Preview - Tom Clancy's Ghost Recon : Tom Clancy's Ghost Recon

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Red Storm und Ubi Soft sorgten im vergangenen Jahr mit dem taktischen Shooter 'Ghost Recon' für Furore und konnten etliche Auszeichnungen einheimsen. Gutes Gameplay und hoher taktischer Anspruch machten das Spiel zusammen mit der gelungenen Grafik eher zu einer Simulation als zu einem simplen Shooter. Nun legt Red Storm nach und veröffentlicht im März ein Mission-Pack. Wir hatten die Gelegenheit, die ersten beiden Missionen anhand einer Preview-Version anzuspielen.

Tom Clancy's Ghost Recon
Lagerfeuer-Idylle: Das Äthiopier-Camp wurde gestürmt.

Die Story
Nachdem die Konflikte in der Ukraine beigelegt wurden - nicht zuletzt dank des Einsatzes der Ghosts, eben jener Spezialeinheit, die ihr im Vollspiel schon steuern durftet - gibt es wieder neuen Ärger. Vor allem in Afrika rührt sich einiges und es kommt zum offenen Konflikt zwischen Äthiopien und Eritrea. Nachdem das äthiopische Militär sich an der Küste festgesetzt hat und die Hungerhilfe dadurch abblockt, wird die UN munter und ruft zur Unterstützung wieder einmal die Ghosts und damit euch als Spieler. In acht neuen Singleplayer-Missionen sollt ihr euer taktisches Geschick unter Beweis stellen, wobei am eigentlich Gameplay und Interface gegenüber dem Vollspiel nichts geändert wurde. Warum auch, denn die Bedienung und Steuerung ging da schon flüssig von der Hand.

Was bieten die Missionen?
In der ersten Mission dürft ihr euch als Wegbereiter für die Marines betätigen. Die äthiopische Armee hat sich an der Küste von Eritrea festgesetzt und zahlreiche, wenn auch schwache, Verteidigungslinien errichtet. Um nun eine Landung vorzubereiten, gilt es, in der Nähe der Stadt Massawa die Befestigungen auszuschalten. Die Ghosts bekommen es hier mit verbissenem Widerstand und einigen Maschinengewehrnestern zu tun. Dass der Einsatz bei Nacht und an einer Steilküste stattfindet, erleichtert die Sache auch nicht gerade. Habt ihr erst mal ein Camp am Strand ausgeräuchert, dürft ihr euch im Hinterland noch mit einigen Lagern und einer Radiostation herumplagen.

Die zweite Mission führt euch wieder in die Nähe von Massawa. Dort haben die Äthiopier eine große Ölraffinerie besetzt und planen deren Zerstörung. Ein Sprengkommando ist bereits vor Ort, die Arbeiter wurden gefangen genommen. Euer Job ist es, die Sprengung zu verhindern und die gefangenen Arbeiter zu befreien. Auch hier trefft ihr auf erbitterten Widerstand. Unter anderem greifen euch die Äthiopier sogar aus fahrenden Jeeps an. Diese wurden enorm realistisch umgesetzt, erschießt ihr den Fahrer, bleibt der Jeep stehen, so wie es sein sollte. Erschwerend bei der Sache ist, dass ihr es hier mit recht offenem Gelände zu tun habt, welches euch zumindest außerhalb des Raffineriegeländes wenig Deckung bietet. Innerhalb der Anlage ist es fast noch schlimmer, da das Gebiet schlecht zu überschauen ist und hinter jeder Ecke ein Gegner lauern könnte.

Tom Clancy's Ghost Recon
Mit dem Scharfschützen ist der Gegner kein Problem.

Beide Missionen sind wieder einmal nur durch geschicktes Taktieren zu lösen, denn der hohe Realismusgrad des Spieles lässt es nicht zu, eure Truppen allzu lange im Kugelhagel stehen zu lassen. Die gewohnte Bedienung mittels des Command-Menüs wurde nicht verändert und geht wie gehabt flüssig von der Hand. Zwischen den drei Schwierigkeitsgraden sind starke Unterschiede festzustellen. Halten die Gegner sich im einfachen Grad noch moderat zurück, habt ihr es im schwierigsten Grad mit aggressiven und hartgesottenen Feinden zu tun, die akkurat jede Deckung ausnutzen und sich als recht beweglich entpuppen. Glücklicherweise sind auch eure Kameraden nicht von Pappe, wobei ihr wie gewohnt in die Rolle jedes einzelnen der bis zu sechs Teammitglieder schlüpfen könnt.

Tom Clancy's Ghost Recon
Modisches Outfit, passend zum Wüstensand.

Grafik und Sound
Die grafische Umsetzung ist vom Feinsten, die afrikanischen Landschaften sehen erstklassig aus und wirken für meinen persönlichen Geschmack noch realistischer als die des Vollspieles. Auch die neuen Models der Gegner und der eigenen Truppen sehen hervorragend aus, ebenso wie die butterweichen und realistischen Animationen. Dank des integrierten Patches, der bereits für die Vollversion zum Download zur Verfügung steht, profitiert das Add-on von allen Verbesserungen und Optimierungen und läuft sehr flüssig. Auch in Sachen Sound hat sich noch einiges getan, speziell auch im Hinblick auf die Umgebungsgeräusche der neuen Locations. Auch hier ist der erste Eindruck wirklich gut.

Man darf ohne Zweifel sagen, dass 'Desert Siege' zusammen mit den weiteren sechs Levels ein gelungenes Add-on werden dürfte. Auch vom Umfang her wird sich kaum jemand beschweren können. Zwar wurden noch nicht alle Features bekannt gegeben, aber neben den acht neuen Missionen soll es auch neue Multiplayer-Maps und -Modi geben.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Keine Frage, wenn die anderen sechs Einzelspieler-Missionen und die sonstigen Verbesserungen und Neuerungen das gleiche Niveau haben, wird das Goldstück 'Ghost Recon' zu einem echten Juwel veredelt. Die Grafik sieht noch besser aus als beim Originalspiel und dank des integrierten Patches, der für das Vollspiel bereits zum Download verfügbar ist, läuft alles auch wesentlich runder und flüssiger. Die neuen Missionen sehen klasse aus und bieten gewohnt anspruchsvolle Action- und Simulations-Kost. Wer 'Ghost Recon' mag, wird das Add-on lieben, zumal auch der Umfang nicht ganz ohne sein wird.  

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