Preview - Rainbow Six: Vegas : Rainbow Six: Vegas

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Im Übrigen können euch die beiden Kameraden nicht heilen. Bekommt der Spieler genügend Treffer ab, verfärbt sich erst der Bildschirm und die Sicht wird unscharf, um euch zu signalisieren, dass jetzt noch die Möglichkeit besteht, in Deckung zu gehen und ein paar Sekunden zu verschnaufen. Erkennt man dieses Signal nicht, fehlen nur noch ein paar Treffer und man kann vom letzten Checkpoint aus neu starten. Da eine Energieleiste fehlt, lässt sich nicht so leicht kalkulieren, wann euer Alter Ego genug herumfliegendes Blei geschluckt hat. Nichtsdestotrotz sollte man wegen der viel zu weit auseinander liegenden Checkpoints versuchen, solche Todesszenen zu vermeiden.

Die Kontrolle der beiden Begleiter fällt dafür relativ simpel aus. Diese lassen sich einfach mit der A-Taste auf dem Controller von einem Punkt zum anderen dirigieren oder folgen euch je nach Befehl auf Schritt und Tritt. Befehlt ihr diesen, an eine Mauer oder ein andere festes Objekt zu gehen, lehnen sie sich an die Deckung und ducken sich auch je nach Höhe der vorhandenen Objekte. Nur kommen sie im Moment noch wirklich selten auf die Idee, sich bei einer sehr kleinen Deckung zu trennen und an zwei verschiedenen Stellen Schutz zu suchen. Stattdessen schubst man sich lieber gegenseitig raus und kriecht hinter kleinen Hockern hin und her. Hier liegt auch ein Knackpunkt der KI-Kontrolle. So ist es nämlich nicht vorgesehen, beide Kameraden unabhängig voneinander loszuschicken. Die beiden sind im Einsatz, wie schon erwähnt, einfach unzertrennlich.

Bling Bling

Dafür sieht das ganze Spektakel bereits verdammt gut aus und bietet komplexe Levels, realistische Animationen sowie allerhand Spezialeffekte. Die sehr flüssige Optik wirkt trotz fiktiver Casinobauten sehr natürlich und die zahlreichen NPCs einschließlich eurer Kameraden stehen dem in nichts nach.

Besonders schick sehen dabei die Feuergefechte aus, in denen Rauchgranaten explodieren, Einschusslöcher das Mobiliar in Mitleidenschaft ziehen und die Räume anschließend wirklich so aussehen, als hätte darin eine Schlacht getobt. Kleine Details am Rande, wie etwa die Lichtreflexionen eines großen Aquariums oder undurchsichtige Glasscheiben, die das einfallende Licht brechen, sieht man ebenfalls, was das Gesamtbild sehr gut abrundet. Auf akustischer Seite setzt sich das alles fort, alle Waffen klingen so, wie man es erwartet. Auch nach dem Montieren des Schalldämpfers hört sich jede Waffe anders an und man bekommt nicht das übliche Standardklicken zu hören. Einzig die Synchronisation klingt relativ merkwürdig. Wenn die Kameraden getroffen wurden und ihre Stöhn-Soundsamples abspulen, hört sich das Ganze ziemlich merkwürdig an. Ehrlich gesagt kommt der Sprecher leicht homo rüber und dürfte bei vielen Spielern sicherlich für den einen oder anderen Lacher sorgen.

Die restliche Präsentation bietet aber keinen Anlass zur Kritik und die coole Infrarot- und Nachtsicht-Funktion erfüllt nicht nur einen Zweck, sondern schaut dabei noch sehr gut, wenn nicht sogar ziemlich echt aus.

Fazit

von R Kwiecin
’Rainbow Six: Vegas’ macht im Vergleich zu den bisher gezeigten Versionen gute Fortschritte und verspricht schon jetzt spaßige Feuergefechte. Einzig die vielen genannten KI-Probleme gehen uns momentan noch gehörig auf den Geist, sie stellen die Hauptkritikpunkte dar. Hier muss noch etwas Arbeit in die KI-Routinen einfließen, damit man auch an dieser Stelle ein solch hohes Niveau erreicht wird, auf dem sich zumindest schon die Grafik befindet. Nach ’Ghost Recon: Advanced Warfighter’ scheint Ubisoft einen weiteren exzellenten Taktik-Shooter zu liefern, der aber bis auf das sehr kleine Team praktisch keine innovativen und neue Spielelemente mitbringt. Nichtsdestotrotz sollten sich ’Rainbow Six’-Fans diesen Titel vormerken.

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