Test - Unreal Tournament : Unreal Tournament

  • PS2
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Unreal Tournament
Auf hoher See.

Zum ausruhen ist aber keine Zeit, schließlich war das ja erst einer, den ich erledigt habe. Es bleiben also noch vierzehn weitere Gegner übrig. Nach und nach erwische ich dann einen um den andern. Zum Glück finde ich immer wieder an den gleichen Stellen Medipacks, ansonsten hätte ich schon lange ins Gras gebissen. Denn eines ist gewiss - wer stehen bleibt, stirbt schon bald. Also immer schön in Bewegung bleiben.

Nachdem ich mehrere Arenen erfolgreich hinter mich gebracht habe, erfahre ich, dass jetzt ein weiterer Charakter zur Verfügung steht. Doch aufgepasst, wenn ihr jetzt glaubt, ihr könnt sofort den Spieler wechseln und mit der neuen Figur im alten Spiel weiter machen, so muss ich euch enttäuschen. Ihr müsst mit jeder Figur für sich die ganzen Arenen durchlaufen, was ich eigentlich recht schade finde. Es wäre sicher interessant, wenn man jederzeit wechseln könnte. Schließlich ist Figur nicht gleich Figur - jede hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Die einen können beispielsweise schneller laufen, andere sterben nicht so leicht.

Mit der Zeit werden auch andere Spielmodi zugänglich, genau gesagt noch drei weitere. Begonnen wird mit 'Death Match' gefolgt von 'Domination', 'Capture the Flag' und 'Assault'.
Beim Modus 'Death Match' müsst ihr zuerst fünfzehn, dann zwanzig und zuletzt fünfundzwanzig Gegner erledigen. Hört sich alles ziemlich locker an, doch der Schein trügt. Eure Kontrahenten stehen ja nicht einfach so rum und warten bei Kaffee und Kuchen darauf, dass ihr kommt und sie über den Haufen schießt. Auch sie versuchen den Sieg für sich verbuchen zu können. Es ist unvermeidlich, dass auch ihr ab und zu das Zeitliche segnet - doch habt keine Angst, deswegen ist noch nicht gleich alles verloren. Jetzt einfach schnell den Feuerbutton drücken und schon kann das fröhliche Abschlachten weiter gehen. Der Kampf ist erst verloren, wenn ihr so oft sterbt, wie Gegner erledigt werden müssen.

Unreal Tournament
Du wirst sterben!

Immer wieder sind Schreie zu hören von Teamkollegen oder Gegnern, die verwundet oder getroffen wurden. Es ist eine Hetzjagd ohne Ende - entweder rennt ihr zu euren Kollegen um sie zu schützen oder ihr jagt einem Feind hinter her. Manchmal ist niemand zu sehen und dann steht plötzlich hinter der nächsten Ecke eine Figur, der wie wild feuert. Ist es nun Freund oder Feind? In der Hitze des Gefechts kann es schon mal vor kommen, dass ihr auf den falschen schießt. Doch das merkt ihr bald - spätestens wenn es heisst: "Ich bin in deinem Team, du Idiot".

Eines ist sicher, euer Pulsschlag wird anfangen zu rasen, die Hände werden schweissnass und euer Adrenalinspiegel wird auf 300 hoch gejagt. Hier könnt ihr wunderbar eure ganze Wut und den Frust abbauen. Fühlt euch wie Rambo - nicht studieren, einfach nur ballern bis die Läufe glühen.

Jede Arena sieht anders aus - einmal streift ihr durch verlassene Raumstationen, ein andermal durch altägyptische Gruften, gotische Kathedralen, Industrie-Anlagen oder Graffiti-bedeckte Großtädte. Alles ist recht verwinkelt, dabei muss man schon mal aufpassen, dass man nicht die Orientierung verliert und sich so plötzlich im Kreise dreht.
Ihr dürft euch auch nicht vor Sprüngen aus grosser Höhe fürchten, ihr könnt euch nicht verletzen, außer ... ihr habt das Pech und unter euch befindet sich das grosse weite Meer oder gar heisse Lava. Das bedeutet euren sicheren Tod.

Unreal Tournament
Kontrollpunkt gesichert.

Im 'Dominations'-Modus seid ihr nicht alleine, sondern habt ein Team an eurer Seite. Das Ziel ist es, mehrere Kontrollpunkte unter eurer Kontrolle zu behalten und bei Bedarf den Teamkollegen zu Hilfe zu eilen. Sie werden für euch das selbe tun. Das Team hat gewonnen, welches zuerst beispielsweise 100 Punkte erreicht. Die Zahl der zu erreichenden Punkte steigt mit der Zeit natürlich an.
'Capture the Flag' erklärt sich eigentlich von selbst - schnappt euch die Flagge und dann nichts wie ab durch die Mitte. Zum 'Assault'-Modus verrate ich noch nichts, ein paar Überraschungen soll es ja noch für euch geben.

So, nun habe ich euch schon soviel über den Inhalt des Spieles erzählt, doch sicher wollt ihr auch wissen, wie es den mit der Grafik so aussieht, wie der Sound so ist und wie gut man mit der Steuerung umgehen kann. Na dann wollen wir doch einfach mal anfangen. Die hoch auflösenden 3D-Levels wurden teilweise speziell für die PS2 erstellt und sind ein wahrer Genuss für das Auge. Obwohl ich mir noch so Mühe gab, konnte ich nicht den kleinsten Grafikfehler finden. Der Bilderfluss ist absolut flüssig, da ist nichts verschoben oder ruckelt. Auch der Sound überzeugt vollkommen - vor allem Geräuschekulisse ist schlichtweg genial. Wenn man meine Wohnung während des Spielens betrat, hatte man das Gefühl sich mitten in der Schlacht zu befinden. Da kommt doch so richtig Stimmung auf!

 

Fazit

von CGA
Obwohl der Genre 'Ego-Shooter' nicht gerade zu meinen Lieblingen gehört, hat mich 'Unreal Tournament' absolut überzeugt. Eigentlich ist der Name aber falsch - eher sollte es 'Very Real Tournament' heissen. Allerdings vermisst man den Online-Modus der PC-Version schmerzlich - immerhin schaffen die Mehrspieler-Duelle über Splitscreen und die cleveren Bots etwas Abhilfe. Klar ist, dass das Spiel ganz bestimmt nicht für Kinder geeignet ist, daher ist die USK-Altersfreigabe von 18 Jahren auch gerechtfertigt. Wen wundert's, die Gegner werden ja regelrecht in handliche Stücke zerfetzt und überall klebt das Blut der Feinde. Auch Leute mit schwachen Nerven oder einem schwachen Herz sollten besser die Finger davon lassen. Ich hab euch gewarnt - wenn ihr nachher nicht mehr ruhig schlafen könnt, seid ihr selber schuld.  

Wertung

  • PS2
    85
    %

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