Test - Tiger Woods PGA Tour 07 : Tiger Woods PGA Tour 07

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Klotzen statt kleckern

Auch bei der Ausstattung des Programms klotzt Electronic Arts wieder ordentlich ran, wenngleich der PC-Port nicht ganz den enormen Umfang der Konsolen-Umsetzungen erreicht. Im Vergleich zur PlayStation-2-Fassung wurde nämlich die Anzahl der Kurse unverständlicherweise von 21 auf 12 Stück zurückgefahren. Der Rest stimmt dagegen wieder versöhnlich: Über zwanzig Golfer der PGA-Tour, darunter große Namen wie John Daly und Vijay Singh, die zahlreichen Spielmodi und der durchdachte Karrieremodus sind auch in diesem Jahr auf dem PC ein echtes Faustpfand. Passend dazu ist es erneut möglich, ein virtuelles Abbild seiner selbst zu entwerfen. Angefangen von Statur und Gesichtsform über das Outfit bis hin zu den verschiedenen Charakterattributen dürft ihr euer Alter Ego frei nach den individuellen Vorlieben gestalten. Die Talente des Spielers wertet ihr dabei im Verlauf eurer Karriere im Pro-Shop auf. Dort tauscht ihr talentspezifische Punkte, die ihr euch während der unzähligen Turniere verdient, gegen verbesserte Fähigkeiten. Locht ihr etwa einen schwierigen Putt ein, gibt’s Bonuspunkte auf eure Putting-Skills. Brecht ihr mit eurem jüngsten Abschlag alle Weitenrekorde, steigt dagegen die Poweranzeige!

Denn klar ist: Nur wer sich stetig verbessert, kann es mit der ultimativen Herausforderung aufnehmen: dem von Tiger Woods zusammengestellten Team aus Champions. Im brandneuen Team-Tour-Modus gestattet es euch die 'Tiger Woods'-Reihe erstmals, eine schlagkräftige Golftruppe aus bis zu vier Spielern zusammenzustellen und während der eigenen Golfkarriere an spannenden Mannschaftswettbewerben teilzunehmen. Anders als bei den Heimkonsolenvarianten gibt sich auf dem PC der Spielmodus etwas realitätsnäher, weshalb es euch das Programm nicht gestattet, die Fähigkeiten eurer Teammitglieder selbstständig zu verbessern. Überhaupt steht das Spiel mit Mitstreitern in diesem Jahr im Vordergrund. Dazu passt es, dass Electronic Arts die PC-Version mit einem guten Onlinemodus ausgestattet hat. Ein sauberer Netzwerkcode und – nach erfolgter Anmeldung – einfache Konfigurationen überzeugen ganz besonders.

Solide Wertarbeit

Vom technischen Standpunkt aus betrachtet, hinterlässt 'Tiger Woods PGA Tour 07' auf dem PC den besten Eindruck. Die Golfplätze sind phantastisch gestaltet und unzählige kleine Details, wie am Horizont kreisende Vögel oder das Rauschen des Wassers, vermitteln tatsächlich ein klein wenig die Illusion, auf einem echten Golfplatz zu stehen und dessen Atmosphäre zu genießen. Überhaupt wirken die Kurse deutlich belebter, als es noch im Vorgänger der Fall war, und die Animationen sind butterweich, obgleich die sauber umgesetzten Golfspieler bisweilen etwas zu sehr auf Hochglanz poliert wirken. Zu den oben genannten Stärken des Spiels gesellt sich außerdem noch eine tolle Weitsicht. Abgeschlossen wird der gute Gesamteindruck schließlich auch auf dem PC durch einen brauchbaren Soundtrack und verbesserte Zuschauersoundeffekte, die allerdings nach wie vor noch einen Tick stimmungsvoller hätten ausfallen können.

Fazit

von Michael Beer
'Tiger Woods PGA Tour 07' ist der beste Vertreter der Serie seit Langem und derzeit wohl das interessanteste Golfspiel auf dem Markt. Hier stimmt bis auf kleinere Wehwehchen fast alles: Spielmechanik, Umfang und die wenigen neuen Features sind durch die Bank gelungen und führen auch auf dem PC zu einer Wertung von absolut verdienten 85 Prozentpunkten. Zwei Punkte Abzug gab's lediglich für den etwas geringeren Umfang.

Überblick

Pro

  • tolle Golfplätze
  • Originalspieler der PGA-Tour
  • unzählige Spielmodi
  • sinnvolle Neuerung bei Schwung- und Putt-Technik
  • guter Mehrspieler-Modus

Contra

  • Stellung zum Ball kaum veränderbar
  • "nur" 12 Kurse

Wertung

  • PC
    85
    %

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