Test - Undercover: Operation Wintersonne : Undercover: Operation Wintersonne

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Das Entwicklerstudio Sproing Interactive aus Wien hat sich bisher eher mit Casual-Titeln aus der 'Moorhuhn'-Ecke einen wenig bekannten Namen gemacht. Mit 'Undercover: Operation Wintersonne' schubsen die Österreicher nun ein vollwertiges Point&Click-Adventure in die Ladenregale, das zudem mit einem für Adventures eher ungewöhnlichen Setting glänzen will, nämlich der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Natürlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen, die knackige Adventure-Kost genau unter die Lupe zu nehmen.

Der Professor und der MI6

Die Story des Spiels erinnert fast schon ein bisschen an die Agentenfilme aus den 40er- und 50er-Jahren, in denen ein zumeist unbedarfter Bürger in Intrigen und Geheimnisse verstrickt wird. In unserem Falle trifft es den Physiker Dr. John Russell, der sicherlich alles andere als ein Action-Held ist, dafür aber mit seinem Wissen überzeugen kann und so für die eine oder andere Aufgabe ungewöhnliche Lösungen findet. Jedenfalls wird Russell vom britischen MI6 angeheuert, um Informationen über die Entwicklung einer Massenvernichtungswaffe im Weltkriegsdeutschland nachzugehen. Unterstützt von anderen Agenten des MI6 begibt sich Russell dazu nach Berlin und reist quer durch Deutschland, um letztendlich in Stalingrad hoffentlich das Ende der Geschichte zu erleben.

Das für ein Adventure eher ungewöhnliche Szenario wird dabei recht gut eingefangen und bietet viele Elemente bekannter Spionagefilme, die sich um diesen Zeitraum der Geschichte drehen, wobei der etwas unbeholfene Russell durchaus Erinnerungen an James Stewart oder Cary Grant wachruft. Die Story selbst basiert zum Teil auf historischen Fakten, denn die Entwicklung einer Bombe auf Basis der Kernspaltung war in Nazi-Deutschland in der Tat ein Thema und selbst die Produktionsstätte Haigerloch bei Stuttgart war existent. Trotz der ernsten Story soll allerdings auch der Humor nicht zu kurz kommen, so kommentiert Russell viele Aktionen und Ereignisse mit eher ironischen Kommentaren, wobei glücklicherweise auf unpassenden Slapstick-Humor verzichtet wird. Wer allerdings ein Gute-Laune-Adventure à la 'Runaway' erwartet, wird eher wenige Lacher finden.

Simple Steuerung

Die Steuerung von 'Undercover' ist absolut simpel geraten und orientiert sich selbstverständlich an typischen Point&Click-Adventures. Mit der linken Maustaste könnt ihr Objekte, Personen oder Hotspots untersuchen, die rechte Maustaste ist für die Interaktion zuständig – sprich: reden oder benutzen. Die Belegung ist im Grunde genau umgekehrt zu dem, was man eigentlich gewohnt ist, was hier und da dann doch mal zu unnötigen Klicks führt, aber man gewöhnt sich schnell daran. Ein Doppelklick sorgt dafür, dass Dr. Russell seine Hufe schwingt und sich im Lauftempo zum jeweiligen Objekt oder der jeweiligen Person begibt. Das Interface erscheint am unteren Bildschirmrand, wenn ihr euch selbigem mit dem Cursor nähert. Dialoge werden im Multiple-Choice-Verfahren abgewickelt, erfreulicherweise können Ungeduldige das Gequatsche der Charaktere schnell mit der Leertaste abbrechen.

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