Test - Turtle Beach Stealth 700 : Kabellos durch die Nacht

  • One
Von Kommentieren

Kabellose Headsets sind eine feine Sache. Was an der Xbox One allerdings bisher nur mit Dongle oder Basisstation funktionierte, soll dank der Wireless-Technologie der Konsole nun auch ohne das ganze Gedöns begeistern. Zwar gibt es vom Turtle Beach Stealth 700 und dessen kleinem Bruder Stealth 600 auch eine PS4-Variante, aber eines der ersten Headsets mit Nutzung der Xbox-Wireless-Technologie war einfach zu verlockend für unseren Test.

Das Turtle Beach Stealth 700 für Xbox One ist aktuell für 149,99 Euro zu haben, sein kleiner Bruder, das Stealth 600, gibt es bereits für 99,99 Euro. Der Unterschied liegt im Wesentlichen bei einigen Bedienoptionen sowie der zusätzlichen Bluetooth-Konnektivität des Stealth 700. Wer die nicht benötigt, ist mit dem preiswerteren Modell eigentlich sogar etwas besser bedient, da die Akkulaufzeit des Stealth 600 seitens des Herstellers mit 15 Stunden statt der 10 Stunden des 700ers angegeben wird. Eine etwas merkwürdige Preisgestaltung, der Unterschied von 50 Euro erscheint uns etwas zu hoch.

Wie dem auch sein, wer sich für das Stealth 700 entscheidet, bekommt ein für ein Wireless-Headset recht leichtes Exemplar, das sich allerdings als ziemlicher Plastikbomber entpuppt. Es wirkt zwar durchaus stabil, allerdings aufgrund des etwas klapprigen Baus und des Knarzens der drehbaren Ohrmuscheln zugleich auch ziemlich „billig“ – eine alte Krankheit der Turtle-Beach-Headsets. Immerhin, das vergleichsweise geringe Gewicht, die weichen, mit Kunstleder bezogenen Ohrpolster, das ProSpecs-System für Brillenträger und die recht geräumigen Ohrmuscheln gewährleisten auch bei längeren Spielsitzungen einen recht angenehmen, wenn auch nicht vollends überzeugenden Tragekomfort.

Der Anschluss des Headsets an die Xbox One ist mittels einer Pairing-Taste schnell erfolgt und das Headset quasi sofort einsatzbereit. Es empfiehlt sich, in den Audioeinstellungen der Konsole die Option „Windows Sonic Surround Sound“ einzuschalten, um in den vollen Genuss der Surround-Fähigkeiten des Stealth 700 zu kommen. Wer möchte, kann zudem per Bluetooth noch ein mobiles Geräte wie Tablet oder Smartphone koppeln, um parallel zum Gaming-Sound Musik zu hören oder zu telefonieren. Überdies lassen sich auf diese Art und Weise mittels einer App namens Turtle Beach Audio Hub verschiedene Einstellungen des Headsets ändern oder die Firmware aktualisieren. Das Aufladen des Akkus erfolgt über ein kurzes USB-Kabel.

Die Bedienung des Headsets ist insgesamt simpel gehalten. Mittels zweier Drehregler könnt ihr getrennt voneinander Spiel- und Chatlautstärke einstellen. Sehr fein. Ansonsten entdeckt ihr eine Power-Taste zum Ein- und Ausschalten, eine Bluetooth-Taste und eine weitere Taste zum Aktivieren des Superhuman Hearings, das Nebengeräusche speziell bei Shootern deutlicher hörbar machen soll.

Während die Drehregler recht gut zu ertasten sind, fällt die Unterscheidung der Tasten beim blinden Griff hinters Ohr etwas schwerer, da sie sich für unser Empfinden nicht deutlich genug voneinander abgrenzen. Praktisch jedoch: Die Tastenbedienung wird durch Signaltöne und Sprachansagen bestätigt. Das Mikrofon wird durch Hochklappen des Mikrofonarms ausgeschaltet.

Das Headset verfügt ferner über vier EQ-Modi (Standard, Bass Boost, Bass + Treble Boost, Voice Boost), die seltsamerweise nicht über die Tasten, sondern lediglich per App durchgeschaltet werden. Beim Stealth 600 geht dies über die Superhuman-Hearing-Taste. Merkwürdig und ziemlich sinnlos, dies nicht auch beim Stealth 700 zu ermöglichen. Von den Presets gefiel uns Bass + Treble Boost am besten, der Standardmodus und Bass Boost waren uns ein wenig zu dumpf in den Höhen.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel