sie Haustiere und quasi Adoptivfamilienmitglieder geworden sind. Die Cryptids machen dann auch das Salz in der Suppe, oder besser gesagt: den interessanten Aspekt der Zeichentrickserie sowie des Videospiels rund um die Saturday-Familie aus.

    Im Videospiel erfahrt ihr bald, dass der glühende Ball am Himmel in Kürze verschwinden soll. Das sagt zumindest der Fiesling V.V. Argost voraus. In Anspielung auf aztekische Weltenkalender ist er der Meinung, dass wir am Ende des Zeitalters der fünften Sonne leben, was wiederum im Zeichen der acht Biester steht. Er setzt alles daran, um zu diesem Weltenende hin die Cryptids in seine Gewalt zu bringen, ist er doch als Anhänger der Dunkelheit ein großer Fan von Nachtmonstern. Logisch, dass der Junge Zak, aber auch die sieben restlichen Mitglieder der Saturday-Familie alles daran setzen, die schon im ersten Level geklaute Cryptid-Datenbank zurückzubekommen.

    Scan das Cryptid!

    Die meiste Zeit steuert ihr Zak, der einen Haken als Waffe besitzt. Mit diesem Teil in der Hand meistert ihr die meisten Hindernisse in den Stages, die eine krude Mischung aus 2-D und 3-D bieten. Je nach Raum habt ihr mehr oder weniger Bewegungsfreiheit, zuweilen mutet das Geschehen an frühere Sidescrolling-Hüpfereien an. Wann ihr euch wie bewegen könnt, erfahrt ihr entweder durch die automatische Perspektive oder (nerviger) über unsichtbare Mauern. Der Haken funktioniert ähnlich wie im Klassiker Bionicle Commando. Ihr könnt euch also à la Tarzan von Plattform zu Plattform schwingen oder euch auf höher gelegene Ebenen hangeln. Das funktioniert passabel, die Steuerung ist allerdings etwas schwammig ausgefallen.

    In den zehn Levels trefft ihr auf allerlei Cryptids. Diese müsst ihr scannen, wobei in der Wii-Fassung ein Cursor per Wiimote über den Bildschirm gescheucht wird. Habt ihr einen Cryptid gescannt, bekommt ihr entweder Informationen über das Monster, dürft das Vieh selbst kurze Zeit steuern oder betätigt damit gewissermaßen Schalter, um beispielsweise eine Tür zu öffnen. Das ergibt wenig Sinn. Überdies wisst ihr nie so recht, welche der drei Varianten denn nun aktiviert wird (und weshalb). Trotzdem sind die unterschiedlichen Cryptids noch das Beste am Spiel - immerhin gibt es um die 50 dieser Fantasiewesen zu entdecken.

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