Test - Tony Hawk's Underground 2 Remix (PSP) : Tony Hawk's Underground 2 Remix (PSP)

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Knapp ein Jahr nach dem Auftritt in den Heimversionen tricksen Tony Hawk und Bam Margera auch über den PSP-Screen. Was ’Tony Hawk’s Underground 2 Remix’ an Neuem zu bieten hat und wie die Hosentaschen-Skaterei gefällt, erfahrt ihr im Review.

Bonus!

Knapp ein Jahr nach dem Auftritt in den Heimversionen tricksen Tony Hawk und Bam Margera auch über den PSP-Screen. ’Tony Hawk’s Underground 2 Remix’ ist eine direkte Umsetzung der PS2-Version, die zumindest auf den ersten Blick keinesfalls den Vergleich scheuen muss: Fast alle Elemente der ’großen’ Version haben es auf die PSP geschafft. Damit gaben sich die Entwickler aber noch nicht zufrieden und spendierten der PSP-Version ganze vier neue Strecken. So macht ihr die Strandpromenade von Santa Cruz unsicher, skatet in Las Vegas, sorgt in Atlanta für Chaos und vollführt die spektakulärsten Trick-Combos in Kyoto. Jedes der neuen Levels kommt natürlich mit einer ganzen Menge neuer Aufgaben daher, außerdem gibt es in ihnen zusätzliche Bonus-Charaktere und Geheimnisse zu entdecken.

Rüpel auf Welttournee

Ansonsten bleibt die PSP-Fassung ganz dem originalen ’Tony Hawk’s Underground 2’ treu. Ihr übernehmt im Story-Modus die Kontrolle über einen ambitionierten Skater, der eines Tages von Skateboardkönig Tony Hawk und ’Jackass’-Rüpel Bam Margera entführt wird. Die beiden Streithähne treten mit ihren Teams gegeneinander an - auf einer Welttournee soll mittels Skatergeschick viel Chaos angerichtet werden. Ihr landet zunächst in Tonys Team und müsst die derben Späße und unfairen Aktionen der Kontrahenten ertragen. Die wenig spannende Story wird durch viel Humor weit unter der Gürtellinie aufgepeppt, was nicht jedermanns Sache ist. Zum Glück setzt das Gameplay auf die altbewährten ’Tony Hawk’s’-Tugenden: Ihr erkundet frei die detailreichen Areale und zeigt möglichst spektakuläre Tricks. Abgesehen von typischen Punkte- und Grind-Aufgaben wollen dabei einige andere Missionen gemeistert werden, die neben Geschick auch ein wenig Hirnschmalz erfordern. In jedem Level könnt ihr die Steuerung von prominenten Skatern und Bonus-Charakteren übernehmen, die wiederum eigene Aufgaben mit sich bringen. Es gibt also reichlich zu tun, auch wenn ihr nicht alle Missionen lösen müsst, um das jeweils nächste Level freizuschalten. Abseits des Story-Modus kann das PSP-Spiel mit einem umfangreichen ’Create’-Part aufwarten, in dem ihr eigene Skater, Tricks, Graffitis und Aufgaben basteln dürft. Veteranen stürzen sich hingegen in den Klassik-Modus, in dem ihr die Levels im altgedienten Zweiminuten-Zeitlimit absolviert und klassische Ziele angeht. Multiplayer-Fans kommen außerdem im Wireless-Mehrspielermodus mit bis zu vier Spielern (alle mit eigener UMD) auf ihre Kosten.

Umsetzungshürden

Die Steuerung wurde einigermaßen überzeugend auf die PSP portiert. Ihr könnt praktisch alle Tricks, wie Flips, Grinds, Manuals, Grabs, Lips, Reverts oder No Complys, locker ausführen, wobei das Spielgefühl der Heimversion sehr nahe kommt. Selbst solche speziellen Moves wie das Absteigen vom Board und Herumklettern wurden auf die PSP portiert. Leider merkt man dabei aber deutlich, dass der portablen PlayStation zwei Schultertasten fehlen. Dadurch müsst ihr euch bei den Skater-Aktionen etwas umstellen, überdies leidet die Kamera-Nachjustierung deutlich unter dem Tastenmangel. Die Kamera wird während des Skatens nämlich sehr hakelig über den Analog-Stick gedreht, zugleich startet ihr aber über den Stick auch die Slow-Motion-Funktion und legt abseits des Rollbretts einen Spurt hin. Technisch macht das Spiel einen sehr ordentlichen Eindruck und kann vor allem durch die detailreichen Levels, das ansprechende Tempo sowie die tollen Animationen überzeugen. Weniger gelungen sind hingegen die abgespeckten Texturen und einige massive Framerate-Einbrüche. Der Sound punktet mit teils genialen Songs von The Doors, Frank Sinatra, Kool Savas, The Hiss, Red Hot Chili Peppers, The Ramones und vielen mehr. Da fällt es dann auch nicht weiter auf, dass die Soundeffekte ziemlich dürftig ausgefallen sind.

Fazit

von David Stöckli
Auch bei der PSP gilt: Wo ’Tony’ draufsteht, ist auch ’Tony’ drin. Das Gameplay und die Levels der Heimversionen wurden sehr gut auf die PSP umgesetzt. Trotz einiger kleinerer Schwächen bei Steuerung und Technik sollten alle Trendsport-Fans mit einer PSP zugreifen.

Überblick

Pro

  • akkurate Umsetzung der PS2-Version
  • insgesamt gelungene Steuerung
  • vier Bonus-Levels
  • toller Soundtrack

Contra

  • nervige Mehrfachbelegung des Analogsticks
  • ab und zu heftige Ruckler
  • Steuerung etwas schwieriger als bei der PS2

Wertung

  • PSP
    84
    %

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